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Es werden Posts vom April, 2009 angezeigt.

Goldene Zeiten

Gott sei Dank sind die Strukturen heutzutage so, dass ich mir als Kunde nichts mehr gefallen lassen muss.
Ich wünsche mir garantiert keine früheren Zeiten zurück – die eben keineGoldenen Zeiten waren -, in denen ich als Kunde oder Mitglied oder Patient oder Bürger immer nur als Bittsteller oder Störenfried gesehen und behandelt wurde. (Die echten Parasiten und Störenfriede, wurden im Übrigen dann doch so zur Zufriedenheit bedient, wie sich der redliche Bürger das gewünscht hätte; man musste – und muss – nur den Mund aufmachen und richtig großspurig bzw. nervend auftreten. - Der Fall Jürgen Schneider war da noch eher so einer aus dem Kuriositätenkabinett; viele andere, die ich (genauso) meine, fallen in die Kategorie sich Urlaub aus Kuren zusammenbauen.)
Habe ich heutzutage den berechtigten Eindruck, dass ich als potenzieller Kunde (oder wie auch immer) nicht ernst genommen werde, weiß ich mich zu wehren: Dort werde ich bestimmt kein Kunde. Kein Energieversorger, Internetprovider, keine …

Frühjahrsmüde

Heute fühle ich mich so richtig von Frühjahrsmüdigkeit durchzogen.

Hermine sagt: Äh, juhu?

Mir zu viel

So und ähnlich passiert es mir mit schöner Regelmäßigkeit:
Die Leute legen ihre Sachen auf das Kassenband, obwohl klar absehbar ist, dass ich selber noch Platz für meine Waren brauche. Die Leute wundern sich auch noch, wenn ich Entsprechendes und Angemessenes dazu sage.
In der Bibliothek will ich meine Sachen in den Schrank hängen, hinter mir stellt eine Frau ihren Trolli so ab, dass ich nahe an der Manövrierunfähigkeit bin.
Bin ich im eigentlichen Sinne unsichtbar; bin ich ein Geist? Oder, positiv ausgedrückt, suchen die Leute meine Nähe, wollen die mehr von mir? Habe ich so eine durchlässige bzw. positive Ausstrahlung?
Ich weiß es nicht. Mir ist das zu viel.
Hermine sagt: Heute gibt’s wieder nix im TV.

Bauernproteste

Da waren doch vor so circa anderthalb Wochen erneute Bauernproteste wegen angeblich zu geringer Milchabnahmepreise bzw. wegen zu geringer Milchsubventionen zu verzeichnen: Ich denke, es dürfte Allgemeinwissen sein, dass praktisch alle Bauern, die Flüchtlinge und die (obdachlosen) Einwohner der zum Teil völlig zerstörten Städte der Nachkriegszeit (des II.Weltkrieges) bis auf das letzte Hemd ausgezogen hatten. Es wurde bzw. es musste hergegeben werden das wieviel-teilige Silberbesteck für ein Kilogramm Kartoffeln, zwei Eier und eventuell ein halbes Pfund (oft genug ranzige) Butter. Damit die Kinder wenigstens etwas hatten, wurde die gute Wäsche hergegeben für einen Liter Milch eventuell auch mal ein Brot dazu. Zwanzig Kilometer Wanderung eine Strecke waren keine Seltenheit. (Wie war das mit den Verhältnissen für die jungen Menschen während der sogenannten Landjahre?)Ich denke, es ist doch äußerst dubios und für mich bedrückend, dass so viel kirchlich religiöse Kunst bei den Bauern – bevo…

Ad. Sartre

Man stieg die Metrotreppe hoch, nahm mit den Augen gerade noch ein bißchen Jugendstil mit und stand mitten in Saint-Germain-des-Pres, einem magischen Ort, lief zum Cafe de Flore oder zum Cafe des Deux Magots und wartete auf Sartre. Meist aber schrieb er, den Touristenblicken entzogen, im ersten Stock des Cafes. Er wohnte im vierten Stock eines Eckhauses in der Rue Bonaparte mit Ausblick auf das Cafe des Deux Magots, und manchmal saß er da tatsächlich neben Simone de Beauvoir und schielte über seine Kaffeetasse hinaus auf die Terrasse, wo die „Existentialisten“ ihre Bärte zur Schau stellten. Es waren die ersten Bärte nach dem Krieg, was hatten sie zu bedeuten? Es ist nur eine „attitude“, sagte mein französischer Freund schulterzuckend. Die „Existentialistinnen“ trugen das Haar lang und waren alle schwarz gekleidet, das war keine Trauerpose, sondern eine Notlösung: Sie hatten ihre nicht zueinander passenden Kleidungsstücke, diese dürftigen Hinterlassenschaften der Kriegsjahre, schwarz g…

