Montag, 20. Dezember 2010

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein schneller Sprung



1... Ld6:
Weiß am Zug
+-

Mozilla ist jetzt richtig sicher

Mozilla-Produkte sind jetzt nicht nur - wie schon seit langem - vom Programmiertechnischen her relativ sicher. Auch die Infrastruktur ist jetzt so richtig sicher. - Mozilla macht wirklich richtig Spaß in der Anwendung!

Microsoft vs. Apple vs. Linux

Ich weiß gar nicht, was immer alle diese Leute haben: Da wird gemeckert gegen Microsoft, insbesondere auch gegen Windows und seine Derivate. Beziehungsweise, da wird Apple in den Himmel gehoben, seine Zuverlässigkeit, seine Modernität, seine Sicherheit... Beziehungsweise, da wird Linux in den Himmel gelobt ob seiner Einzigartigkeit, Unabhängigkeit, Lauffreude...

Ich als Otto-Normal-will-Spaß-haben Anschalten-und-gut Computer-Benutzer verstehe das nicht.

Microsofts Windows schalte ich an - und läuft! (eine Ausnahme: Vista ist angeblich nicht das ausdauernde Kraftpaket, dass so Einiges über eine längere Strecke wegtragen kann) Jetzt gerade Windows7 schalte ich an und läuft, und ich bin froh darum.

Und - für mich besonders wichtig - alles unter Windows hat ein schönes, ansprechendes Äußeres. Da kann ich machen und tun was und wie ich will. Ich fühle mich unter Windows - insbesondere unter Windows7 - einfach wohl!

Und dann kommt Apple und meint von sich alles noch besser machen zu können. Ich will mich nicht dazu versteigen, wie es eine ansonsten von mir geschätzte Twitterin getweetet hat, und behaupten, Apple sei Hitler. Zum Beispiel, dieses Ausschließliche, wie ich es mit iTunes erlebt habe, will ich nicht nochmal erleben müssen! Das war schlimm! Dieser iPod ist irreversibel mit diesem iTunes auf diesem Rechner gekoppelt, so in dieser Art - und ständig so und anders. Mein iPod shuffle hat nach gerade einmal etwas über einem Jahr seinen Geist aufgegeben und hatte vorher schon - obschon angeblich für den Sport konzipiert - immer so seine Macken (sprich Wackelkontakte) - soviel zur Zuverlässigkeit. Ganz abgesehen davon: mörder Preise für alles und jedes Teil (wozu?); meine Programme laufen zum großen Teil nicht unter Apple...

Und Linux, was soll ich sagen? Wie viele Linux-Varianten gibt es?! Vor, während und nach der Installation einen Spruch aufsagen, sprich die Finger über der Tastatur kreisen lassen?

DOS-Befehle (beziehungsweise Unix-Befehle) hat Microsofts Windows seit Ur-Zeiten hinter sich gelassen. Und somit hat Microsoft in Form von Windows auch und gerade dem oben bereits postulierten Otto-Normal-will-Spaß-haben Anschalten-und-gut Computer-Benutzer Einlass in das Computer- und Internet-Leben gewährt!

Was ich behaupte: Es gibt Parallelen zum Schulhof-Gebaren insbesondere der männlichen Schüler. Da wurden und werden die jeweiligen Gefährte frisiert und getunt und verschraubt und verlötet (im doppelten Sinne des Wortes)... - und dann wird noch übersehen beziehungsweise, es fällt noch nicht mal auf, dass die Halbwertzeit solcher Gefährte im Vergleich zu den Werksvarianten rapide sinkt. Genauso ist es mit den Computern. Lasst doch die Finger davon! Lasst sie doch so wie sie sind! Es muss doch nun nicht alles höchst-individuell verfremdet sein! Auto: Frontspoiler, Heckspoiler, Sidespoiler (oder wie die Dinger heißen), breitere Reifen... - und sich dann wundern, wenn das Ding überall und zu jeder Zeit aufsetzt. (Ganz abgesehen davon, dass das Ding kein anderer Mensch mehr haben, sprich abkaufen, will - abgesehen vom ursprünglichen Tuner vielleicht, obwohl der zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich auch schon keine Lust mehr haben wird.)

Also: Unter Windows (Windows7) läuft alles, flutscht alles; ich habe Zugriff zur kompletten Welt der Computer und des Internets. Apple, was das Restriktive, Einschränkende angeht, ist für meinen Geschmack schlimmer als Microsoft (und Sony) zu seinen besten Zeiten. Meine Programme laufen nicht unter Apples Betriebssystem; so einige wunderbare Windows-Programme laufen nicht unter Apples Betriebssystem. Preise wie ein Weltmeister - und ich frage mich: für was?

