Freitag, 18. Dezember 2009

Na also

Nun ist es endlich wieder so weit: Schnee ist angedacht; Geschenke sind angedacht; Weihnachtsstimmung und so weiter sind angedacht - und Urlaub ist.

Hermine sagt: Tschüss bis Anfang nächsten Jahres.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

ADAC ist erstklassig

Alles zurück! Fast alles zurück! Ich muss schon sagen, heute morgen war ich froh, dass ich seit langen, langen Jahren ADAC-Premium-Mitglied bin. Ich hatte heute nacht schon geahnt, dass unser Auto heute morgen ein ganz komisches Geräusch von sich geben wird.

Ich steige also heute morgen in unser Auto, starte es - und es macht nur noch einen ganz kurzen ächzenden Ton und danach nur noch so schnell knatternde Töne wie aus einer Elektropistole. Mist. Aber geahnt hatte ich es ja schon. Auto und Garage wieder zu - ADAC anrufen: Wunderbares Gespräch; schnell drangekommen; mit freundlicher Routine Kurzinfos eingeholt, klar und nett darüber aufgeklärt was als nächstes passieren wird. Wie besprochen: kurze Zeit später kündigte der Gelbe Engel telefonisch an, dass er in ca. fünf Minuten bei mir sein wird; hört sich das Malheur kurz an, sagt, klingt nach Batterie; misst kurz durch, ja die Batterie; er fragt mich, ob ich gleich in die Werkstatt fahren wolle, mit Glück könnte ich, wenn ich das Auto jetzt ausmache es gleich wieder starten - eben nicht. Ich fragte nach dem Preis einer Batterie (ich habe null Ahnung von irgendwelchen Autodingen); ohne sich in irgendeiner Form aufzudrängen - im Gegenteil, ich musste ihm eher das Geständnis abringen -, stellte sich heraus, dass er genau die passende Batterie an Bord hat, und das auch noch in sehr guter Qualität (neu sowieso). Also alte Batterie raus, neue Batterie rein, fertig! Das nenne ich Problemlösung!!

Fazit: Ich bin froh, dass wir unsere alte Batterie wirklich bis auf den allerletzten Tropfen aufgebraucht haben; da ging absolut gar nichts mehr. Ja, ich weiß, manche werden sagen, wie kannst du nur, die Batterien gibt´s beim Baumarkt (zum Beispiel) doch viel, viel billiger. Das interessiert mich aber nicht. Erstens habe ich keine Ahnung von den Dingern, geschweige denn, dass ich wüsste wie man die Dinger aus- beziehungsweise einbaut. Zweitens bin ich immer für Qualität. Die ADAC Batterie beziehungsweise jetzt ja die Meine Batterie ist eine VARTA; und ich weiß noch, dass VARTA zuverlässig und sehr gut ist! Der Rest interessiert mich nicht.

Zum Fazit dazugehörend: Normalerweise hätte das so ausgesehen, dass ich in unsere Vertragswerkstatt gefahren wäre, die hätten mich dort angeguckt und gesagt, dass das jetzt aber nicht sofort ginge, ein bisschen würde das schon noch dauern, und am Ende hätte ich dann die wohl ebenfalls vorzügliche Batterie plus Arbeitszeit plus meine angenagten, aber nicht bezahlbaren Nerven als Rechnung gesehen. Nein. Dann lieber so.

ADAC ist erstklassig!

Hermine sagt: Na, da bin ich glücklich.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Zwei lernen

Ich weiß gar nicht, ob mich das mit dem Hamburger Abendblatt überhaupt kümmern sollte. Alle regen sich irgendwie darüber auf: Die wollen sich jetzt ihren hochwertigen Online-Beitrag zur deutschen Zeitungskultur bezahlen lassen!

Ich finde das wahnsinnig interessant; ich hätte es nur noch anders gemacht:
Ich hätte mir gedacht, dass durch die bezahlten Inhalte jetzt jede Menge Gelder reinkommen werden. Von daher hätte ich schon im Vorfeld, bevor diese mörder Aktion gestartet wird, nur noch ganz tolle Journalisten herangezogen - keine stumpfen Agenturen-Abschreiber mehr. Jeder einzelne von diesen hochwertigen Journalisten hätte künftig recherchiert auf Teufel komm raus; die hätte ich sowieso selber gar nicht mehr scharf machen müssen, das wäre von vornherein deren Ehrenkodex gewesen, vorher wäre bei denen nichts rausgegangen; und nur noch echte, authentische und autorisierte Interviews würden abgedruckt werden.

Als nächstes hätte ich schon mal gleich eine Verwaltungskostenfalle aus dem Wege geräumt: ich hätte die Beitrags-Fotos (Fotobeiträge) einzeln zugedeckt ; 50 Cent fürs Sehen müssten gehen. Die Fotografen hätten sich dann nicht mehr mit den Schreibern duellieren müssen, das Geld wäre direkt in die Taschen dieser ebenfalls hochqualifizierten Fotografen geflossen.

Und dann käme die Krönung des Ganzen, der Clou. Wenn schon, denn schon. Für die geliebten Leser soll das ja schließlich auch ein wenig spannend sein: Ich hätte unterteilt in Normal-Leser und in Premium-Leser. Die Premium-Leser bezahlten eine monatliche Grundgebühr, erhielten im Gegenzuge aber Double-The-Fun.

Folgendes: Die Normal-Leser blättern per Mausklick chronologisch Abschnitt für Abschnitt eines Artikels auf; sie können wählen weiterlesen oder nicht; pro Mausklick würde ich gerne 75 Cent abziehen, das müsste gehen. Nun aber, die Premium-Leser, sie zahlen eine monatliche Grundgebühr, sagen wir 5 Euro 20 – zu wenig um in diesen Kreisen Nein sagen zu können (was du liest das Abendblatt nicht?), zu viel dafür, dass nun wieder alle angelaufen kommen.

Der erwähnte Clou ist jetzt jenes: Die Artikel für die Premium-Leser sind die gleichen wie für die Normal-Leser - Gerechtigkeit muss sein. Der Premium-Leser kann jedoch einfach irgendwo im Artikel anfangen, sich die Leseabschnitte aufzuklicken, er muss sich nicht an die Chronologie halten – und hat somit die Chance auf die begehrten Joker zu stoßen! Die Joker gewähren zwei Freiklicks, kostenlose Klicks! Das heißt, trifft der Premium-Leser auf einen Joker, so kann er zwei weitere Abschnitte eines Artikels für Umsonst lesen. In der Summe: Der Premium-Leser bezahlt 75 Cent pro wahllos(!) freiklickbarem Abschnitt, und er hat die Möglichkeit 1 Euro 50 zu sparen, indem er während seiner Leseaktion einen Joker erwischt. Toll!

Apropos, Oliver Kahn (Ex-Torhüter) hat Jens Lehmann (Torhüter) ob seines Ausrasters (= fieses Foulspiel) zum Rücktritt (von allen seinen Ämtern) geraten. Na, der Oliver Kahn muss es ja wissen.

Unfassable. [Un-fasse-bill; französisch ausgesprochen: Ühn-fa-ssaable]

Hermine sagt: Ich sage nur WWGT.*

*Die liebe Hermine deutet hier natürlich hin auf Jeff Jarvis´ Buch Was würde Google tun?.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Distress heutigentags

Wer es an die Spitze bringt, auf dem lastet in der Tat ein Leistungsdruck, wie es ihn nie zuvor gegeben hat. Die Informationsflut aus dem Computer überschwemmt ihn, nicht sofort zu reagieren kann tödlich sein, die Kommunikation mit allen Winkeln der Welt fordert ihm höchste Präsenz in jeder Sekunde ab. Obendrein plagen ihn Versagensängste; von Missgunst umlauert fühlt er sich sowieso.

Da greifen viele Manager nachts zu Schlaf- und am Tag zu Aufputschmitteln: smart drugs (Muntermachern) oder brain boosters (Denkbeschleunigern, Hirnkompressoren). Erst recht droht ihnen dann über kurz oder lang das Burn-out-Syndrom: das Gefühl, ausgebrannt zu sein, die Depression nach dem Dauerstress - und schließlich der Herzinfarkt, zynisch der Ritterschlag der Leistungsgesellschaft genannt.

Dazu natürlich immer wieder die Lust an der Macht, am Status, am Geld, manchmal sogar ein Triumph. Der Sturz eines großen Bosses aber ist besonders tief, mit wie vielen Millionen er auch abgepolstert wäre: Da ist er plötzlich ein Admiral ohne Schiffe. Da erleidet er im Wohlstand denselben Frust wie der gemeine Arbeitslose. Ja: Das erzwungene Nichtarbeiten ist ein klassisches Unglück geworden, im Lebensgefühl der meisten Betroffenen wie in der öffentlichen Meinung.

Der Muße oflegen wie die reichen Griechen und Römer? Sich in Gott versenken wie Thomas von Aquin? Das schaffen wir nicht mehr. Auch gibt es kaum noch so schöne Berufe wie den des Schäfers oder des Kuhhirten: Da musste man, bei herzlich wenig Tätigkeit, vor allem ein offenes Auge und eine fürsorgliche Gesinnung investieren - und sah doch Sinn in solchem Leben.

Sich in sinnfreiem, sinnlosem Nichtstun einzurichten, dazu ist ein erhebliches Quantum an Initiative und Phantasie vonnöten - es sei denn, man wäre in eine Gesellschaftsschicht eingebettet, die, noch im 20.Jahrhundert in England, die ewige Freizeit guten Gewissens genoss und sie mit kurzweiligen Bräuchen ausgestattet hatte. Die englische Oberschicht, schrieb David Brooks 2006 in der New York Times, «führte ein Leben in verhätscheltem Müßiggang (cosseted leisure), der nur durch Alkoholmissbrauch, Ehebruch und Jagdunfälle unterbrochen wurde».
(a.a.O., S.186f.)

Lit.:
Schneider, W.: Glück! Eine etwas andere Gebrauchsanweisung. Reinbek bei Hamburg 20071.


Hermine sagt: Kuddel* sagte so herrlich was von wegen die Seele baumeln lassen.

* (= Kurt T.)

Montag, 14. Dezember 2009

Altersvorsorge

Da wird immer beschworen: Sorgt für euer Alter vor!

