Börse im Fernsehen

Die komischen Moderatoren im Fernsehen, die so schön live von der jeweiligen Börse berichten, suggerieren dem Zuschauer sie würden objektiv berichten.

Das ist meiner Ansicht nach völliger Quatsch!

Haben diese Moderatoren oder mindestens die Programmmacher keine Mitschuld daran, dass so viele neue Glücksritter ihr Geld verbrennen, woraufhin Kriminalität und Armut steigen, woraufhin Sozialausgaben für Täter und Opfer steigen ...?

In solchen "Berichten von der Börse", womöglich noch im Anschluss an eine von diesen "super seriösen" Tagesnachrichtensendungen, wird dem geneigten Zuschauer suggeriert, er hätte etwas im Griff, er könne gewinnbringende Einflüsse an den Aktienbörsen verstehen bzw. steuern und so zu neuem Reichtum kommen.

Das kann der Otto-Normal-Zuschauer aber eben de facto gar nicht und niemals. Da können sich noch so viele Zusatzmaterialien, z.B. in Form von Zeitschriften, wohlfeil bieten, mit denen ich mir dann wiederum selbst suggeriere, ich hätte einen Wissens- oder gar Könnensvorsprung vor meinen etwaigen Mitbewerbern und "Neu-Aktionären".

Irgendwer aus der amerikanischen Banken-Branche - ich weiß leider nicht mehr genau wer - statete in einer Dokumentation sehr schön, dass es Derivate(?) - im Sinne von Bank-Produkte - gäbe, die sind kompliziert, es gäbe auch solche Produkte, die sind sehr kompliziert und kaum zu verstehen und, nicht zuletzt, gäbe es in letzter Zeit immer häufiger Produkte von solcher Art, die nicht einmal mehr deren Entwickler verstünden.

Und zu guter Letzt - und das dürfte nicht unbekannt vorkommen -, ich denke, ich habe es begriffen, dass ein Unternehmen Gewinn macht oder in (naher) Zukunft Gewinn machen sollte, bedeutet, es wäre bestimmt ganz nett mir davon ein paar Aktien zu kaufen - es kam(en) (ein) Analyst(en) und ...

Hermine sagt: Recht unpikant.
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