Freitag, 27. Februar 2009

Anorexia nervosa

Mit Vegetarismus, heutzutage besser noch mit Veganertum, und mit exzessivem (Ausdauer-)Sport lässt sich eine Essstörung, insbesondere die Anorexia nervosa, vorbildlich kaschieren. Ich bin dann ja so schön unangreifbar, weil ich doch so was Gutes tue; Jeder, der mir was anderes sagen will, kann sich ganz schnell den Mund verbrennen.
Wobei die Veganer die eigentlichen Vegetarier sind. Die Vegetarier erlauben sich noch Milch, Butter, Käse, Eier, Honig und so etwas (Laktovegetarismus) – manche Vegetarier haben auch nichts gegen diverse Meeresfrüchte.
Oft genug ist die Essstörung Anorexia nervosa wirklich der einzige Grund für (extremen) Vegetarismus beziehungsweise für exzessiven Sport. (Gerne wird auch in relativ rauen Mengen Schokolade genommen. Gerne wird auch über die Maßen viel Wasser getrunken. - Zigaretten sind auch beliebt, um das Gewicht unten zu halten.)
Übrigens: In Maßen betrieben, ist Sport gesund. Mit Sinn und Verstand betrieben, ist die vegetarische Ernährungsweise eine gesunde.
Ist dieser extreme Vegetarismus, das Veganertum, aktuell nicht ganz schön in Mode, gerade bei den so vermarkteten Vorbildern der Mädchen und Frauen? Wie gesund!?
Hermine sagt: Heute gibt’s mal wieder nix im Fernsehen.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Wiederholungstäter

Irgendwie mache ich immer dieselben Fehler. Gott sei Dank handelt es sich praktisch ausnahmlos um so etwas wie das folgende aktuelle Geschehnis:

Ich habe mir ein neues E-Mail-Konto eingerichtet und wollte meine alten E-Mails in dieses neue Konto verfrachten – schon an sich ein dummer Gedanke.

Und dann habe ich es bei diesem ganzen hin und her, als eigentlich schon alles zu meiner Zufriedenheit erledigt war, geschafft, so ziemlich alles zu löschen. Gott sei Dank bin ich aber auch so, dass ich alles nochmals rück- und zusätzlich absichere – wahrscheinlich weil ich mich dafür zu gut kenne, als dass ich mir mein Netz und meinen doppelten Boden ersparen würde. Ich konnte also Gott sei Dank alles wieder rekonstruieren. Nur: wie ineffektiv und Nerven zerfetzend!

Hermine sagt: Wie lange kennen wir uns jetzt!?

Mittwoch, 25. Februar 2009

Nein sagen

Nahezu immer wenn ich etwas nicht will, wenn ich Nein sage, artet das in eine Art Kampf aus. Obwohl ich einfach nur souverän Nein sage, wird in Zweifel gezogen, dass ich das auch wirklich so meine.

Ich glaube, wenn es nach dem ersten Mal nicht verstanden wird, höre ich einfach auf zu reden und wende mich nötigenfalls ohne weiteres ab. Ich lasse mich ganz einfach nicht mehr auf irgendeine Diskussion ein.

Hermine sagt: Aber Hase!?

Hurra, alles ist vorbei

Apropos, auch ich sage: "Gott sei Dank ist das endlich aus und vorbei, dieser unselige Karneval, Fasching oder wie das auch immer genannt werden mag!" Das war ja nicht zum aushalten! Und es wird anscheinend jedes Jahr weniger, nur im TV nicht, und dafür wird es aber immer schlimmer.

Hermine sagt: Holladrijöh!

Dienstag, 24. Februar 2009

Schweiss

(Vermehrtes Auftreten von) Schweißtropfen sind oft genug ungeweinte Tränen.

Hermine sagt: Anscheinend habe ich zugelegt.