Und dann werden uns die entsprechenden Produkte um die Ohren gehauen: Immobilien, Ü-Eier, Zinn, Gold, Schlumpffiguren, Riester, Kunst – jedes für sich genommen, soll angeblich seinen eigenen Wert ver-x-fachen oder mindestens doch eine enorme Rendite abwerfen. - Mit einem Produkt beziehungsweise mit einer Kombination (Stichwort Risikostreuung) hätte man dann für das Alter, den letzten Lebensabschnitt ausgesorgt. Quatsch, sage ich.

Ü-Eier, Zinn, Schlumpffiguren sind Modeerscheinungen - nicht mehr.

Immobilien haben gar nicht zu unterschätzende Folgekosten; und das sie steuerbegünstigende Objekte wären, ist nicht mehr als ein Wunschtraum (man darf raten von wem).
Und dann soll man in ein (Pflege-)Heim und muss zusehen, dass man die Immobilie los wird - und das ganz schnell; und im Zweifel völlig unter Wert.

Und dann haben wir da noch Gold beziehungsweise Schmuck. Wie viel soll man denn da kaufen, dass es auch tatsächlich Sinn machen würde?

Kunst? Für den Normal-Anleger? Ich bin kein Experte (wer ist das schon!) und ich kann schon gar nicht irgendwelche Kunst-Markt-Kapriolen einschätzen beziehungsweise voraussehen.

Und schon gar nicht will ich mir etwas auf einen Titel Riester-Meister einbilden müssen; das hieße am Ende, wenn es darum ginge, nämlich nur, dass ich Riester-Steuer-Meister sein würde.

Ich behaupte, man soll immer erst kurz zuvor eine Richtungsentscheidung fällen: denn dann wird es sich – und dies mit absoluter Gewissheit – sowieso noch einmal völlig anders darstellen als man es noch vor Jahren beziehungsweise vor Jahrzehnten zu sehen vermeinte.

Eines der schönen Mottos von heute: Lebe den Tag. Du kannst fast nichts planen! - Und nichts wird so heiß gegessen wie es in den Medien von den Medien (gerne) gekocht wird!

Hermine sagt: Ich will ´ne Straußenfeder.

Freitag, 11. Dezember 2009

Patent

Ich empfinde mich als intrinsisch motivierter Vor-mich-hin-Schreiber, hier auf Blogger punkt com.
© Reinhardt Fischer

Hermine sagt: Patent, patent.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Empfindsamkeit

Daß das Jahr bei der Flak mir weniger verloren scheint als das nächste, hat in erster Linie mit Freunden zu tun. Das Glück des Anerkannt-Werdens, das Heilsame des Sich-aussprechen-Könnens und die Pflicht des Zuhörens lernte ich durch sie kennen; ich wurde gezwungen, meine krausen Gedanken durch Formulierung zu klären und zum Selbstschutz die Fähigkeit auszubilden, auf die eigne Empfindsamkeit nicht ständig böse zu sein.
(a.a.O., S.154)

Lit.:
de Bruyn, G.: Zwischenbilanz. Eine Jugend in Berlin. Frankfurt am Main 1992.

Hermine sagt: Doch, ich will.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Müde

Ich bin heute mal müde; aber so richtig müde.

Hermine sagt: Ich kann hüpfen, springen und summen.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Acer oder Hewlett Packard

Ich bin mir ja wirklich vollkommen uneins: soll es Acer oder Hewlett Packard sein; Hewlett Packard oder Acer.

Zuverlässig sind beide, dieses Kriterium ist für mich immer eines der stärksten - egal ob Menschen, Autos oder eben Rechner.

Schick sind auch beide auf ihre Art, Hewlett Packard beziehungsweise Acer; die Rechner sehen wirklich schnittig aus.

Die so genannte Internetpräsenz der beiden unterscheidet sich hingegen prägnant: Acer bevorzugt wohl englisch sprechendes Publikum beziehungsweise Publikum, welches auf englische Reizvokabeln irgendwie bewusst/wissend oder unbewusst/unwissend reagiert. Hewlett Packard´s Internetauftritt in Deutschland zeigt, dass die Verantwortlichen erstens wissen, dass es sich hierbei um ihr Geschäft in Deutschland dreht, und dass sie, zweitens, sich um die hiesige, die naturgemäß deutsch sprechende Kundschaft bemühen wollen. Das finde ich noch schicker und noch sympathischer.

Hermine sagt: Hewlett wie? HP fände ich gut.

Montag, 7. Dezember 2009

Übersteuert

Steuern müssen wirklich erleichtert werden. Wenn schon ein Steuerberater sagt, er könne erst aktiv werden im Frühjahr des nächsten Jahres, weil dann erst das Programm da ist.

Hermine sagt: Meine gelbe Barchetta untersteuert; sie heißt Zitrone.

Freitag, 4. Dezember 2009

Vier Fragen und mehr

  1. Sind Moscheen und Minaretts dasselbe?

Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist bei uns in der Verfassung verankert; von daher:
  1. Könnte uns das Fernsehen bitte mal zeigen wie da die Frauen so in eine Moschee zum Gottesdienst gehen? - Wie heißt das da eigentlich anstelle von Gottesdienst?
  2. Wie ist das eigentlich heutzutage noch um die Zwangsehen, die versprochenen Ehen (auch unter Verwandten wievielten Grades) bestellt?
  3. Ich höre doch ziemlich aktuell immer mal wieder sogar noch was von Steinigung?
Und noch so ein zwei Fragen, Ungereimtheiten und sowas eben stellen sich mir:
  1. Ist der Islamismus ganz eindeutig (eineindeutig) von Moscheen beziehungsweise Minaretten zu unterscheiden?
  2. Wie ist es zum Beispiel in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Österreich um Moscheen bestellt?
Und zum Schluß denke ich immer noch über Folgendes nach:
  • Was war das damals eigentlich genau für ein Problem mit dem armenischen Volk und der Türkei?
  • Sollte man denn nun wirklich zu einem Bankenboykott aufrufen?
  • Wünsche ich mir die direkte Demokratie auch für die Bundesrepublik Deutschland? (Meinetwegen auch in abgeschwächter Form, denn die Schweizer stimmen ja nun wirklich über jedes Alles-und-Nichts ab.)

Hermine sagt: Kennst du eigentlich noch Opa Otto?

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Bob Dylan

Eine ganze Zeit lang habe ich ja gedacht, oh dieser Bob Dylan ist nicht so richtig was für mich, wegen Baez ..., Woodstock ... und so komische immer gleich tönende Texte. Aber, ich muss sagen, weit gefehlt, seit ich diese CD gesehen und dann abgespielt habe:
Bob Dylan ist mithin sehr wohl etwas für mich. Drauf gekommen bin ich übrigens über die DVD Clapton + Friends in Concert (Madison Square Garden); hier hatte Dylan einen Gastauftritt.

Hermine sagt: Meintswegen.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Schweiss I

Ein altes Naturgesetz: Wer viel schwitzt, muss viel wischen.

Hermine sagt: Das habe ich gewusst.

Montag, 30. November 2009

Fragebogenprodukte

Jetzt habe ich doch tatsächlich ein Interview per Produktfragebogen absolviert, und das obwohl ich weiß, dass es Unsinn ist; ich halte nicht viel davon. Ich kann in dem Fall nicht zu meiner eigenen Tat stehen.

Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass aus so einer Produktfragebogenaktion vielmehr nur Fragebogenprodukte herauskommen. Die Bezeichnung legt es schon nahe: Fragebogenprodukte bilden eben nicht die wahren Bedürfnisse der Verbraucher ab.

Die Tradition der Produktfragebogen unterstellt noch heutzutage, dass es nur das ideale Produkt geben müsse und schon wäre die perfekte Kundenbindung, nämlich eine Einehe mit dieser Firma beziehungsweise mit diesem Produkt geschaffen - das klappt heutzutage Gott sei Dank so nicht mehr. Und noch etwas klappt heutzutage gottseidank nicht mehr: Dass sich Daimler-Benz 1971 den Airbag patentieren lässt und ihn der großen und kleinen Kundschaft wie lange vorenthält.

Vor den alten - gar nicht goldenen - Zuständen können wir nur bewahrt werden, indem Unternehmen an ihren Bestrebungen Oligopole zu schaffen nachhaltigst gehindert werden (können).

Hermine sagt: Gibt´s eigentlich noch den Käpt´n Nuss?

Mittwoch, 25. November 2009

Dr.John and The Lower 911

Ich weiß gar nicht, ob dieser Dr.John (Dr.John and The Lower 911) schon an und für sich einen höheren Bekanntheitsgrad hat; ob der was ist, ob der was kann.

Jedenfalls gefallen mir die Titel auf der CD: City That Care Forgot ausnehmend gut.

Hermine sagt: Der sieht so komisch aus, den mag ich nicht.

Dienstag, 24. November 2009

Brangelina

Angelina Jolie und Brad Pitt.

Bisher ahnte ich nur, weshalb mir dieses Prominenten-Paar schon immer zusagte - jetzt weiß ich es. Obwohl, ehrlich gesagt: ich weiß den Grund für mein Brangelina-Mögen ja doch schon länger - ich wollte es hier nur mal zu Ehren eines konkreten Anlasses verkünden dürfen.

Hermine sagt: Brang-dscheliena.

Montag, 23. November 2009

Jedes Grundrecht

Im Rahmen des für Migranten angedachten Deutschlandvertrages - der wohl schon aus historischen Gründen anders heißen müsste, nämlich z.B. "erweiterter Integrationsvertrag" -, habe ich heute irgendwo gelesen - ich weiß nicht mehr wo -, dass es hierbei darum ginge, dass Migranten im Rahmen eines solchen Vertrages unterschreiben müssten, dass sie im Rahmen ihrer Integration in die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für die Meinungsfreiheit oder die Gleichberechtigung der Frauen eintreten würden; Migranten sollten sich stark machen für die Meinungsfreiheit oder die Gleichberechtigung der Frauen - stand da zu lesen.