Ich und ich

Ich denke, ich bin viel stärker extravertiert, aber auch egozentrischer und zugleich egoistischer als ich bisher glaubte oder, besser gesagt, als ich es mir bisher ein- bzw. zugestehen wollte (oder konnte).
Extraversion, mehr aber noch Egozentrismus und Egoismus (auch: Egotismus) wurden in meiner (kindlichen) Anschauung zum Frevel ausgebaut. Heutzutage erkenne ich mehr und mehr wie gut mir nach außen gewandtes Verhalten tut; wie gut mir aber auch stark ausgeprägter Eigennutz und Eigensinn tun.
Ich weiß mittlerweile auch, weshalb ich bei Leuten, die so zur Selbstdarstellung neigten, eher etwas ungehalten reagierte. Ich war wohl sowas wie neidisch, da ich mir diese im Grunde tolle Eigenschaft der frischen Selbstinszenierung persönlich nie zugestanden hatte. Ich traute mich nicht, weil ich wußte, das es nicht gut war: Ich habe zu helfen, war meine Devise. Ich habe für andere da zu sein; erst die anderen, dann erst ich.
Ich wußte ebenso, dass, wenn ich meinen Kopf zu weit erhob - die Richthö…

Rothaarige

Heute:
Eine rothaarige – die sind sowieso nur mit äußerster Vorsicht zu genießen! - Frau nimmt mir die Vorfahrt und fühlt sich auch noch im Recht. Gott sei Dank ist nichts passiert!
Unglaublich und wahr.
Hermine sagt: Perfekt.

Bärlauch

Heute habe ich das erste Bärlauchpesto dieses Jahres hergestellt; aus einem Kilo frischem Bärlauch. Das ist zwar immer eine mörder Arbeit, aber es lohnt sich in jedem Fall. Ich denke immer ich hätte da einen ganzen Wald auf dem Küchentisch liegen, und wie soll ich damit jemals fertig werden: alles waschen, kleinschneiden, mörsern, ganz leicht geröstete Pinienkerne auch mörsern, jede Menge Parmesan reiben und alles mit Olivenöl vermengen und zwischendurch immer mit Salz und Pfeffer abschmecken bzw. Salz schon als kleines Hilfsmittel beim Mörsern verwenden. Wie gesagt: eine Menge Arbeit.
Ich weiß aber, dass ich nur die allerbesten Zutaten und sonst nichts anderes verwende! Von daher: der Aufwand lohnt sich immer!
Hermine sagt: Hmmm. LOL

Althaus is back

Herr Althaus ist wieder voll in Amt und Würden als Ministerpräsident Thüringens. Glückwunsch!
Herr Althaus spielt damit jetzt schon in einer Liga mit solchen Größen wie Herrn Armstrong, Oliver Kahn und so was. Solche wahren Könner hocken mittendrin; viele um sie herum werden als Dopingsünder bestraft; aber die? - anscheinend nicht mal ein Werner Franke (Dopingjäger Nr.1?) traut sich an einen Herrn Armstrong ran; ein Oliver Kahn freut sich so diebisch, dass er vor Ärger mit seiner Urinprobe, die für die Dopingkontrolle bestimmt war, um sich wirft - und diese damit kontaminiert. So muss ich das also machen – alles naturellement altbekannt -, lauter sein als die anderen, dann passiert mir nichts!?
Ich verehre solche Leute. Sie sind für mich die reinen Vorbilder. Ich eifere ihnen frischen Herzens nach. Ehrlich. Wenn Deutschland endlich mal so weit fortgeschritten sein sollte, wünsche ich mir genau solche Leute an der Spitze dieses unseres Landes. Diese Leute haben noch echte Klasse.
Thüringe…

Sommerreifen

Heute hat unser Auto gleichgezogen: Es hat endlich seine Sommerreifen, ich sage gerne: Sommerpuschen, drauf gezogen bekommen; die Winterreifen müffelten doch schon etwas.
Früher, vorzugsweise im wilden Westen, hat man sich ja erst um das Wohlergehen des Pferdes gekümmert und dann erst an sich gedacht. Das ist heutzutage ja anders.
Hermine sagt: Jo. LOL