Montag, 23. Februar 2009

Chapeau, Monsieur Cem Özdemir

Er ist also doch kein reiner Opportunist unser Herr Özdemir, und er hat noch Augen für die Realitäten auf Deutschlands Strassen:

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir warnt davor, antisemitische Tendenzen bei Muslimen in Deutschland als Problem zu unterschätzen. Die Vertreter der muslimischen Verbände müssten "klare Kante" zeigen und betonen: Wer sich gegen Juden und das Existenzrecht Israels stelle, "der kann nicht Bündnis- oder Gesprächspartner sein" [...] "Insbesondere die Multiplikatoren der Einwanderer-Communitys dürfen zum Antisemitismus in den eigenen Reihen nicht schweigen", sagte Özdemir der "Frankfurter Rundschau". Die muslimischen Verbände müssten "klare Kante zeigen" und jene als Gesprächspartner ausschließen, die sich gegen Juden und das Existenzrecht Israels stellen.
Insbesondere bei männlichen arabischen, türkischen und kurdischen Jugendlichen seien antisemitische Denkweisen verbreitet. Nach Einschätzung Özdemirs identifizieren sich türkische Jugendliche mit den Palästinensern, weil sie vielfach auf Identitätssuche seien und "sich in dieser Gesellschaft als marginalisiert empfinden". So zeigten sie "eine Überidentifikation mit dem Konflikt im Nahen Osten". [...]

Niemand anderes als er, Herr Özdemir, hätte es meines Erachtens so sagen können und dürfen. Hätte jemand anderes es so gesagt, hätte sie oder er sich gleich wieder mit Rücktrittsforderungen auseinandersetzen dürfen. So, von Herrn Özdemir geäußert, versteht es Gott sei Dank jeder auch genau so wie es zu verstehen sein sollte. Cem Özdemir hat es gesagt – und er hatte die Wahl; dafür, dass er es gesagt hat, Chapeau!

Jetzt muss nur noch jemand auf die weiteren – originär deutschen - Gefahren von Rechts hinweisen: Aber, wie immer, die Politik ist nur gut darin Standardformeln und Standardbekenntnisse von sich zu geben, welche implizit hohl und damit redundant sind; von der aktuellen Realität sind Politiker, wie immer, Jahre weg - so auch in dieser hochbrisanten Angelegenheit: CDs auf Schulhöfen von Gymnasien, Pfadfinder, Gothic-Szene u.v.m..

Das ursprüngliche Problem, das alle irgendwo verbindet, ist die labile Lebenssituation der vorwiegend jugendlichen Menschen: Untersuchungen hatten - beispielsweise - schon in der GUS gezeigt, dass das plötzliche Aufflammen neonazistischer Gruppierungen dort, eindeutig mit den voranschreitenden, großen politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen korreliert gewesen war. In der ehemaligen Sowjetunion herrschte zuvor immer noch das stalinistische Weltbild: Das Land war so riesig, dass kein anderes Land der Erde für den einzelnen Sowjetbürger existierte – es war sowieso unerheblich; Väterchen Stalin – obzwar schon längst tot - wachte über jeden Einzelnen; von der Wiege bis zur Bahre war der Weg klar – und zumeist schlecht – vorgezeichnet. Auf einmal wurden jedoch sogar diese kärglichen und oft genug menschenunwürdigen Verhältnisse unsicher. Genau gegen die somit aufkommende Orientierungslosigkeit versprachen die Rechten – und versprechen die Rechten aller Länder – eine klare (faschistoide) Lösung. Nur, um es kurz zu machen, es wäre den Teufel mit dem Beelzebub austreiben und nichts anderes – in keinem Falle.

Diese Irrungen und Wirrungen sind wohl den meisten Politikern in der einen oder anderen Form auch nur allzu bekannt. Jedoch darüber hinaus sehe und höre ich viel zu wenig von den so genannten Entscheidungsträgern: Die Rechten (Neonazis) sind wieder schwer im Vormarsch (vgl.o.) – und die demokratische Politik hält sich vornehm hinter Phrasen bedeckt.

So gesehen, bin ich äußerst froh, dass Cem Özdemir wieder an verantwortlicher Stelle in Deutschland sitzt und hoffe noch viel mehr Aktives und Erneuerndes von ihm zu sehen und zu hören!

Hermine sagt: Hellau und Alaaf kennen solche Themen gar nicht mehr.

Freitag, 20. Februar 2009

Phasen I

Die bereits geschilderten Phasen des Sterbeprozesses betreffen übrigens nicht nur Sterbende. Durch diese Stadien gehen auch Trauernde (Angehörige) und, bei ungenügender Abgrenzung – ohne jeglichen Vorwurf -, Behandler, also Ärzte und Therapeuten.

Das Sterbephasenmodell bzw. das identische Modell der Trauerphasen ist von daher ein ganz wichtiges Hilfsmittel für (Psycho-)Therapeuten. Ich kann immer erkennen, wo der jeweilige Klient in seiner Trauerarbeit, in seiner Bewältigung steht – und ich lasse mich nicht durch, zum Beispiel, Zynismus in irgendeiner Form blenden.