Es muss ja wohl heißen: ...für die Meinungsfreiheit und die Gleichberechtigung der Frauen.... Auch wenn wir obiges oder im umgangssprachlichen Schriftdeutsch richtig als ein und interpretieren, finde ich, so sollten die Medien (Fernseh-, Radionachrichten, Presse) doch gerade in solchen Fällen immer wieder auf eine korrekte Ausführung achten. - Es gibt die Grundrechte bei uns in der Bundesrepublik Deutschland nur im Gesamtpaket, ohne wenn und aber; aussuchen ist da nicht!

Hermine sagt: Ich fühle mich gleichberechtigt.

Freitag, 20. November 2009

The Green Mile

Gestern Abend habe ich ihn mir angesehen, auf VOX, den Fernsehfilm „The Green Mile“ (von 1999); ich hatte es mir schon seit langen Jahren vorgenommen; er wird ja schließlich immer feiertagsnah wiederholt. Nun, gestern konnte ich es endlich einrichten ihn mir anzuschauen; damit bin ich wahrscheinlich mal wieder einer der letzten Eingeweihten. - Für mich waren es jedenfalls dreieinhalb Stunden Hochspannung, angenehme.

Es war ein ewiges Auf und Ab der Emotionen in dem Film. Tom Hanks war (mal wieder) unschlagbar gut; von ihm erwarte ich aber auch schon fast nichts anderes mehr. Dann war da aber noch dieser Michael Clarke Duncan. (Spielt der auch noch in anderen Filmen mit?) Er stellt den John Coffey (nicht ganz Coffee) dar und zwar auf eine für mich absolut beeindruckende Weise: So ein Riese, und doch so viel Ausdruck, der sich immer zwischen Zweifel an seiner Wahrhaftigkeit, Mitleid für ihn, Behäbigkeit und Bewunderung für ihn zu bewegen hatte. Für mich ist er der zweite Hauptdarsteller gewesen; ob das filmtechnisch so stimmt, weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht. (Übrigens: Den Schweinchen-Babe-Mann habe ich in der Rolle des Gefängnisdirektors auch wiedererkannt.)

Der Film strotzte nur so vor Gewalt beziehungsweise vor Androhungen von Gewalt (Aggressionen) und bedrückenden Szenen; es war aber eben nicht diese übertriebene Sorte – denn alle diese Szenen stellten Fragen an den Zuschauer: Für oder gegen die Todesstrafe? Wozu Vorurteile gegenüber Schwarzen? Tragen Strafen zur Läuterung bei? Warum eigentlich diese scheiß Aufteilung in „Hochwertig“ und „Minderwertig“? Wie kann man Mäuse so dressieren – ist das sinnvoll? Beruht das alles auf wahren Begebenheiten? Sind wir sicher, dass solche repressiven Systeme nicht wieder in unser Leben, in unsere Demokratie zurückkehren können? u.a.m. - Der ganze Film spricht ein eindeutiges, beeindruckendes Plädoyer für die Menschlichkeit!

Und Ja, ich gebe es zu: in meinen wenigen Anflügen von Hybris wünschte ich mir manchmal ich könnte so heilen und in die Verteilung von Gut und Böse eingreifen wie dieser John Coffey; es waren faszinierende, beeindruckende Bilder für mich.

Hermine sagt: Gruseliger Film war das.

Donnerstag, 19. November 2009

drohen andersherum

Ich kann mich darüber aufregen: In den Medien wird bezüglich Vergehen im Straßenverkehr immer wieder geschrieben und gesagt
  • es drohen der und der Person soundsoviel hundert Euro Bußgeld, soundsoviel Punkte und ein dreimonatiges Fahrverbot

So lauteten auch heute gerade erst wieder die Meldungen im Falle des Boxers Arthur Abraham. In diesem Fall ist die Person übrigens doppelt so schnell gefahren als erlaubt gewesen ist. ("Bild" hat in ihre Meldung noch Sozialneid ins Spiel gebracht, was die "Bild" einerseits um ein paar Tausendstel rehabilitiert; andererseits ist das eben nur "Bild"-spezifische Zugabe, mehr nicht.) - Ähnliche Beispiele aus dem Bereich der A-Z-Prominenz gibt es zuhauf.

Obiger Meldungstext suggeriert, jemand (die Öffentlichkeit, die Gesellschaft) würde drohen diesen Leuten etwas wegzunehmen.

Nein! Genau andersherum ist es: Diese Leute drohen anderen Menschen das Leben zu nehmen, mit ihrem komplett verantwortungslosen und selbstverliebten (Gockel) Tun; denn Handeln nenne ich so etwas nicht - das würde denken voraussetzen.

Hermine sagt: Sag mal, Kikerikiiiiii.

Mittwoch, 18. November 2009

Buß- und Bettag

Der Buß- und Bettag ist heute.

Der Buß-und Bettag ist mindestens einer der höchsten, wenn nicht der höchste Feiertag der evangelischen Kirche.

Der Buß- und Bettag war auch mal ein gesetzlicher Feiertag; d.h., das war für uns Freizeit - das ist noch gar nicht lange her, nur einige wenige Jahre.

Und kein Mensch hat was gesagt:
  • Ja, wir schaffen ihn ab - hat jeder gesagt.
  • Ja, das schafft mehr Wirtschaftskraft - hat jeder abgenickt.
  • Ja, die Katholiken sind wichtiger - hat jeder unterschrieben.

Noch so einer dieser Verrate der SPD an den Arbeitern und Angestellten - aber die haben ja jetzt ihr Fett weg; da soll ich mal jetzt nicht auch noch so meckern und draufhauen. Die armen Lütten - und merken tun die ja sowieso schon lange nichts mehr in ihrer Puppenstube fernab ihrer Brötchengeber, den Arbeitern und Angestellten!

Komisch: in Sachsen gibt´s den Buß- und Bettag noch als gesetzlichen Feiertag! Die bräuchten doch mehr angekurbelte Wirtschaftskraft als die meisten anderen?! Die Sachsen sind über die Jahrzehnte des DDR-Regimes doch noch mehr von der Kirche entwöhnt als andere Bundesländer; nämlich schon mit der Muttermilch? Oder: Hat das etwa was mit Sponsorengeldern für diese Dresdner-Liebfrauenkirche zu tun - oder wie immer das Ding heißen mag; ist die nicht aber sogar katholisch oder wie oder was? Mindestens Eines erscheint mir demnach sicher: Nörgeln-und-damit-Erfolg-haben können diese Sachsen!

Hermine sagt: Ich vermisse ihn sehr, den Buß- und Bettag!

Dienstag, 17. November 2009

Pellkartoffeln schälen

pellkartoffeln schälen und alle klein schneiden (für einen kartoffelsalat), mache ich gar nicht gerne.

man kann eigentlich gar nichts falsch machen; mich beschleicht hingegen nichtsdestotrotz beim pellkartoffelnschälen und pellkartoffelnkleinschneiden (für einen kartoffelsalat) beständig das gefühl, ich machte etwas verkehrt.

hermine sagt: Oh...

Montag, 16. November 2009

Grosse Haufen machen

Da wollte ich doch vor kurzem - und hatte auch schon damit begonnen - auf WordPress punkt com alle meine oft doch recht lang geratenen Posts mit dem von mir erst kurz zuvor - ja, ich gebe es zu - entdeckten more-Element, für weiterlesen versehen und damit (willkürlich) abkappen.

Abgesehen von der doch recht mühsamen und für mich viel zu zeitaufwendigen Fron, dachte ich mir dann doch letzten Endes, was soll das eigentlich, warum sollte ich in ein altes, längst überwunden geglaubtes Muster zurückfallen und mich kleiner machen als ich bin.

Meine Artikel sind doch schön, jeder kann sie doch lesen und sich gleich in ihrer ganz Pracht betrachten? Was soll das Verstecken?

Ich brauche keinen Teaser nich´.

Hermine sagt: Tirili-tirila-tiri-hoppsassa.

Freitag, 13. November 2009

Warum Tod

Ich will doch mein Leben, welches ich jetzt führe, bis in alle Ewigkeit weiterleben. - Warum dann dieser Mist mit dem Tod?

Hermine sagt: Das ist auch meine Question.

Donnerstag, 12. November 2009

Gewichtsreduktion I

Ich bin froh: Vor nicht allzu langer Zeit füllte ich gewisse Hemden (keine Namen) stramm aus. Genau dieselben Hemden tun heute so als würden sie mich nicht kennen; sie halten großen Abstand.

Einige Kilos dürfen sich immerhin noch von mir verabschieden: Karten sind schon raus.

Hermine sagt: Leberknödel.

Mittwoch, 11. November 2009

Schick

Letztes Mal habe ich doch glatt irgendwo verstanden: The world has gone black before my mind...

Hermine sagt: Schick.

Dienstag, 10. November 2009

Scrubs 8

Wo bleibt eigentlich die 8.Staffel (auf DVD) meiner lieben Scrubs, in Deutschland.

Hermine sagt: Bald sind wieder die lieben Weihnachtsmärkte.

Montag, 9. November 2009

Wachsende Unentschlossenheit I

Es steht zu vermuten, dass ich folgende Befürchtung hege und pflege:
Ich werde nach der Entscheidung für die eine Wahl, etwas von der anderen Möglichkeit vermissen.

Ich befürchte nicht etwas in meinem Leben zu verpassen; das ist es nicht. Ich haste und hechte keineswegs durch mein Leben - im Gegenteil.

Die Wahl für das Eine oder für das Andere ist das Problem. - Gar der drohende Verlust des Anderen?

Hermine sagt: Auch interessant.

Freitag, 6. November 2009

Schweinegrippe II

Gestern sind mir zum Thema Schweinegrippe und Impfung zwei Seiten aufgefallen; es sträuben sich mir noch jetzt die Haare.

Meine persönlich größten Aufreger in loser Folge:

  • Man ist Egoist, wenn man sich nicht impfen lässt, so wird gesagt. Die Überlegung - hier ohne Wertung - ist, dass kein Geimpfter einen anderen Menschen anstecken kann.

    Es ist ein Vertrag über 50 Millionen Impfdosen abgeschlossen worden. Damit können 30 Prozent der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten; es sind zwei Impfungen für einen kompletten Impfschutz notwendig. Nun ist noch zu berücksichtigen, dass nur ein Bruchteil der Geimpften auch wirklichen Impfschutz besitzt (allgemein 50-60 Prozent; im Falle der Schweinegrippe angeblich 80-90 Prozent). Das heißt, eine komplette Durchimpfung der Bevölkerung ist unmöglich.