Genauso wie bei obiger, von mir gezogener Parallele (Autos tunen): Lasst die Finger von den harten und weichen Eingeweiden eurer Rechner! Dann läuft unter Windows7 alles problemlos (fast ein Leben lang). Es sei denn ihr seid entsprechend ausgewiesene Profis, dann gilt der eben gegebene Rat naturgemäß nicht in dieser Form. Aber an alle anderen sei es gesagt: Lasst euch nicht zu immer wieder neuen Experimenten hinreißen, wenn es euch auf den Spaß an eurem Rechner und am Internet ankommt (auch hier wieder einschränkend: es sei denn, euer Lebenselixier besteht gerade im Abstürzen lassen und Neubeginn). 

Lasst die Finger von diesen (niedlichen) kleinen Programmen (Mini-Anwendungen). Alleine schon vom Aussehen her, sind sie mehr ein Rückschritt als alles andere. Sie sollen dies können und das - und bringen letzten Endes doch keinen Fortschritt. Was solche kleinen Helfer bringen, ist, dass sie sich in Root-(System-) Verzeichnisse einschleichen und dort auf problematische Art festsetzen. Zusätzlich kann man dann noch wieder schauen und rumfummeln, ob sich eines dieser Lebensvermieser nicht sogar noch nachhaltig in den RAM eingegraben hat. Ganz abgesehen von etwaigen Virus-, Spy- und/oder Mal-Eigenschaften.

Kurz und knapp: Windows7 ist der Spaßbringer. Und, wie hinsichtlich Autos und überhaupt, alles was verändert wird, wirkt sich auf das komplette System aus und ist entsprechend zu berücksichtigen und zu erwägen - und das können nur als solche ausgewiesene Profis. An alle anderen: Drum prüfet, wer sich ewig bindet. Binden ja, aber wirklich sich der Verantwortung und der Folgen so bewusst wie nur irgend möglich sein! (Gemäß Nietzsche geht das zwar nicht, alle Wirkungen folgerichtig zu überschauen - mein Rat gilt trotzdem.)

Hermine sagt: Mal ein wahres Wort, unsanft ausgesprochen. Es kann einen nicht jeder mögen.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Herr Assange kommt frei

Herr Assange kommt endgültig auf Kaution frei. Ob das für ihn wirklich so gut ist - ich hoffe es.

Die Medien scheint dieses Ereignis - wie gewohnt - jetzt nicht mehr so arg zu interessieren?

Wann endlich Jugendschutz im Internet

Wer verschleppt und verzögert da, gewollt oder ungewollt den Jugendschutz im Internet!?

Raubbau im Dienste des Wintersports

Die Natur und das Volk im Dienste des Wintersports.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Filmrückblick 2010

Und hier, bitte sehr, the ultimate Filmrückblick 2010.


Und hier, bitte sehr, ginge es dann zu Googles Jahresrückblick 2010.

Hitler und Nikon nicht vergessen

Noch zu Zeiten von Twitter hatte ich bereits auf den folgenden sehenswerten Beitrag hingewiesen.

Bevor ich es wieder vergesse, - oder besser - bevor ich dieses Schätzchen vergesse, will ich es hier festhalten: Hitler und Nikon einmal ganz anders. Und auch von mir - genau wie im verlinkten Post zum Video - sei der Warnhinweis vorangestellt: Jedwedem zart besaiteten Gemüt ist von der Rezeption und Perzeption des Videos dringendst abzuraten! - Der Rest: Habt Spaß!


via scottkelby.com

Hermine sagt: Buuuh...

Dienstag, 14. Dezember 2010

Photoshop


via scottkelby.com

So, genau so werden Produkte verkauft. (Photoshop Tutorial)

Hermine sagt: Leckere Maronen, hmmm...

Montag, 13. Dezember 2010

Der Paradigmenwechsel von analog zu digital

Der Paradigmenwechsel von analog zu digital ist auch ein Problem der Protektion (von mangelnden Fertigkeiten).

via the difference

Lehrer versus Fortbildung

Es soll ja doch tatsächlich Lehrer geben, die sind Fortbildung gegenüber aufgeschlossen!?

via o´reilly radar

Googles Jahresrückblick

Googles ganz persönlicher Jahresrückblick auf das Jahr 2010



Und hier, bitte sehr, der ultimative Filmrückblick 2010.

Blog-Anbau

Habe in der letzten Woche unter WordPress punkt com einen Testballon mit Zusatz-Blogs steigen lassen, inklusive einer neuen Identität (reinhardt97). (Benötigt der (Internet-)Mensch multiple Identitäten?)