Hermine sagt: Ich nicht.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wut

Wut ist oft genug Ausdruck einer Depression.

Hermine sagt: Moi pas.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Alles Bio

Was heutzutage alles so „Bio“ ist!

Ich fand es ja ganz gut, als durch eine konzertierte, übrigens nicht ausschließlich in Deutschland durchgeführte, Aktion von Politik und Verbraucherverbänden usw. „Bio“ in gewissem Sinne für alle erreichbar und erschwinglich wurde.

Aber wie ist das eigentlich jetzt? Die Grenzen sind heute so aufgeweicht: Ist jetzt alles „Bio“, was früher „Normal“ war? Dürfen in die „Nicht-Bio“ Sachen jetzt noch mehr Zusätze rein, nicht zuletzt weil der Fokus der Kontrollen von diesen Produkten weggenommen ist? Sind die „Nicht-Bio“ Sachen jetzt Ausschussware? Gehe ich mit ihnen einen Gesundheitsrisiko ein? Verlängern die „Bio“ Sachen immer noch mein Leben? War das eigentlich schon jemals so? - Ist letztlich das einzige Prädikat, auf welches ich mich wirklich noch verlassen kann: „neuform“-Qualität aus dem Reformhaus?! Also schlussendlich doch nicht mehr „Bio“ für alle?

Oder sind wir letztlich alle miteinander mal wieder im bekannten Politik-Aktionismus-Strudel gelandet, der da heißt: „Mehr Desselben“ (Watzlawick)!?

Hermine sagt: Guten Morgen, Roger Rabbit.

Dienstag, 17. Februar 2009

Drogenbeauftragte

Heute wurde bekannt, dass es in Sachen Alkohol und Tabak keine Steuererhöhung geben wird, da keine Mehrheit in den Parteien dafür zustande kam; an Stelle dessen gibt es eine Studie über die Auswirkungen von Steuererhöhungen.

Wenn das eine Studie über die Auswirkungen von Steuererhöhungen im Allgemeinen werden sollte, dann soll mir das recht sein. Aber so? Das ist mir doch bekannt, was bei Steuererhöhungen auf Drogen, wie Alkohol und gerade Tabak, herauskommt; und diese Studie wird mal wieder aus Steuergeldern finanziert.

Hallo? Alkohol und Tabak sind Drogen, basta! Und von daher kann ich das Studienergebnis vorhersagen und es ist seit langem bekannt: Erst wollen sich die Leute ihre Abhängigkeit abgewöhnen, und dann haben wir ziemlich schnell wieder den alten Stand in Sachen Konsum. In diesem Bereich wurde schon so ziemlich alles relevante und unsinnige beforscht, was man sich nur denken kann; manches, je nach Geldgeber und Intention auch mehrfach. Im 1. halben Jahr wird der Konsum von Alkohol bzw. Tabak etwas zurückgehen. Die Menschen haben die berühmten guten Vorsätze und sie kaufen meinetwegen billigere (Ersatz-)Produkte. Das könnte wiederum Auswirkungen auf das Gesundheitssystem ergeben, weil mehr Schadstoffe in diesen Billigprodukten enthalten sind. Aber auch hier: Diejenigen, die billigere Erzeugnisse kaufen, werden das immer tun; die Steuererhöhungen sind da von geringerem Interesse.

Als Geldquelle waren und sind Tabak- und Alkoholsteuer schon immer gut gewesen – und meinetwegen soll das auch so bleiben (solange die Nicht-Abhängigen konsequent geschützt sind). Schwarzverkäufe bzw. Schwarzhandel werden das eigentliche Problem sein, weshalb diese Studie in Auftrag gegeben wurde. Diese Problematik haben wir aber doch jetzt schon zur Genüge und Steuern auf Alkohol und Tabak werden doch wohl deswegen nicht reduziert werden!? Dass wir den Schwarzhandel jetzt schon zur Genüge haben, hängt meines Erachtens mit Grenzen, Grenzabkommen, Migration, zunehmende Verarmung usw. zusammen und vor allen Dingen mit der allgemeinen Kriminalisierung im Drogenumfeld, die wiederum durch die zuvor genannten Faktoren verstärkt bzw. erleichtert wird. So eine Studie zu den Auswirkungen von Steuererhöhungen im Bereich Alkohol und Tabak wäre also meines Erachtens auch von hier aus nur wieder eine Verschiebung des Problems.