    Für mich sind demnach diejenigen die Egoisten, die die Dringlichkeitsrangfolge für zu impfende Personengruppen missachten; frei nach dem Motto: Was ich hab, das hab ich.
  • Ein anaphylaktischer Schock wird als mögliche Nebenwirkung einer Impfung ausgewiesen.

    Wohlgemerkt: ein anaphylaktischer Schock verläuft unbehandelt in der Regel tödlich. Ein anaphylaktischer Schock stellt sozusagen die Spitze einer allergischen Reaktion dar.
  • Eine Allergie auslösen kann per Definition jedes Fremdeiweiß; es wurde z.B. so niedlich darauf hingewiesen, dass sich in dem einen Impfstoff ein Protein befindet - so als fiele dieses Protein eher noch in die Kategorie Lebensmitteleiweiß.

    Ein anaphylaktischer Schock kann sofort, aber auch (stark) verzögert auftreten - (lange) nachdem man die Impfstelle verlassen hat.
  • Es wird darüber spekuliert, ob Kinder unter beziehungsweise über drei Jahren mit den vorhandenen Impfstoffen einigermaßen risikolos geimpft werden können. Ein paar Impfkomplikationen würden wohl schon in Kauf genommen werden.

    Ich weise hier, stellvertretend, nur auf die Impfenzephalitis hin, die gerade auch bei Kindern gehäuft als Impfschaden auftritt. (Enzephalitis = kurz gesagt: Hirnentzündung, mit zumeist irreparablen Schäden, die den Menschen als Ganzes betreffen. Man möge sich nur ruhig die Bilder dazu anschauen (z.B. Google).)

    Solche und andere Impfschäden können auch noch Jahre nach der eigentlichen Impfung auftreten: Das Einklagen von zustehendem Schadensersatz wird dann jedoch besonders schwer; die Zähigkeit von Ärzten und Krankenkassen in solchen Fällen ist Legende.

Angemerkt seien noch zwei Dinge:
  1. Der Impfstoff (für die Schweinegrippe) kann immer nur spezifisch sein für den momentan aktuellen Erreger.
  2. Sobald der Erreger mutiert ist (Virusshift/Virusdrift) muss ein neuer Impfstoff her. Der alte Impfstoff ist dann obsolet - und somit auch ein etwaiger Impfschutz: Auch das Risiko für Imfkomplikationen beziehungsweise für Impfschäden beginnt wieder bei Null.

    (Der Impfstoff für die normale Grippe (Influenza) diesen Jahres ist übrigens nur spezifisch für den Erreger der Vorsaison.)

Von mir angemerkt sei nur noch - wichtig:
  1. Viel trinken!
    Gerade jetzt trocknen die Schleimhäute besonders schnell aus. Nur gut befeuchtete Schleimhäute können die volle Kraft der körpereigenen Immunabwehr gewährleisten. Sind die Schleimhäute trocken beziehungsweise nicht ausreichend befeuchtet, nisten sich Krankheitserreger sofort auf ihnen ein und beginnen direkt von da ihr Werk.
  2. Hygiene!
    Aber nicht anfangen und auf einmal alles desinfizieren. Häufiges Händewaschen ist wichtig.

    Bei besonderer Exposition sollte daran gedacht werden sich mit Mundschutz und eventuell Einweghandschuhen zu schützen. - Man muss Menschenansammlungen, in denen gehustet und geprustet wird, vielleicht auch nicht immer geradezu suchen.

Ich kann einfach nur immer wieder zwei wirklich schicke Seiten mit seriösen Hintergrundinformationen empfehlen.

Ganz nett für (stramme) Impfgegner finde ich dieses.

Hermine sagt: Ich kraule so gerne die Lämmer und die Ferkel.

Donnerstag, 5. November 2009

Wachsende Unentschlossenheit

Jetzt war der Tod da, und meine Unentschlossenheit steigt, in manchen Dingen, nicht in allen.

Ich vermute, dass dieser so manches Mal von mir selbst beklagte Wesenszug wirklich ursächlich im Zusammenhang mit meinen Erfahrungen und meiner Einstellung zum Tod steht.

Manchmal nervt mich das schwer, aber nicht zu sehr, so dass es etwa gar meine Lebensqualität beeinträchtigen würde. Von daher kann ich mich also voll auf die Arbeit an meiner Einstellung zum Tod beziehungsweise auf eine lebensfreundliche Änderung derselben konzentrieren und darauf setzen, dass sich meine (bisher steigende) Unentschlossenheit auf ein verträgliches Maß einbalanciert.

Eventuell bin ich ja auch einfach nur der kreative Typ(us).

Hermine sagt: Mir geht´s so einigermaßen.

Mittwoch, 4. November 2009

Tod und Veränderung

Das Geringste, was der Tod darstellt, ist eine Zäsur im Leben - auch für die vom Tod nicht direkt Betroffenen.

Das heißt, meine persönliche Veränderung wird (hoffentlich) die sein, dass ich meine Invektiven zurückfahre: Meine Erkenntnis ist, dass ich dadurch sowieso nichts ändere, nichts in punkto Kinderpornographie und nichts an den (wenigen) Fehlentwicklungen in der Politik, nichts an der grassierenden Doppelmoral und so weiter und so fort - nur mein eigener Energiehaushalt, in Form meiner Nerven, wird unnötig beeinträchtigt.

Ich werde mich zukünftig mehr an Loriot (und Feyerabend) halten - die Ordnung unterwandern durch Gags. Ich fand Loriots Sentenz so schön und beruhigend - gerade auch im Hinblick auf das bereits zur Genüge erwähnte aktuelle Todesereignis: Ich bin Pessimist im Kleinen (Alltag) und Optimist im Großen. - Es wird sich alles qua Selbstorganisation zum Guten finden!

Hermine sagt: Hü-hüpf.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Tod war da

Nun war er eingetreten, der Tod.

Hermine sagt: Ruhe in Frieden, lieber Vater...

Razzia in USA

So ein schnittiges und vor allem konsequentes Vorgehen - selbst, wenn auch das nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre - gegen Kinderpornographie beziehungsweise gegen Kinderprostitution wünsche ich mir auch mal für Deutschland.

Montag, 26. Oktober 2009

überzogene Gewaltdarstellung

Gestern hatten wir uns dazu entschlossen, nach langer Zeit mal wieder einen Sonntag zuhause zu bleiben. Zum Abschluss sollte es dann der James Bond 007: Casino Royale sein.

Das waren doch eigentlich immer diese eher etwas edleren Action-Filme für die ganze Familie; mit Q und seinen technischen Spezialitäten, M, Bond-Girl und mit brenzligen Situationen, aus denen es zumeist in allerletzter Sekunde und aber auf jeden Fall immer noch mit einer gewissen Eleganz und eben dem speziellen Bond-Charme einen Ausweg gab. Überwogen hatte immer der Bond-Stil.

In diesem Bond: Casino Royale war das alles völlig anders. Es ist mir vollkommen unverständlich wozu diese (großartige) Zurschaustellung von Brutalität, dieses dekorieren primitivster Gewalt gut sein soll. Ich meine diese Bond-Filme waren doch ursprünglich mal für ein breites Publikum ersonnen?

Nun, ich muss mich nicht wundern, heutzutage erreichen ja solche Filme wie Pulp Fiction immer gleich sogenannten Kultstatus. Ich hatte mir den damals auch angeschaut, den Pulp Fiction, und ich konnte es nicht begreifen, dass Menschen, die sich ansonsten sofort zusammenrotten (zu Recht!), wenn es um Rassismus, Antisemitismus, Rechtsradikale und ähnliche soziale Brandthemen geht, diesen vor grausamster Gewalt und Brutalität strotzenden Film als Kultfilm deklarieren konnten.

Ich habe mir fest vorgenommen: Ich schalte solche Filme sofort weg!

Ich ärgere mich, dass ich das gestern nicht auch gleich getan habe; ich dachte immer, ach, eine solche Szene, kein Problem, der Craig braucht als neuer Bond ja auch erstmal ein bisschen Tamtam - zum Ende hin, dachte ich mir, ach, gleich ist er sowieso vorbei der Film, und dann wollte ich nun irgendwie auch noch den Schluss sehen, obwohl ich mir hätte denken können, dass sich auch das nicht lohnen würde. Im Nachhinein war ich aber wenigstens froh, dafür nicht im Kino gewesen zu sein oder mir gar die DVD gekauft zu haben.

Hermine sagt: Uuuuh!

Freitag, 23. Oktober 2009

Schweinegrippe I

Wahrscheinlich wissen es schon wieder alle, und ich bin jetzt eben als letzter dran:
Es gibt, so finde ich, eine wirklich gute Seite bezüglich der sogenannten Schweinegrippe (= ulkigerweise auch Neue Grippe genannt, obwohl die Schweinegrippe schon einmal – Anfang des vorigen Jahrhunderts, wenn ich mich nicht irre – grassierte – und hieß der Erreger der Vogelgrippe mit Vornamen nicht auch H1N1-Virus?..., aber genug des Haarespaltens).

Auf dieser Seite wird – für mein Empfinden - seriös mit der Impfproblematik beziehungsweise mit möglichen Impfkomplikationen umgegangen (von Impfschaden will ich hier gar nicht einmal direkt reden).
Hat die Impfung Nebenwirkungen?
Ja! Wir haben ihnen den Inhalt der Packungsbseilagen der drei in Deutschland erhältlichen Impfstoffe Celvapan, Focetria und Pandemrix auf einer Sonderseite zusammengefasst. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung mit allen Gegenanzeichen und Nebenwirkungen. Wir möchten darauf hinweisen, das die Schweinegrippe unbehandelt in seltenen Fällen zu der Europäischen Schlafkrankheit (Encephalitis lethargica) und zum Tot führen kann. Ob man sich impfen läßt oder nicht, muss jeder selbst abwägen.