Dieser Testballon war nix!

Als am besten für mich hat es sich schlicht und ergreifend herausgestellt, alle meine Blogs (Projekte) hier auf Blogger punkt com zu stellen, alle meine Blogs unter Blogger punkt com zu bewirtschaften.

Der Vorlagen-Designer unter Blogger punkt com - dieses Feature ist eines dieser unschlagbaren!

Und meine liebe HarryHIII-Identität zu bewahren, das gefällt mir persönlich ebenso am besten. (Da weiß ich, was ich habe. )

Immer meinte ich, WordPress Blogs werden in puncto Suchergebnisse bevorzugt. Das wiederum sollte wohl meine Einbildung sein!

Hermine sagt: Du denkst immer, Du würdest etwas verpassen!?

Freitag, 10. Dezember 2010

Milchseen und Lactoseunverträglichkeit

Könnten die sogenannten Milchseen vielleicht etwas mit einer steigenden Lactoseunverträglichkeit in der Bevölkerung zu tun haben?

Hermine sagt: Stör mich jetzt mal eben nicht.

Jeff Jarvis und WikiLeaks

Die gesammelten Werke von Jeff Jarvis zu WikiLeaks.

Open Leaks

WikiLeaks: Der Fortschritt ist unaufhaltsam auch und gerade was Transparenz angeht.

OpenLeaks - eine weitere Evolutionsstufe?

Web2.0-Gemeinschaft

So kann Gesellschaft - Gemeinschaft? - im Web2.0 aussehen.

Ist eine drohende Welle der Alzheimer-Erkrankungen doch noch zu stoppen?

Ein Lichtblick? Seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten befürchten Experten einen massiven Anstieg an Alzheimer-Erkrankungen. Wehrlos scheinen wir demnach nicht zu bleiben.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Industrie und Gesetzesvorlagen

Und wieder mag die Industrie den Gesetzes-Ton angeben.

Apropos, dieser Bernd Neumann scheint ja wohl auch alles und jeden zu überleben.

Ab wann ist der Mensch ein Journalist

Ab wann ist der Mensch ein Journalist?

Die Beantwortung dieser Frage soll womöglich auch für Herrn Assange und sein WikiLeaks wichtig werden.

Energieversorger in der Vorwärtsbewegung

Und wieder tut sich was in der Service-Wüste Deutschland: Die Energieversorger sprießen.
Toptarif zufolge kann ein Vier-Personen-Haushalt bis zu 500 Euro im Jahr sparen, wenn er vom teuersten Angebot des örtlichen Grundversorgers zu einem günstigen Anbieter wechselt.

Dieses Fazit sollten sich alle Privat-Abnehmer von Gas und Strom - auf den im obigen Artikel nicht explizit Bezug genommen wird, der nichtsdestotrotz von mir mitgemeint ist - hinter die Ohren schreiben. Viele Menschen meinen, sie müssten nicht auf ihren zuständigen Minister hören, der immer wieder fordert: Wechselt! Die beste Verteidigung (gegen Abzocker-Methoden im Bereich Energieversorgung) ist der Angriff (Energieversorger wechseln). Dieselben Menschen sollten dann doch, bitte schön, auf mich, auf ihren HarryHIII hören!

Was eben diese viele Menschen unter anderem vom Wechseln des Energieversorgers abhält ist folgende falsche Annahme: wenn etwas ist, was zuvor immer mein örtlicher Grundversorger erledigt hat, bin ich aufgeschmissen und muss Zusatzkosten in Kauf nehmen. - Quatsch! Unsinn!

Folgendermaßen: Der neue preisgünstige Energieversorger versorgt den Abnehmer mit allem, was er braucht - und bestellt hat. Also Gas oder/und Strom. Und - das ist der Clou - ohne irgendwelche Extrakosten: die Zähler-Instandhaltung, die Allgemeine Instandhaltung muss per Gesetz vom örtlichen Versorger genauso wie bisher übernommen werden!
Die praktische Konsequenz lautet ganz einfach: Alles wie bisher! Die Daten der Ablesungen gehen an den neuen Energieversorger. Gas oder/und Strom brennen und strömen wie bisher (nicht der geringste Leistungsunterschied). Sämtliche Wartungsarbeiten sind gesetzlich über den örtlichen Versorger garantiert - und kosten keinen Cent extra!

Ich bin schon längere Zeit sehr froh über diese Entwicklung, die, wie im verlinkten Artikel nachzulesen ist, immer weiter voranschreitet: immer mehr Konkurrenz durch eine (stetig) steigende Zahl der Energieversorger. (Wobei darunter wohl auch viele spezialisierte Abspaltungen von Groß-Energie-Konzernen zählen.)