So gesehen, sollte man endlich einfach dazu stehen: Tabak und Alkohol sind jeweils Drogen. Dementsprechend sollte man damit umgehen. Wenn man meint man könne Drogen wie halbwegs normale Produkte verkaufen, werden immer wieder die selben Konflikte auftreten.

Von Anfang an wurde die Alkohol- und Tabaksteuer nur als Geldeinnahmequelle gesehen – soll man doch auch dazu stehen. Ich persönlich meine, man soll aufhören den Menschen Sand in die Augen zu streuen: Dieser Auftrag zur Studie ist letztendlich nur entstanden, damit man am Ende irgend etwas vorzuweisen hat und nicht mit einem fruchtlosen Unterfangen dasteht, aber, wie gesagt, diese (und andere) Steuermittel könnte man sich locker sparen! Ich nenne so etwas Volksverdummung und verantwortungslosen Umgang mit Steuergeldern. Für so etwas bräuchte man meines Erachtens keine extra Untersuchung bzw. Studie.

Ich denke die Widersprüche sind klar:
Eigentlich müsste man mit dem Gegenstandsbereich Tabak und Alkohol sach- und fachgerecht so umgehen, wie mit Drogen. Dann hätten wir aber, hier wie da, die Problematik der so genannten Kriminalisierung; also kann die Alkohol- und Tabakangelegenheit schwerlich wie ein echtes Drogenproblem behandelt werden; mindestens 50% der Menschen haben täglichen Umgang mit Tabak und/oder Alkohol. Tabak und Alkohol sind eigentlich Drogen, werden aber nicht wie solche behandelt. Also: Drogenbeauftragte oder/und Verbraucherschutzminister?

Nur: Eine Studie zu den Auswirkungen von Steuererhöhungen im Bereich Tabak und Alkohol wird da mit Sicherheit nicht hilfreich sein?!

Hermine sagt: Schöner Schnee.

Montag, 16. Februar 2009

Volkes Wille

In der Formel-Eins, die mich nebenbei gesagt ansonsten nicht interessiert, und die ich schon gar nicht zum Sport rechne, sind sogenannte Stallorder untersagt und werden, so dem nicht die Dominanz des Geldes im Wege steht, konsequent sanktioniert.

In der Politik ist es genau andersherum. Hier gilt die sogenannte Parteiräson. - Sollte jemand so individuell sein und sich nicht an die vorgegebene Parteiräson halten, wird sie oder er Sanktionen erwarten dürfen.

Hermine sagt: Also, weißt du?!

Freitag, 13. Februar 2009

Berlinale

Die Berlinale erinnert mich persönlich sehr an diese Modenschauen.

Diejenigen, die wirklich Geld für die jeweiligen Produkte, nämlich Filme bzw. Kleidung, ausgeben, interessieren sich für Berlinale und Modenschauen nicht im Geringsten; beide sind für mich zu großen Teilen nur die Manifestationen der Hybris einiger weniger Machtmenschen. - Hm, in der Vergottung von Kleidung gleichen sie sich, jedoch die einen zeigen das Gewand der Toleranz?

Immerhin: die Protagonisten beider Veranstaltungen investieren, wie ich immer mal wieder lesen und hören muss, so einiges Geld in Sex, Drogen und so genannte Arzneimittel.

Hermine sagt: Heute habe ich Appetit auf eine schöne leckere Roulade, Schnuffel!

Google und Umweltbewusstsein

Wenn es denn so stimmt!?

Das gefällt mir.

Hermine sagt: Auch nicht schlecht.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Althaus rockt

Wie freue ich mich. Heute geistert durch die Welt der Nachrichten, angeblich will ja dieser Herr Althaus wieder zurück in die Politik. Er wolle sich wieder als Nr. 1 der Thüringer Landesliste für die CDU aufstellen lassen, so heißt es hier und da. (Wie war das eigentlich damals mit seinem Amtsvorgänger – war das nicht ein so genannter König von Thüringen (Bernhard Vogel) oder so ähnlich – hat der Herr Althaus den nicht, im übertragenen Sinne, ziemlich rücksichtslos überfahren?)

Wie freue ich mich nun aber über diese neuen erfrischenden Nachrichten. Schlimmer wäre es ja gewesen, hätte sich jemand ernsthaft um die beim Skiunfall getötete Frau und ihre Hinterbliebenen gekümmert. Lieber habe ich persönlich ja so verantwortungslose Leute auf Listenplatz Nummer Eins der CDU in Thüringen, als dass so ein Fall – denn so einer ist es und wird es – mal so richtig gründlich aufgeklärt würde.