Wirkt die Schweinegrippe Impfung?
Weiterhin muss man wissen, dass ein Grippeimpfstoff erfahrungsgemäß einen Wirkungsgrad von 50 bis 60 Prozent hat. Das heißt, jeder Zweite, der geimpft wird, ist auch wirklich geschützt. Die Impfung wird nicht ihr absoluter Freibrief für die Schweinegrippe. Tests der Schweinegrippe Impfstoffe zeigten, das 80 % der Probanden nach der ersten Impfung geschützt waren, 90 % nach der zweiten. So lange die H1N1 Pandemie um die Welt geht (mindestens bis Sommer 2010) müssen sie verstärkt auf Hygiene achten.

Interessant finde ich auch, dass die Zahlen in Deutschland von 2 Toten nach Schweinegrippe sprechen. Bei knapp 20.000 Erkrankungen in Deutschland – bis 28.09.09 (eine Aktualisierung wurde mit diesem Datum eingestellt beziehungsweise auf Todesfälle beschränkt) – reden wir dann von welcher Mortalität? Welche Vorerkrankungen waren bei den Todesfällen bekannt, und welch lebensgefährdendes Verhalten hatten diese (bedauernswerten) Todesfälle sich zuvor bereits selbst angeeignet?

Also ich persönlich wäge ab und sage mir, ich warte nicht auf meine mir standesgemäße Impfkomplikation, sondern ich Verhalte mich vernünftig und beachte eine angemessene Hygiene (ich bin übrigens auch keineswegs adipös, Diabetiker, leide nicht an einer COLD und schon gar nicht bin ich Kettenraucher (sondern Nichtraucher); vgl.o. in Bezug auf die beiden Todesfälle in Deutschland). Ich kann demgemäß so eine Schweinegrippe in sieben Tagen auskurieren. Ich formuliere es mal ganz salopp: Bei Masern, Windpocken, Mandelentzündung, Mittelohrentzündung, Röteln oder bei einer kleinen Salmonelleninfektion habe ich auch immer noch, wenn auch manchmal mit Mühe, obsiegt.

23.10.2009 - In Schweden hat die Impfung gegen Schweinegrippe bereits begonnen mit fatalen Folgen. Wie das Magazin Expressen berichtete, erlitten 190 Krankenschwestern schwerste Nebenwirkungen nach der Impfung gegen Schweinegrippe. Verwendet wird in Schweden Pandemrix, der Impfstoff mit Adjuvansen, wie es auch in Deutschland ab kommenden Montag geplant ist. [...]
Lagen am 20.10. noch 30 Menschen wegen starken Impfreaktionen im Krankenhaus, waren es tags darauf bereits 140, wenige Stunden später 190. Zwei Todesfälle ereigneten sich ebenfalls bereits im Anschluß an die Impfung. Dieser Vorfall wird bisher von offizieller Stelle mit den Worten wegerklärt: "Es wurde keine direkte Verbindung mit der Injektion festgestellt". Annika Linde, Direktorin des schwedischen Institut für Infektions Krankheiten Kontrolle (SMI) sagte zu den Vorfällen: "Der Impfstoff hat mehr Nebenwirkungen als die normale Grippe-Impfstoff. Es ist ein Zeichen dafür, dass beweist, dass es einen wirksamen Schutz gibt." Der größte Medizinische Skandal in der Geschichte von Schweden hat begonnen. Wir sind nächste Woche dran. (Text: © Kiwi Vision, Daten: the flu case, expressen.se)
Online im Internet:
http://www.schweinegrippe-h1n1.seuchen-info.de/
(Stand: 23.10.2009, 16:16)

Ist übrigens schon aufgefallen, dass wir gar keine dauerstreikenden Ärzte mehr vorgeführt bekommen; dass die irgendwie auch gar nicht mehr meckern, so richtig? Desweiteren machte irgendwas in meinem Hinterstübchen klick, als ich hörte, dass die diesjährig aufgelaufenen Milliardendefizite bei den Krankenkassen ausschließlich aus gesteigerten Ausgaben auf Behandler- und Medikamentierungsseite resultieren. Wo lässt man sich impfen? Bevorzugt bei den besonders
inkompete
stark über ihre Finanzsituation lamentierenden Hausärzten; impfberechtigt sind die

komischerweis, äh unverständlicherweis, äh

nahezu alle.


Hermine sagt: Komm, hüpf jetzt endlich mit mir.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Korrekte Überweisung

Das nenne ich mal eine korrekte Überweisung, Herr Doktor:

Da hat 1982 ein deutscher Arzt ein 14-jähriges Mädchen mit einer Narkosespritze zu Tode gespritzt; so wurde er in Frankreich 1995 in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. Gemäß dem Vater des französischen Mädchens, wollte der deutsche Arzt das Mädchen narkotisieren, um es dann zu vergewaltigen! (Ja, solche Schweine gibt es auf dieser Erde; das sei denen gesagt, die die hedonistische Lebensweise bevorzugen beziehungsweise durch die Gegend latschen und sich denken - und sagen -, geht mich nichts an, Hauptsache ich.)

Nun ja, die deutsche Justiz hat diesen deutschen Arzt schön verarztet, gefüttert und nicht der französischen Justiz überstellt, weil die Todesursache des französischen 14-jährigen Mädchens nicht eindeutig festzustellen gewesen sei.

K. hatte seine Zulassung als Arzt 1997 in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs verloren. Das Landgericht Kempten befand ihn für schuldig, eine 16-jährige Patientin unter Narkose vergewaltigt zu haben. Er bekam dafür zwei Jahre auf Bewährung. 2007 wurde K. durch das Landgericht Coburg wegen Betrugs zu zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt, weil er seinen Beruf illegal weiter ausgeübt hatte.
Online im Internet:
http://de.news.yahoo.com/2/20091020/arzt_gefesselt_gericht.html
(Stand: 21.10.2009, 15:36)

Nun, so etwas ähnliches lassen sich Franzosen und einige (wenige) Deutsche nicht bieten: Nach mehr als 25 Jahren (Huhu, Herr Polanski!), haben sich jetzt einige Menschen kurzerhand dazu entschlossen diesen deutschen Schwerverbrecher an Händen und Füßen gefesselt in der Nähe des Mülhausener Justizgebäudes (Frankreich) abzulegen; woraufhin sie dann selbst entsprechende Stellen (über das Abzuholende) informierten.

Das nenne ich wirklich eine korrekte Überweisung! Schön.

Hermine sagt: Meine Schulter riecht irgendwie nach Aprikose.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

WordPress punkt com II

Der Aspekt, das Kriterium einer einigermaßen existierenden Community rückt mir in puncto Bloghoster mehr und mehr in den Vordergrund.

Wie kann ich nur die Einfachheit von Blogger punkt com und die Eleganz von WordPress punkt com miteinander kombinieren und dabei dem Aspekt der einigermaßen nett vorhandenen Community gerecht werden? Ist letztlich Blogger.de doch die perfekte Lösung? (Oder Blogg.de?)

Aber - und das spielt bei meinen diesbezüglichen Überlegungen eigentlich die größte Rolle - was mache ich denn nur, so ich mich für einen komplett neuen Hoster entschieden haben sollte, mit meinen bisher doch so schön groß gewordenen Blogs "KopfZwinkern" bei Blogger punkt com beziehungsweise seinem Double bei WordPress punkt com? Eine Importfunktion - für meine KopfZwinker-Posts - hätte ja wiederum auch nur WordPress punkt com?

Wahrscheinlich ist WordPress.com schlicht und einfach das beste Bloghoster-Angebot, das es gibt; ich sollte es einfach mal nur akzeptieren (auch der Main-Stream kann sehr gut sein). Nur auf diesen runterlade- und Webspace-Hoster- und "Programmier"-Kram habe ich schlicht und ergreifend einfach keinen Bock. Aber die "Online"-Version von WordPress.com ist ja schließlich für meine reinen Textinteressen vollkommen erschöpfend. Also, was soll dieses ganze hin-und-her-Gedudel: machen; das bereits Vorhandene pflegen und hegen bis meine eigenen Kräfte nicht mehr hergeben - und gut. (Hach, ich bin richtig ungehalten über myself und meine sporadisch in Erscheinung tretende Unentschlossenheit!)

Also: so wie ich mich bisher auf Blogger punkt com als Mutterschiff konzentrierte, werde ich von jetzt an auf WordPress punkt com als den einzig wahren Raumkreuzer verlegen! Meine ganze Kazipazi in Sachen Sidebars und Widgets und all diesem "Dekozeugs" gehört jetzt "Kopfzwinkern" bei WordPress.com. (Ich bleibe natürlich auch bei Blogger punkt com, beim bereits erwähnten Double; man (ich) weiß ja nie.) - Jetzt muss ich das nur noch dem Peter beibiegen, dass ich in der Hauptsache wieder bei WordPress rumblogge; na, der wird sich mindestens wundern.

Hermine sagt: Büdde?

Dienstag, 20. Oktober 2009

Lucys Trilogie

Prof.Dr. Markoff H. Niemz hat mit Lucys Vermächtnis (vgl.u.a. Lit.) in diesem Jahr das bisher letzte Buch zu seinem Werk über die Welt der neugierigen, mitteilungsfreudigen und virtuellen Lucy veröffentlicht; die Lucy-Reihe ist damit ein Trilogie.

Niemz stellt die Naturkonstante Lichtgeschwindigkeit beziehungsweise den Grundstoff Licht als die Lösung für existenzielle Fragen der Menschheit vor.

Im ersten Buch (s. jeweils u. die angegebene Literatur) werden dem Leser die für die vorzustellende Thematik relevanten Informationen zur speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie gegeben; für mich persönlich war diesbezüglich allerdings der Klassiker von Bertrand Russell (s. die angegebene Literatur) ergiebiger. Schön sind auch die Tabellen und Fotos, mit denen versucht wird den Lesern eine möglichst plastische Vorstellung von Relativität nahezubringen. Im zweiten Buch werden die notwendigen Grundlagen aus der Relativitätstheorie weitestgehend vorausgesetzt und nur hier und da etwas eingehender besprochen. Im dritten Buch werden die räumliche und zeitliche Distanzlosigkeit als Eigenschaft des Lichts und anderes aus den beiden ersten Büchern komplett als bei den Lesern bekannt vorausgesetzt.