Etappensieg

Endlich ist es mal wieder gelungen einen international agierenden Kinderpornoring zu sprengen. Das LKA Stuttgart war daran, obwohl es sich um einen international agierenden Kinderpornoring handelte, in nicht unerheblichem Maße beteiligt; die Deutschen Behörden sind da ja leider ansonsten eher auf Hinterwäldlerniveau und schützen eher die Täter, anstelle dass man auch mal bei nicht hundertprozentig gesicherten Tatbeständen zugreift - und somit potenzielle Opfer vor Schaden an Leib und Seele schützt. Verständlich ist aber auch, wenn, wie im aktuellen Fall wohl geschehen, zugewartet wird, um somit einen richtig großen und vor allen Dingen effektiven Erfolg landen zu können. Und Gott sei Dank scheint die Internetüberwachung – hoffentlich in Zukunft auch auf anderen Feldern – endlich siegreiche Früchte zu tragen: Solche Leute, wie die Beteiligten an besagtem Kinderpornoring, dürfen niemals, niemals zur Ruhe kommen!!
Nebenbei notiert, falls es noch nicht bekannt sein sollte: die Täter, die G…

Heiteres Buch

Ich habe mich entschieden nur noch heitere, humorvolle, aufbauende bzw. witzige Bücher zu lesen!
Ich bin es leid mich in schwere Themen einzufühlen bzw. mir ersatzweise nur meine Fachliteratur zu Gemüte zu führen.
Jetzt wird das aber schwierig: Es scheint viel weniger vom erfrischenden Lesestoff zu geben als vom bewegenden. Es ist anscheinend viel einfacher über unsere Schuld im zweiten Weltkrieg zu schreiben; viel einfacher über Tiefgründiges, Melancholisches; über Negatives. Verkauft sich das (wohl) auch besser?!
Ich kann nicht mehr!
Ich werde mir nur noch heiteren, beschwingenden Lesestoff reinpfeifen! Heutzutage ist doch alles nebeneinander und gleichzeitig möglich? Das will ich. Ich will lesen und schmunzeln, manchmal auch lachen. Ich will was über den aktuellen lässigen Zeitgeist in Erfahrung bringen und mich dabei amüsieren.
Ich meine, ich kann mir ja auch über alles und jedes Gedanken machen; und dabei vergessen zu leben. (Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.) Vieles ist d…

Vermisst

Ich warte noch auf den Frühling!
Ich hatte gar keine Zeit meine Übergangssachen anzuziehen. Dabei habe ich doch so eine ansehnliche dünne Jacke zum anzuziehen? Naja das spart Mühe: Ich habe ohne Umwege die Sommersachen hochgeholt und die Wintersachen eingemottet.
Warum sind eigentlich die Schwimmbäder noch nicht offen!?
Hat das was mit der Umstellung auf Sommerzeit zu tun? Hat diese Zeitumstellereisache irgendeinen geheimen Gencode des Frühjahres übersprungen, und jetzt springt (Spring?) der Frühling nicht an? Wie bei so einem Sprung in einer CD? Man weiß das ja alles nicht so genau.
Jedenfalls spielen meine ureigenen Systeme direkt verrückt! Ich bin nicht frühjahrsmüde, aber ich bin jetzt schon abends so erledigt, wie ich es eigentlich nur von ganz fiesen Sommertagen her kenne.
Hermine sagt: Ich vermisse das Frühjahr!

Strassenverkehr – Fahrsicherheitstrainings

Die runden Schilder mit der roten Umrandung und einer Zahl zwischen 10 und 130 in der Mitte bedeuten HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT und nicht Mindestgeschwindigkeit oder Geschwindigkeit auf Verhandlungsbasis oder irgendwas in der Art.
Diese Geschwindigkeiten haben wir alle mal gelernt, und sie sind sinnvoll, auch wenn sogenannte Fahrsicherheitstrainings oder die zunehmende Fernsehpräsenz von Formel-irgendwas-Rennen, Rallye-Wettbewerben und The Fast and the Furious-Filmen uns etwas anderes suggerieren wollen. Diese Fahrsicherheitstrainings sind gut für Chauffeure von irgendwelchen Personen, die nicht selber fahren können oder wollen. Diese Chauffeure dürfen aber auch nicht anders fahren als wir! Sie fahren nicht in einem Parallelstaat. Das einzige ist: Sie könnten manchmal in Situationen geraten, die antrainiertes Extremverhalten verlangen. Deswegen trainieren diese Chauffeure das regelmäßig.
Alles was der Otto-Normalverbraucher wissen muss, lernt er in der Fahrschule! Dieses Wissen wird unter an…

Eigenverantwortung

Es wäre schon die halbe Schlacht gewonnen, würde jeder sein eigenes Päckchen annehmen.

Hermine sagt: Unweigerlich!

