Reich und Arm

Als ich vor Jahren Marcel Reich-Ranickis Autobiografie (Mein Leben) las, war ich zutiefst berührt. Wenn man die gelesen hat, wird im eigenen Leben so einiges relativiert und es wird einem spätestens dann unerträglich, wenn jemand versucht Diktaturen, wie unter Hitler und Ulbricht und Honecker, in verniedlichender oder beschönigender Form darzustellen.

Apropos: Warum bringen in deutschen Medien jeder Idiot und solche Leute, die vorgeben es besser zu wissen, regelmäßig den dummen Satz mit „Gas geben ...“?? „Jetzt müssen wir Gas geben“, „Los, gebt Gas“ – sowas bescheuertes!

Muss in unserer Medienlandschaft jeder jeden hirnlosen Unsinn nachquatschen?
Was geht? - What´s up?
Nicht Wirklich? - Not really?

Hat sich nicht mal früher jemand - zu Recht - über die militante Sprache des Heribert Faßbender nicht nur mokiert, sondern auch sehr genaue Konsequenzen daraus gezogen? Und heutzutage, die Fußballkommentierung? Kreischende, künstlich geifernde, überschnappende TV-Reporter – weil die in Brasilien ja so schön vorbildlich emotional sind - mit durchaus immernoch Militärfachausdrücken im Gepäck?
Mich verwundert es da nicht - nicht zuletzt auch aufgrund der eben geschilderten Gegebenheiten und Nicht-Vorbilder -, dass ich bei anderen Mannschaftssportarten wie Handball, Eishockey und Volleyball nicht diese aggressiven Ausschreitungen, den Sport verunstaltenden, diskreditierenden Verhaltensweisen sehe.

Hermine sagt: Das gefällt mir.
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