Nun zum Feeling:

Lucys Vermächtnis ist sehr klar strukturiert. Vermittels eines Konzepts bestehend aus fünfundzwanzig Fragen und Antworten werden sämtliche Elemente des Vermächtnisses logisch und intuitiv zu einem vollkommen konsistenten Weltbild zusammengefügt.

Die Elemente des Weltbildes rekrutieren sich aus klar voneinander abgegrenzten Definitionen, Annahmen und Schlussfolgerungen, wovon jedes einzelne von Lucy genauestens unter die Lupe genommen wird. Als Leser bin ich jederzeit über die Querverbindungen unter den jeweiligen Definitionen, Annahmen und Schlussfolgerungen informiert. Licht (beziehungsweise Lichtgeschwindigkeit) ist das verbindende Element, die Konsequenz aus allen Überlegungen und die Lösung: Licht = Absolut = Gott = Ewigkeit = Jenseits (= Ewigkeit + Nirwana); die Lichtgeschwindigkeit ist eine Art Eintritts- oder Fahrkarte ins Jenseits.

In den anderen Büchern hatte sich Lucy noch nicht so eindeutig ausgedrückt, sie postulierte die Seele als Möglichkeit. In ihrem Vermächtnis äußert Lucy nun klar, dass das Ich mein Ich und mein Körper plus (meine) Seele ist ((meine); meine Einschränkung: HarryHIII). Den Tod überleben nur gewisse Bestandteile einer jeweiligen Seele, nämlich die gesamte gefühlte Liebe und das gesamte Wissen. Per Licht wird diese nunmehr Ichlose Seele (s. Nirwana) in das Jenseits befördert. - Genug der Einzelheiten.

Da keine Materie Lichtgeschwindigkeit annehmen kann, fungiert Lichtgeschwindigkeit eben einerseits als Fahrkarte (für die Seele) in das Jenseits und andererseits auch als natürliche Barriere für die Materie: Wir können nicht folgen. Das Jenseits besteht also ausschließlich aus aller Liebe und allem Wissen (gespeist aus den unaufhörlich nachfliessenden Ichlosen Seelen).

Ich habe den Eindruck, dass die (vielfältigen) Kritiker Niemz Flügel der Intuition gestutzt haben. Niemz hat nämlich nicht nur versucht zu erklären wie das so ist mit dem Licht und dem Tod und Jenseits und so. Niemz hat sich mit seinem Werk zusätzlich vorgenommen qua seines (Lucys) Weltbildes zwischen den Disziplinen Naturwissenschaft, Religion und Philosophie (Politik, Ethik) zu vermitteln. Ich vermute, das wird sehr viele Kritiker angezogen haben, die versucht haben Niemz die Flügel zu stutzen. In Lucys Vermächtnis kommt mir Niemz als extrem auf Stringenz bedacht vor; das naturwissenschaftliche Kolorit überwiegt meines Erachtens. Zwei (weitere) offensichtliche Indizien für meine Vermutung sind: 1. Niemz glaubte jahrelang an ein Leben nach dem Tod. In Lucys Vermächtnis negiert er diese bisherige Überzeugung explizit. 2. Zu Niemz Konzept des interdisziplinären Dialogs gehörten in beiden Vorgängerbüchern zu einem nicht geringen Teil Berichte aus und das Eingehen auf Nahtoderfahrungen. Hier, im dritten Buch, werden Berichte zu Nahtoderfahrungen nunmehr recht stiefmütterlich behandelt und praktisch nur noch die Beschleunigung auf Lichtgeschwindigkeit und die Lebensrückschau (als Methode zur Seelenreinigung und Ent-Ichung (mit Trennstrich)) zugelassen. - Wie es halt so ist mit Naturwissenschaften beziehungsweise mit objektiven Messmethoden: triviale (Mess-)Ergebnisse werden produziert; es wird steril (und damit seelenlos).

Für mich ganz persönlich folgt aus der Gesamtheit: Licht ist ubiquitär. Demzufolge sind die Ichlosen Seelen aller bisher verstorbenen Lebewesen um mich herum – also so etwas wie Pantheismus -, das tröstet mich – denn, ehrlich gesagt, nichts anderes als Trost suche ich bei solchen Theorien, Konstrukten und Weltbildern. Ich persönlich – und diese Freiheit der Wahl lässt Niemz uns Rezipienten immer und in jedem Fall – denke mir, dass das Licht nicht nur eine Barriere für (unsere) Materie zum Jenseits ist – für diese Erkenntnis bin ich Niemz alias Lucy zutiefst dankbar -; ich persönlich denke, dass das Licht ebenso ein natürlicher Erkenntnisvorhang ist: Dahinter ist Alles nochmals ganz anders - und bitte, bitte, bitte ich behalte mein Ich.

Lit.:
Niemz, M.H.: Lucy mit c. Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits. Norderstedt 20063.
Niemz, M.H.: Lucy im Licht. Dem Jenseits auf der Spur. München 2007.
Niemz, M.H.: Lucys Vermächtnis. Der Schlüssel zur Ewigkeit. München 2009.
Russell, B.: Das ABC der Relativitätstheorie. Frankfurt am Main 1989

Hermine sagt: Labskaus wäre mal wieder lecker!

Montag, 19. Oktober 2009

Im Sterben liegen II

Leider - mittlerweile kann ich wirklich sagen, leider - ist der Tod einer von diesen ganz geduldigen Lebensgenossen.

Gevatter Tod zeigt sich mal hier, mal da; mal stärker, mal schwächer. (Ist er im Zimmer? Nein, aber er streicht schon um das Haus herum.)

Bei dem betreffenden Menschen ist es mittlerweile so, dass er wirklich komplett in seiner ganz eigenen Welt lebt. Ich könnte fast sagen, es ist ganz gleich, ob jemand neben ihm ist oder nicht; eigentlich kann ich es wirklich genauso sagen, ohne Schuldgefühle, ohne Gewissensbisse, ohne innere moralisch-ethische Verwerfungen.

Für eine lange Zeit hatten wir wirklich das Gefühl, wir müssten den (langsam) Sterbenden vor seiner Angst zu sterben beschützen: Er war ja schon seit längerem nur noch ganz schwer erreichbar; nur noch auf der emotionalen Ebene. Sprach man in seinem Beisein - indirekt - vom Tod, reagierte er mit einem prompten Schweißausbruch. Sprach man von dem, was er früher für die Familie geleistet hatte, wie sehr ihm die Familie immer am Herzen gelegen war, wie sehr man sich - trotz allem - doch mit ihm verbunden fühlt, zeigten sich Tränen. Und: er konnte - Freust Du Dich, dass wir da sind?; kennst Du noch die oder die anwesende Person - noch Ja (Cho) sagen. - Alles das ist jetzt nicht mehr!

So paradox wie es eventuell im ersten Moment klingen mag: Wir sind jetzt beruhigt(er)! Es kann geschehen. (Es ist entschieden?)

Wenn der Tod so besonders geduldig ist, will er uns - denen, die so besonders Angst vor dem (Lebensbegleiter) Tod haben? - stiekum seine Botschaft vermitteln? Ich gehöre von Anfang an zum Leben dazu?! Es kommt für jeden der Punkt, an dem es in Ordnung sein wird zu gehen? Sei beruhigt, es ist alles nur halb so schlimm?

Hermine sagt: Brrrrr...

Freitag, 16. Oktober 2009

Frau Merkel

Hallo, huhu, Frau Merkel!?

Bitte sehr hier geht´s lang. Hier gibt es den frischen, neuen Nachdenkstoff.

Hermine sagt: Also bitte.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Grössenunterschied

Das habe ich mich von Klein auf gefragt. Schon seit ich klein war - also so klein, dass ich Größenunterschiede wahrnehmen konnte beziehungsweise so klein, dass mich Größenunterschiede als wahrnehmbares Phänomen hätten interessieren können -, wundere ich mich, dass wenn jemand einsfünfundachtzig ist und die andere Person ist zwei Meter fünf, dass das gleich - eben in der Wahrnehmung - so viel ausmacht.

Noch krasser wird es dann ja, ist jemand einsfünfundsechzig und steht neben jemandes, der zwo-zehn ist. Da ist dann gleich das Bild parat, jemand reiche dem anderen nur bis zum Bauchnabel.

Das geht ja schon los, wenn jemand einssechzig ist und die andere Person ist einsfünfundachtzig. Gewaltig.

Dabei handelt es sich in dem einen Fall um schlappe zwanzig Zentimeter, im anderen reden wir immerhin über fünfundvierzig Zentimeter und zuletzt waren das fünfundzwanzig Zentimeter. Aber, mein Gott,  vergegenwärtige ich mir diese Abstände an einem Zollstock oder gar an einem (antiken) Stuhlbein, rechtfertigt das so Beobachtete in keinem Fall die überwältigenden Eindrücke, die ich gewinne, schaue ich mir die entsprechenden Menschen ebenfalls dazu an.

Hermine sagt: Hm? Was, wie, wo?

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Gefährlicher Weg

...Du schlägst da einen gefährlichen Weg ein..., ist eine von diesen nützlichen Metaphern, so finde ich.

Ich muss dann immer sofort an einen unbefestigten Weg im felsigen Hochgebirge denken: Man kann es natürlich auch schaffen, man muss aber immer Gewahr sein, dass man abrutschen kann. Vor allen Dingen muss man sich der Situation richtig entsprechend präparieren, sonst ist es praktisch unmöglich den Weg zu meistern. - Auf längere Strecke ist das hingegen doch alles nichts.

Nicht dass das jetzt bei mir so wäre, dass mir jetzt so eine rutschige Situation bevorstünde; aber gut ist die Metapher schon, für mich.

Hermine sagt: Hi.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Mister Polanski III

Kucke mal Mister Polanski, da gibt´s ja noch Menschen, die noch später als du für ihre Straftaten vor Gericht kommen (angeblich soll er sich sogar freiwillig den Behörden in New York gestellt haben) und entsprechend verurteilt werden.

Und das könnte dann bei dir rauskommen, solltest du im zahmen Deutschland - was die rechtliche Verfolgung von Kindesmissbrauch jeglicher Couleur angeht (s. auch den Missstand in punkto Kinderrechte) -, für den Missbrauch einer dreizehnjährigen verurteilt werden. (Obwohl bei dem Schwein hier noch ein paar etwas andere Sachen dazu kamen.)