Schon alleine, dass ich mir einen lästigen Ablesetermin spare. Zu früheren Zeiten musste ich mich entweder darauf verlassen, dass die Zähler-Ablese-Termine so (ungefähr) um dieselbe Zeit wie im Vorjahr stattfinden. Welche Pein. Oder ich musste Wochen bis Monate vorher nach irgendeiner kleinen Terminanzeige im örtlichen Käseblatt suchen, wenn besagtes Käseblatt denn überhaupt bei mir ankam. Heutzutage werde ich, freundlich, per E-Mail benachrichtigt, sie haben Zeit zwischen dann und dann ihre Zähler abzulesen und uns die Stände per Internet zu übermitteln, danke.

Ablesen - per Computer eingeben - auf Online-Rechnung warten - danke. Und noch dazu Geld gespart, tatsächlich.

Hermine sagt: Und die Alten?!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

WikiLeaks und das Schweigegelübde

Da hat aber ein Mensch beziehungsweise eine Organisation einmal so richtig ein Hornissen-Nest ins Schaukeln gebracht: Herr Assange und sein WikiLeaks.

Jeder, fast jeder, redet darüber: Huch, die armen Politikerchen, das kann man doch nicht machen, (wir müssen doch immer schön brav folgsam sein) unser Land – Ja, immer runter mit den Köppen. - Alles ist vertreten.

Welche Motivation steckt hinter Herrn Assanges Willen zur Enthüllung – ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben? Dieses Sein-Selbst-mit-einer-Idee-verschmelzen?

Mir fällt bei dem, was um dieses WikiLeaks Projekt herum alles so aufkommt immer eine Parallele zum Schweigegelübde in Familien auf. (Hat Herr Assange das erlebt?) Ich weiß nicht, ob es sich so einfach vom Mikrokosmos der Familie auf den Makrokosmos der Weltpolitik und ihren Verstrickungen übertragen lässt.

Da wird von den Angehörigen der jeweiligen Institutionen verlangt zu schweigen. Es wird gelernt, schon in den in diesen Kreisen beliebten Internaten, eine Clique zu sein. Nichts darf nach Außen dringen: das ist ein Schutz für die jeweilige Gruppe; das verschafft der Gruppe Macht (gegenüber anderen Gruppen) – jemand, der sich auf dieses Schweigegelübde einlässt, einlassen muss, ist seiner eigenen Gruppe auf Gedeih und Verderb ausgeliefert; so ein jemand sieht am besten zu, dass er in der Gruppe möglichst weit oben ist oder dorthin gelangt, denn ansonsten erfährt er ziemlich schnell die riesigen Nachteile eines solchen Gruppen-Schweige-Abkommens: er wird leiden, und er darf nichts sagen, er darf sich nicht wehren. - Nun, kurz: ist das Volk das unmündige Kind, dass nichts sagen darf? Das unmündige Kind, das keine andere Wahl hat (weil es so vulnerabel ist)? Manchmal kann es einem so vorkommen.

Und: wie passt der Mainstream-Journalismus in dieses Schema? Ein Familienmitglied? Ein Eingeweihter in die Familiengeheimnisse? Als typisch empfinde ich - und umso wichtiger ist diesbezüglich in meinen Augen WikiLeaks -, dass der Mainstream-Journalismus - den wir alle so lieben - aus den ca. 250.000 Depeschen (um die es wohl aktuell geht) mehr oder weniger triviales, wenn nicht sogar amüsantes Zeugs enthüllt, ans Tageslicht bringt. Nebenbei, es soll ja wohl einen deutschen WikiLeaks-Ableger geben - das empfände ich als eine Farce in sich (das wäre wie als würde in Belgien ein WikiLeaks-Ableger installiert; von wegen Mentalität des Schweigegelübdes und der wichtige schöne Schein nach Außen).

Enthüllungen, dieses Wort impliziert meines Erachtens schon, dass da etwas ist, das unter normalen Umständen nicht so schnell an das Tageslicht gewollt hätte. Klar dass da ein Aufschrei auch und gerade durch Berlusconi- und Putin-Reihen geht.

Da wird als ein Gegenargument gegen WikiLeaks beziehungsweise gegen die Objektivität und Unabhängigkeit WikiLeaks´ vorgebracht, dass sie ja wohl nur bestimmte Länder beziehungsweise deren Vertreter (bevorzugt) desavouieren würden. Warum denn nicht die anderen auch, ist die Frage? Ich meine: WikiLeaks, kann doch (vorerst) nur als ein Anfang verstanden werden - Nachfolger oder Parallelgesellschaften(!) werden Anderes und Zusätzliches enthüllen (müssen oder können?). Jedenfalls, das Internet wird es richten, das wird unaufhaltsam sein. - Na, da werden aber einige schöne neue Luxus-Kaffee-Häuser entstehen, die die ganze Ehrenwerte Gesellschaft während ihrer vielen privaten, rein mündlichen Informationsgespräche beherbergen und vor Beobachtung beschützen werden.