Gewichtsreduktion

Die Zeiten, als ich noch alles essen konnte, was ich wollte, sind Geschichte.
Obwohl? Essen, was ich will, geht immer noch; ich ernähre mich ja recht gesund – ja fast vollwertig; Fertigprodukte sind ein Tabu.
Mein Problem ist, dass ich die Mengen nicht mehr einfach so verbrenne! Früher habe ich, wenn überhaupt, einen Tag Zurückhaltung geübt und es war wieder alles in Ordnung. Heutzutage – ich treibe zwar regelmäßig und ausgiebig Sport – rächt sich jedes nicht Maß halten sofort.
Es ist zwar Gott sei Dank noch nicht allerhöchste Alarmstufe, aber kurz davor: Mein Bauch(ansatz) macht mir vorrangig psychisch zu schaffen; meine Beine fühlen sich an, als würden sie platzen, aber das kommt daher, dass ich ein dreiviertel Jahr lang aufgrund einer Verletzung praktisch nur Cross-Trainer und Fahrrad machen konnte, was das Ausdauertraining angeht, und ich dann mit dem Laufen erst sehr langsam und vor allem vorsichtig wieder eingestiegen bin und jetzt erst seit ein oder zwei Wochen wieder so richtig –…

Meine feste Meinung

Ich sollte einfach von meinen Ansichten überzeugt sein.
Nein, das ist meine feste Meinung. Beziehungsweise das brauche ich ja gar nicht zu sagen, ich brauche es nur rüberzubringen. Das kann ich streckenweise ja auch sehr gut; gemäß meines Sternzeichens steckt in mir eben ein guter Verkäufer. Jedoch: sagt mir jemand einen plausiblen Grund für seine Sicht der Dinge – und ich bin nicht gerade in Verkaufsmood, weil mein durchaus manchmal auflebender Narzissmus mir den Bauch pinselt -, dann sage ich mir: ja, das gibt es auch, oder: so eine Meinung kann man doch auch gelten lassen, oder: ja, da ist doch auch etwas dran – manchmal sage ich mir das allzu schnell.
Ich meine, meine Non-obsessive Art bringt mir ja auch wirklich viele Vorteile: Menschen tauschen sich gerne mit mir aus (, weil ich sie so lasse und akzeptiere wie sie sind). Menschen hören gerne, was ich zu sagen habe (, weil sie wissen, dass ich das, was ich da so von mir gebe, immer nur als eine von vielen Möglichkeiten verstehe). M…

Fallen lassen

Ich möchte mich gerne in der Natur suhlen, mich richtig reinplatschen lassen!

In der Stadt ist alles so fest und eckig.

Hermine sagt: Viel Spaß, Hasekind, an mir wird es nicht scheitern.

WordPress punkt com

Ich muss es zugeben, schon als ich mich nur so einigermaßen eingearbeitet hatte, entfaltete WordPress punkt com wirklich seinen eigenen Charme. Es hat was. Es ist geil. Vor allen Dingen hat WordPress punkt com super frische Farben und sehr fein gearbeitete Möglichkeiten, sprich Features bzw. Funktionen.
Ich werde von daher jetzt zweigleisig fahren mit WordPress punkt com und Blogger punkt com: Ich glaube es zwar nicht, aber vielleicht geht ja einer von beiden unter; und ich stehe immer noch zu meinen Lobeshymnen auf Blogger punkt com.
Aber wie entscheide ich mich jetzt zwischen all diesen verlockenden Layouts für ein endgültiges Theme!?? Das, wo ich mich doch sowieso schon so schwer entscheiden kann. Ich will immer alles auf einmal. Das geht aber nicht. Also muss ich mich für ein Ding entscheiden, egal wie! Hm, ich weiß es immer noch nicht. Ich werde es sehen. Irgendein relevantes Kriterium, das mir die Entscheidungsfindung ermöglicht und erleichtert, wird mir schon einfallen (müssen).
H…

Unverbindlichkeit

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Früher habe ich einigermaßen starke Vorbehalte gegenüber der unverbindlichen Art der Rheinländer bzw. der Menschen aus dem Südwesten gehabt.
Heutzutage erkenne ich hingegen auch die Vorteile, die solch eine unverbindliche und – in meinen Augen – oberflächliche Art haben kann:
Ich kann mir sicher sein, dass kaum etwas zu ernst genommen wird. Ich fühle mich nicht gleich verpflichtet, also auf irgendetwas festgelegt.
Man – als Nicht-Rheinländer bzw. als jemand, der nicht aus dem Südwesten kommt - muss nur erstmal begreifen, dass dieser unverbindliche Charakter und diese Oberflächlichkeit, im Sinne von Beliebigkeit, nicht persönlich zu nehmen sind.
Wer in die benannten Regionen Deutschlands zugezogen ist - womöglich aus Norddeutschland -, spürt was ich meine.

Hermine sagt: Genauso hätte ich das auch gesagt.