Hermine sagt: Yesss. - Meinetwegen gerne.

Montag, 12. Oktober 2009

Mister Polanski II

Der arme Onkel Polanski, ist er müde, ist er deprimiert?! Er möchte gerne raus aus der Untersuchungshaft, er möchte doch schon wieder vor den Folgen seiner kriminellen Tat an einem dreizehnjährigen Mädchen(!!) fliehen?! Seine Anwälte haben Sorge mit ihm?! Sie gehen richtig mit, mit dem armen Kleinen?!

Es gibt ja so in Sozialisierungstrainings so Anti-Aggressions-Trainings: Da ist ein wünschenswertes Trainingsziel, im (vormals) Täter empathisches Empfinden zu entwickeln; eine Methode - wenn überhaupt etwas funktionieren sollte, dann eventuell das - ist, den Täter in die Lage des Opfers zu versetzen, indem der Täter anderen Tätern ausgeliefert ist, hierbei gibt es natürlich Grenzen, es läuft alles in einem vorher abgesteckten Rahmen ab (Milgram sei es gedankt).

Na, wäre das denn mal nichts für unseren kleinen Onkel Polanski?!! Schon wieder andere vorschicken und ich will doch so gerne so weiter machen wie bisher? Und womöglich noch als Triumphator nicht nur über sein Opfer, sondern auch noch über diverse Internationale Gerichtsbarkeiten dastehen? Nein!

Der Fall Polanski soll genau entsprechend des ausstehenden Haftbefehls abgewickelt werden!

Das arme Polanskichen, es ist herzergreifend wie er da so müde sein soll, wie er da so deprimiert sein soll. (Achtung: doppelter Sinn)

Wie lange ist er jetzt in Gewahrsam, zwei Wochen? Das Opfer war bisher wie lange traumatisiert? Über welche Zeitdauer mindestens depressiver Verstimmung, wenn nicht Depressionen beim Opfer reden wir? Wieviele Nächte konnte Polanskis Opfer nicht durchschlafen, weil es von eineindeutig zuordenbaren Albträumen aufgeschreckt war? ... Naja, wie gesagt: ansatzweise Empathietraining ist das jetzt Onkel Polanski, ansatzweise Empathietraining ist das jetzt - wenigstens was.

Viel viel wichtiger ist mir hingegen, dass das Opfer erfährt, dass es auch aktive Möglichkeiten hat sein Leben zu gestalten (auch wenn eine sogenannte Opferpersönlichkeit das nicht immer unbedingt will, aber das würde nochmal eine ganz andere Geschichte aufmachen), dass das Opfer auch Rechte hat - und das nicht zu knapp!!

Hermine sagt: Yesss! - Machst Du mir mal eine Deiner leckeren Quiche Lorraine, bitte.

Freitag, 9. Oktober 2009

Satire

Satire mache ich erst dann, wenn ich mir absolut sicher sein kann, dass sie nichts verändern wird.

Ich könnte auch sagen: Satire ist dann Satire, wenn sie sozial erwünscht beziehungsweise sozial erwartet ist.

Hermine sagt: Schön, schön.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Kopftuch

Ich besitze null-Komma-null Kopftuch.

Hermine sagt: Sure, ich sowieso nicht.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Frauensender ARD und ZDF

Ich nehme an, dass die Öffentlich Rechtlichen ARD und ZDF die einzig wahren originären Frauensender sind:

Eine Franziska van Almsick - heutzutage heißt die ja immer noch so? - kam und kommt nie auch nur annähernd in den Geruch von unerlaubten Substanzen. Man könnte meinen, die hat Imageberater direkt vom Fernsehen gestellt bekommen: erst hieß es, huch diese Berliner Göre; dann lief es nicht so und sie mutierte zur Kampfschwimmerin mit entsprechendem Lebensgefährten, auf einmal lief es dann ja auch sportlich zum Ende der Karriere hin wieder; zuletzt hat ihr wohl jemand geflüstert, dass sie jetzt zu allem zu alt wäre, und sie müsse sich doch jetzt mal Gedanken um ihren Karriereübergang unter Öffentlich Rechtlicher Ausleuchtung machen, hier jemand Vorzeigbares und den anderen da den stößt du mal ab.

Eine Claudia Pechstein wird direkt mal eben, genauso wie diese eine Reiterin da, aus der Schusslinie gezerrt. Dass die der nicht noch einen hauseigenen Anwalt mit in das das aktuelle sportstudio gesetzt haben, war ja damals bald noch alles.

Apropos das aktuelle sportstudio, da schmeißen sich in einer separat aufgeführten Inszenierung doch sogar Verantwortliche von höchsten Gnaden und Moderatorenkollegen direkt vor eine Kristin Otto und vermelden, dass alle Welt- und Europa- und Nationalrekorde von der Kristin Otto durchaus schön und in Ordnung waren.

Aber:

Um in der Schwimmsprache zu bleiben, kurz vor dem Anschlag, gemeint ist die - der Termin war ARD und ZDF mit absoluter Sicherheit vorab bekannt - heutige Veröffentlichung der diesjährig nachanalysierten Dopingproben der letztjährigen Tour de France, wird vermeldet, dass sich damals bei Jan Ullrich und Linus Gerdemann verdächtige - im Sinne von Doping - Blutwerte gezeigt hätten. Das wurde erst jetzt bekannt - oder auch nicht: kurz darauf wurde von verantwortlicher Freiburger Seite klar vermutet, dass zumindest die Proben und Daten von Linus Gerdemann verschwunden sein werden.

Hat dieses von mir so Beobachtete nun ursprünglich etwas mit den Sportarten zu tun? Hat Jan Ullrich den Öffentlich Rechtlichen Sendern ARD beziehungsweise ZDF irgendeinen Gefallen im zwischenmenschlichen Bereich verweigert? Wollen die Öffentlich Rechtlichen nun mit aller Gewalt Sendezeiten für ihren alles dominierenden - in meinen Augen viel zu sehr mit Gewalt besetzten Fußball (s. Fan-Krawalle; eskalieren der Gewalt vor, während und nach Fußballspielen; Festnahmen nach Spielen), aber das ist noch ein ganz anderes Thema -, wollen die also mit aller Macht Zeit für ihren Fußball freischaufeln? Ich vermute ja wirklich, und das würde mir wohl andererseits wiederum auch nicht übel gefallen, dass ARD und ZDF die eigentlichen Frauensender Deutschlands sind.

Hermine sagt: Fußball ist blöde.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Eric Clapton V

Zunächst: unser Shopping Coup war herrlich ergiebig (Sandra Pabst, Geox), wir werden ihn nächsten Samstag in good old Germany komplettieren.

Dann bekam ich auf einmal Angst, ich musste unbedingt die von mir schon länger ins Auge gefassten DVDs bei Amazon bestellen:
Ich denke, das sind die beiden ultimativen Clapton-DVDs.

In meiner jetzigen Verfassung muss ich allerdings mit einigen wenigen Songs aufpassen, z.B.: Tears in Heaven und vor allen Dingen - gleichzeitig mein Lieblingsstück - River of Tears.

Hermine sagt: Je suis très content.

Montag, 5. Oktober 2009

Wetterfühligkeit I

Immer so ziemlich um dieselbe Zeit im Jahr leide ich unter meiner Wetterfühligkeit. Mist.

Ich fühle mich als steckte ich in meinem eigenen Glashaus, ich möchte unbedingt, dass jemand hereinkommt und mich herausholt. Sobald sich jemand dieser Einladung auf der Gefühlsebene annimmt, werde ich dann allerdings abweisend, und das ist noch milde ausgedrückt. Das entspricht absolut nicht meiner eigentlichen Art, normalerweise bin ich bei meinen Mitmenschen für meine durchwegs freundliche und zuvorkommende Art bekannt (Geht es um Ungerechtigkeit, ist das anders, ja das stimmt; solche Ungerechtigkeiten gibt es hingegen seltener als man eventuell gemeinhin denken mag).

Ich muss mich richtiggehend anstrengen, hier etwas halbwegs Vernünftiges, welches dazu auch noch meinen Gemütszustand annähernd beschreibt, zu notieren. Alles ist für mich super verlangsamt. Beim Auto fahren muss ich da besonders aufpassen. Ich erwischte mich heute mindestens zwei Mal dabei, dass ich mit meinen Gedanken ganz tief in einer Idee feststeckte. Ich dachte mir dann immer, mein Gott wenn jetzt irgendwas Unvorhergesehenes passiert wäre, ich hätte doch gar nicht reagieren können.

Gott sei Dank ist ja, wie bisher noch immer während meiner Phasen der Wetterfühligkeit - Depression will ich es nicht nennen; eher noch Melancholie -, alles gut gegangen. Und ich bin ja mittlerweile Experte in meiner eigenen Wetterfühligkeit (die Angst, dass daraus mal mehr wird, schwingt schon mit), so dass ich weiß, das geht nach ein paar ganz wenigen Tagen wieder vorüber. (Jetzt weiß ich auch, weshalb ich früher - vor wieviel Jahren - immer mal solche Phasen hatte, während derer ich zum Beispiel zehn Tafeln Schokolade innerhalb von drei Tagen weggemümmelt habe; oder weshalb ich früher so manches Mal phasenweise zum Siebenschläfer mutierte. Diese ganze Wetterfühligkeit begleitet mich schon sehr viel länger, als ich es bisher vermuten mochte.)

Ich kann mich jetzt übrigens nochmals umso besser darein versetzen, dass es manchen Menschen nach einem Einkauf oder nach (unorthodoxem) Essen besser geht, und es somit Menschen gibt, die dann aus diesem Erlebnis heraus - aus dieser Erlebniskoppelung heraus -, beides, das Kaufen beziehungsweise das Essen, im Sinne einer Bewältigungsstrategie für ihre (emotionalen) Probleme einsetzen.

Hermine sagt: Komm.

Freitag, 2. Oktober 2009

Stadt shoppen

Morgen fahren wir nach langer Zeit mal wieder in die Stadt. So richtig schön Notwendiges wie Schuhe, Damen- und Herrenoberteile und Nicht-Notwendiges einkaufen; wie heutzutage gesagt wird, wir gehen morgen "shoppen". Wir freuen uns schon sehr darauf.