Fuhr der Althaus nicht verkehrswidrig und damit vollkommen verantwortungslos, ja sogar sowas wie menschenverachtend? War das so in Ordnung? mit diesem zunächst die Piste für weniger versierte Skifahrer herauf rasen und dann wieder runter rasen? - Ich meine, ich kann nicht Ski fahren, aber ich wäre wohl in jedem Falle schier verrückt vor Angst geworden, wenn mir so ein bescheuerter Vollidiot entgegen gerast gekommen wäre! - Und dann sehe ich so einen wieder als (halb designierten) Landesvater?!

Hermine sagt: Gott ist groß.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Zuschauen

Das ist ja eine der schönen Charakteristika des Bloggens: Ich kann mir Sachen von anderen ansehen, wie ich will, ohne mir das doch manchmal recht störende Genöle mit anhören zu müssen.

Der reine ungetrübte Konsum anderer Menschen und deren Inhalte.

Hermine sagt: Ich höre eine Mücke.

Dienstag, 10. Februar 2009

Miscellaneous VIII

Bis hierher ist für mich jetzt alles klar!

Nur: Wie gehe ich jetzt mit den Auren anderer Menschen um? Ich gerate ins Schwitzen, ich spüre den Einfluss der Menschen in Form von Wellen – und oft genug bin ich aus dem Gleichgewicht.

Wahrscheinlich sollte ich am besten Atemübungen machen und Energieübungen. Ja.

So habe ich auch dann – auf eine andere Art – wieder ein Entscheidungsinstrument, welches mir im eher indirekten Kontakt mit anderen Menschen hilft mich zu schützen. Denn: Die Hypersensibilität habe ich nun einmal, als eine meiner Ressourcen, das will ich nicht abstellen. Die Hypersensibilität ist jedoch nicht immer und zu jeder Gelegenheit hilfreich, so dass mir schon viel geholfen ist, wenn ich für mich einen Zustand herstellen könnte, in dem ich den Wellen anderer Menschen nicht wahllos ausgeliefert bin. Also praktisch ein Plexiglaszylinder plus Sensoren.

Hermine sagt: Guck mal, das ist doch Frau Hagedorn.

Montag, 9. Februar 2009

Miscellaneous VII

Irgendwie ist es aber ja wohl auch so, dass ich mir, wenn ich immer so in und an mir herumschalte, nicht gerade Gutes tue.

Meine Stärke, die von mir sogenannte Hypersensibilität, würde doch irgendwie leiden?! Das soll es ja nun auch nicht sein. Meine Sensoren sollen offen bleiben!

Nein, eine Lösung hatte ich da noch nicht gesehen. Nein. Nein.

Es ist glaube ich – für mich – einfach so: Ich bin ich und Andere sind andere.

Das ist alles.

In der persönlichen Begegnung entscheide ich, wie jeder andere Mensch auch, will ich etwas mit diesem Menschen und seiner Geschichte und seinen Eigenheiten, sprich seinen Macken, zu tun haben oder nicht. Ganz, ganz selten mal, dass ein anderer Mensch oder eben andere Menschen, so sie denn in einer Gruppe auftreten, eine direkte Bedrohung für mich darstellen. Das weiß ich jedoch - auch qua meines Schatzes der Hybersensibilität - frühzeitig korrekt einzuschätzen: das war Gott sei Dank noch nie ein Problem für mich.

Hermine sagt: Es ist schon wieder mein herziges Schnupfenwetter.

Freitag, 6. Februar 2009

Miscellaneous VI

Es langt mir vollkommen, wenn ich nur beobachte. Ich brauche beileibe nicht alles zu erklären.

Interessant werden Ereignisse, die mich stören könnten nur, wenn sie mich tatsächlich selbst betreffen, wenn sie potenziell Einfluss auf mein eigenes Leben haben. Vorher existieren diese Ereignisse nur – sie brauchen nur beobachtet zu werden. Solange befinde ich mich dann auf Nominalskalenniveau.

Bildet sich ein konkreter, nämlich störender Einfluss auf mein Leben heraus, kann ich immer noch anfangen mir die Ereignisse zu erklären; ich kann dann immer noch auf Ordinal- oder sogar Intervallskalenniveau umschalten.