Nicht das hier jemand auf krumme Gedanken kommt: Nach Frankreich natürlich, im Hinblick auf den morgigen Feiertag.

Hermine sagt: Du meinst mich.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Mister Polanski I

Auch solche Meldungen lassen mich den Glauben daran, dass es noch ausreichend normale Menschen mit humanistisch geprägter Bildung gibt, nicht ganz verlieren. Nein, solche Meldungen lassen mich hoffen und glauben; um es nochmals klarer zu machen: solche Meldungen gehen mir runter wie ein leckerer Cabernet Sauvignon Trocken - Im Barrique gereift.

Hermine sagt: Sehr schön.

Mister Polanski

The point is not to keep 76-year-old Polanski off the streets or help his victim feel safe. The point is that drugging and raping a child, then leaving the country before you can be sentenced for it, is behavior our society should not – and at least in theory, does not – tolerate, no matter how famous, wealthy or well-connected you are, no matter how old you were when you finally got caught, no matter what your victim says about it now, no matter how mature she looked at 13, no matter how pushy her mother was, and no matter how many really swell movies you’ve made.


Hermine sagt: Danke, liebe Anke.

Mittwoch, 30. September 2009

Herr Polanski und Herr Tauss

Also: Diese Vorgänge um den Herrn Polanski sind ja wohl selbsterklärend.

Es fehlen für mich jetzt nur noch zwei, drei Ereignisse damit es auch die ganz schwer Verblendeten kapieren:
  1. Einer von diesen Botschaftern, Konsuln, Schauspielern, Regisseuren und weiteren ansonsten doch angeblich so etepetete und moralisch Rühr-mich-nicht-an Menschen leiht dem Herrn Polanski seine Star-Anwälte, samt Kanzlei aus.
  2. Einer von diesen im Zweifel skrupellosen Besuchern liefert Herrn Polanski eine leckere Pizza (aber eher wohl nicht in der Schweiz), einen noch lebenden und damit ganz frischen Hummer oder was sich der Herr Polanski sonst so lecker zum Essen bestellt hatte.
  3. Als Dreingabe - keine Pflicht - könnte dann jemand von dieser sogenannten Prominenz noch sein dreizehnjähriges oder so Töchterchen zum Besuch mitbringen, und - das bleibt aber nur den ganz Tollen/tollen aus der Prominenz vorbehalten - diese Aktion den wartenden Medien präsentieren.
Das Schöne ist ja - ich denke hier an meine Schallzahnbürste -, dass der Herr Polanski beziehungsweise die Rechtsöffentlichkeit da nicht mehr raus kommt - und: Dass auch Jahre und Jahrzehnte nicht vergessen machen beziehungsweise vergessen lassen.

Und: Was hatte das jetzt eigentlich mit Herrn Tauss zu tun?!

Übrigens, genau solche und ähnliche Meldungen freuen einen und können - bis diese Arschlöcher endgültig ausgerottet sind - gerne immer wieder vermeldet werden - egal ob berühmt oder nicht!

Hermine sagt: Ich bin klein, mein Herz ist fein, Ahoi!

Dienstag, 29. September 2009

Schallzahnbürste

Wir haben uns vor kurzem eine Schallzahnbürste (Oral-B) und eine Munddusche (Panasonic) gekauft.

Ich war ja erst - noch vor dem Kauf - skeptisch, alle sagten und schrieben, dass so eine Schallzahnbürste wundervoll wäre, die Evolutionsstufe nach der (klassischen) elektrischen Zahnbürste. Den Schallzahnbürsten wurden so viele Vorzüge nachgesagt, dass ich glaubte, na ja, wohl eher kaum. Nun habe ich beide Geräte einige Male im Einsatz gehabt, das Gefühl nach so einem Zähne (Szene?) putzen ist tatsächlich sehr vergleichbar dem nach einer professionellen Zahnreinigung, welche ich wohl trotz allem beibehalten werde.

Der größte Fortschritt ist für mich jedoch in der nachhaltigen Entfernung von Belägen beziehungsweise Verfärbungen (Plaques) zu sehen. Ich hatte über Jahre, ja bald Jahrzehnte immer zwei, drei Stellen an den Zähnen, die sich besonders gerne verfärbten, diese Stellen konnten sogar im Zuge einer professionellen Zahnreinigung nur mit viel Mühe entfernt werden. Jetzt, nach nur wenigen Schallzahnbürstenanwendungen, blitzen und blinken insbesondere diese genannten Stellen im selben Ei-Weiß-Farbton wie der Rest der Zahnmannschaft.

Nach dem eigentlichen Zähne bürsten, putze ich mir immer noch mit dem Soft-Programm die Zunge.

Die Munddusche bildet nochmals das Sahnehäubchen oben drauf, damit geht´s in die Zahnzwischenräume. Obwohl es wahrscheinlich nicht mehr nötig wäre, gehe ich dann immer mit Zahnseide noch nach - nur nicht nachlassen. Wenn ich will, gehe ich mit der Munddusche im - hier ebenfalls vorhandenen - Soft-Programm über das Zahnfleisch und massiere es so, im Sinne einer verbesserten Durchblutung. (Ganz zum Schluss, wird der Mund natürlich noch schön mit halben Kappe Mundwassers (Odol-med3: das grüne) stramm durchgespült.)

Man könnte ja jetzt denken, dieser ganze Erguss über nachhaltige Zahn- und Mundhygiene könnte etwas, im Sinne einer Metapher, mit Tauss beziehungsweise Polanski oder mit Polanski beziehungsweise Tauss zu tun haben, von wegen entstellende, schädigende Flecken werden auch nach Jahren beziehungsweise nach Jahrzehnten nicht vergessen, sondern entfernt (vgl.o.). Also, wenn ich es so recht bedenke, wird es wahrscheinlich doch etwas mit diesen Schandflecken der Gesellschaft zu tun haben. Oder nicht?! Oder doch?!

Montag, 28. September 2009

Mittelalter

Am Wochenende bin ich mit dem Auto eine Autobahnauffahrt gefahren, gerade als es auf den Beschleunigungsstreifen ging, sah ich auf dem dahinter liegenden Feld - wie fast immer - ein oder zwei lange Reihen polnischer Landarbeiter bei der Erntearbeit.

Im Vordergrund, also auf dem dazugehörigen Feldweg, sah ich zwei Personen mit drei riesigen Hunden - aus dem Mittelalter? - ohne(!) Leine - auch wie praktisch immer -, ich meine es waren Irische Wolfshunde. Ich dachte so bei mir: Huch, ...

Hermine sagt: Du hast noch gar nix zu meiner neuen Böx gesagt, bitte.

Freitag, 25. September 2009

Fußball und Soziales

Auch Fußball kann Sinn machen.

Hermine sagt: Meine Rede.

Entstehung des Lebens

Unter dem Strich kann man sagen: Das Leben ist verblüffend und großartig, manchmal sogar wundersam; unmöglich aber ist es nicht - das bezeugen wir selbst mit unserem bescheidenen Dasein immer wieder. Sicher, was den Anbeginn des Lebens angeht, sind unsere Kenntnisse in den Einzelheiten noch sehr lückenhaft. Ganz gleich, über welches Szenario für die notwendigen Voraussetzungen des Lebens man liest, immer kommt darin Wasser vor: von dem »warmen kleinen Teich«, in dem das Leben nach Darwins Vermutung begonnen hat, bis zu den brodelnden unterseeischen Schloten, die heute die beliebtesten Kandidaten für den Ursprungsort des Lebens sind. Bei alledem übersieht man aber, dass die Entstehung von Polymeren aus Monomeren (das heißt die Entstehung der ersten Proteine) mit der »Bildung von Bindungen unter Wasserabspaltung« verbunden ist, wie man es in der Fachsprache nennt. Ein führendes Lehrbuch der Biologie meint, vielleicht mit einem Anflug von unguten Gefühlen: »Nach allgemeiner Ansicht der Fachleute waren solche Reaktionen im Ur-Meer und auch in jedem anderen wässrigen Medium wegen des Massenwirkungsgesetzes energetisch nicht begünstigt.« Es ist ein wenig, als würde man Zucker in ein Glas Wasser schütten, weil man ihn zu einem Würfel machen möchte. Das dürfte eigentlich nicht geschehen, aber in der Natur geschieht es dann irgendwie doch. Die chemischen Einzelheiten zu erörtern, würde hier zu weit führen, wir wollen nur festhalten, dass Monomere nicht zu Polymeren werden, wenn man sie nass macht - außer bei der Entstehung des Lebens auf der Erde. Wie das damals geschah und warum es ansonsten nicht geschieht, ist eine der großen unbeantworteten Fragen der Biologie.
(a.a.O., S.367f.)

Lit.:
Bryson, B.: Eine kurze Geschichte von fast allem. München 200414.

Hermine sagt: Unseren neuen Dornfelder Barrique finde ich Eins-A.

Donnerstag, 24. September 2009

Evolution

Manchmal lebe ich in der sicheren Überzeugung, dass wir mit unserer Erde machen können, was wir wollen, wir werden die liebe Erde nicht kaputt kriegen. Der liebe Gott hat sozusagen die Erde unkaputtbar in den Raum gestellt.

Ich sage mir dann, dass der liebe Gott sich schon nicht seiner lieben Schöpfung berauben wird. Und der liebe Gott braucht vermutlich wohl auch uns, um sich an uns - inklusive Erde und Rest - weiterzuentwickeln.

Manchmal bin ich mir hierüber aber gar nicht sicher, vor allem nicht, wenn ich erkenne, wie viele Zünder - der liebe Gott in seiner weisen und sein Selbst schützenden Voraussicht?! - in der Erde und Umzu installiert sind: Asteroiden, Vulkane, Ozonschicht, Treibhauseffekt, Plattentektonik, Radioaktivität, Eiszeiten, Polschmelze, Erdmasse, Mond, Umlaufbahnen, Abstand zur Sonne ...

Ich bin letzten Endes also immer dafür mit mir und meiner Umwelt besonders pfleglich beziehungsweise achtsam umzugehen. Obwohl manchmal, wenn meine sogenannten Endorphine und mein Serotonin überschwappen ...

Hermine sagt: Kugelig ist schön. - In drei Monaten ist Heiliger Abend!

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