Hermine sagt: Wo ist, bitte schön, mein Zeichenkasten? Da sind auch meine Nähnadeln drin.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Miscellaneous V

Es gibt immer auch ganz andere Lösungsmöglichkeiten und Lebensweisen.

Das ist schön. Nicht immer. Aber das betrifft mich ja nur in den allerseltensten Fällen. Und wenn ich dann agiere, ist das immer noch früh genug. Vorher ist es nur vergeudete Energie. Ich habe wirklich viel Besseres zu tun, als mich zu fragen, warum die- oder derjenige dieses oder jenes jetzt nicht so, auf diese einfache Art und Weise macht.

Es interessiert auch keinen Menschen, ob ich bestimmte Verhaltensweisen ungerecht, unmoralisch oder einfach nur auf die eine oder andere Art als doof empfinde.

Hermine sagt: Sehr ansprechendes Schuhwerk.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Miscellaneous IV

Ah, vielleicht ist es so. Ich bin vielleicht zu sehr auf mich fixiert. Ich denke immer, alles hätte mit mir zu tun. Dem ist ja aber gar nicht so. Die wenigsten Menschen interessiert wirklich, was ich so mache, denke und fühle. Schon gar nicht interessiert es die Menschen, die ich z.B. so in der Innenstadt herumlaufen sehe.

Ich ändere auch nichts, absolut nichts, wenn ich mich über das Verhalten anderer echauffiere.

Hermine sagt: Mir ist ein Knöpfchen abgerissen.

Dienstag, 3. Februar 2009

Miscellaneous III

Da bin ich doch so ein hypersensibler Mensch! Ich kann ja sogar den Tod von Menschen voraussehen, mit denen ich etwas länger zu tun hatte.

Und was mache ich? Ich krittele an mir herum. Mein Innerer Kritiker ist auch hier oft genug im Vordergrund; er ist da wo er nicht hingehört. Er ist eigentlich ein süßer Bursche. Aber auch ein Steh-im-Weg. - Now do the right thing?

Vielleicht fehlt mir einfach nur die Sicherheit, dass das, was ich tue, denke und fühle so in Ordnung ist. Ich brauche mir ja nichts vorzuwerfen. Ich schade doch keinem? Wo ich war, kann ich jederzeit hin zurück. Ich brauche mich vor keinem Menschen zu fürchten. Ich kann jeden Abend in Ruhe einschlafen. Ich habe keinen Menschen jemals über den Tisch gezogen oder Ähnliches.


Hermine sagt: Meintswegen immer.

Montag, 2. Februar 2009

Miscellaneous II

Ich sollte mich über bestimmte Dinge gar nicht aufregen. Bestimmte Dinge sollten mich gar nicht interessieren. Sie sind es nicht wert.

Ich könnte einfach abschalten. Jawohl, das kann ich. Ich kann eine richtig schöne dicke Schicht Plexiglas in der Form eines Plexiglaszylinders um mich herum imaginieren.

Nur, ist das nicht stumpf? Mir können doch nicht einfach Dinge, Menschen, Ungerechtigkeiten und Gefühle egal sein. Gefühle, die Fähigkeit zu Reflektionen gar zu Selbstreflektionen sind doch die Eigenschaften, die mich vom Tier unterscheiden!?

Hingegen, wenn ich mir über alles und jedes Gedanken und Gefühle mache, gehe ich irgendwann vor die Hunde.

Ich bin aber auch kein mich abschottendes, dicht machendes, abblockendes Alpha-Tier, wie so manche (vorwiegend) Männer vom Typ-A. Die Art von Abschottung schützt das betreffende Alpha-Männchen ja auch nicht vor stressbedingten Krankheiten – im Gegenteil: Für Gefäßerkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, sind solche Leute bekannte Premium-Abnehmer.

Wie ich´s auch drehe: ich bin wahrscheinlich einfach nur hypersensibel. Einfach nur hypersensibel? Das ist schon eine ganze Menge; ich bin Gott sei Dank nicht von dieser tumben Art.

Diese zunächst einmal gesunde Eigenschaft oder Eigenart steht mir aber so manches Mal im Wege. Oder? Wie ist das? Ist es eher so: Stehe ich mir so manches Mal im Wege, weil ich mit diesem meinem faszinierenden Vermögen ungeschickt umgehe? Ist es das? Es liegt daran?!

Hermine sagt: Das dachte ich mir.

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