Als komisch, letztlich erschütternd empfinde ich wiederum auch im Falle WikiLeaks: Wie rasend schnell kann alles gehen! Assange ist direkt verhaftet - und wird so schnell nicht wieder die Freiheit erblicken, darin können wir uns alle sicher sein (wenn er das alles überhaupt unversehrt überstehen sollte). - Erleben wir so ein schnelles und konsequentes Vorgehen im Rahmen von Schwerverbrechen, Terrorismus und Organisierte Kriminalität bitte, bitte auch einmal – bitte!!

Ich habe keine groß angelegte Meinung zu WikiLeaks.

Der beste Schutz gegen Enthüllung ist Transparenz. Ich meine, da ist sehr viel Wahres dran!

Des weiteren gibt es da eine schöne Übersicht über Videos und Podcasts zu WikiLeaks.

Hermine sagt: Pssst, nichts Deiner Mama sagen und erst recht niemand anderem, meinst Du so?

Dienstag, 7. Dezember 2010

Schulunterricht I

Anlässlich der neuesten Pisa-Studie passt das Folgende ganz gut.
Wir mußten unsinnige Verse auswendig lernen:
Frag wen? und was? wie lang? wie breit?
wie alt? wie lange? und wie weit?
wie hoch? wie tief? hinsichtlich wessen?
frag auch wohin, doch nicht vergessen,
daß »in« allein entbehren muß
der Städte Namen, domus, rus!
Hierbei war die Position des Fragenden völlig im unklaren. Was er eigentlich damit sollte.
Der Lehrer selbst hat damit imponiert, daß er einen doppelten Doktor hatte. Er war außerordentlich gefürchtet. Er hatte einen Hörapparat im Ohr, mit dem er simulierte, daß er schwer hören konnte. Alles war verboten, jedes Geräusch, Blicke zur Seite und so weiter - was ja sehr heikel ist, denn wenn das Verbot erst einmal verletzt ist, dann bricht das ganze autoritäre Gebäude zusammen.
Männlich sind der Wörter all
auf or und os und er
und es, sofern der zweite Fall
hat eine Silbe mehr.
Die Wörter mit der Endung is
sind femini generis;
auch die auf x und as und aus und o
und s mit Konsonant davor brauch so!
Als Neutra man sich merken muß
die Wörter auf ar, ur und us,
die Wörter mit der Endung e
und die auf a, c, l, n, t
Das kann ich immer noch. Völlig nutzlos.
Redakteur (1934)
(a.a.O., S.154f.)
(Die Jahreszahl meint das Geburtsjahr.)

Lit.:
Kempowski, W.: Schule. Immer so durchgemogelt. München 19993.

Hermine sagt: Wie alles, mit mehr Höhen als Tiefen.

Gott sei Dank nicht Alles

Und - gottseidank - auch in diesem Fall wird nicht Alles enträtselt werden.

Montag, 6. Dezember 2010

Gylne Tider (Golden Times)


Promotion Video für die Norwegische Show Gylne Tider (Golden Times).

Wun-der-bar!

Auch nach dem Motto: Wie sieht eigentlich ... heute aus?

Vishy

Der sympathische Viswanathan "Vishy" Anand. Schöne, klare Aussagen. Schach - Computer - Philosophie - seine Karriere

Naturgesetze entdecken


Götter - Naturgesetze entdecken - Schachanalogie

ad. WikiLeaks

die einzige sichere Verteidigung gegen Enthüllungen – Transparenz.

via Buzzmachine

Sonntag, 5. Dezember 2010

Freitag, 3. Dezember 2010

Auf die Dosis kommt es an

Auf die Dosis kommt und kam es schon immer an, z.B. ab wann irgendetwas für den Menschen giftig wird. Somit nichts Neues in diesem Artikel über das Vitmain-D. Aber eine Bestätigung und Veranschaulichung.

Apropos, hier wird über Vitamin-D informiert.

Das mit der Dosis kann sogar ganz bizarre Ausmaße annehmen. Arsen. Was machen Fledermäuse nicht alles für einen Happen-Pappen Skorpion.

Kommentarfunktion zu restriktiv I

Da "Focus Online" die Kommentarfunktion zu restriktiv verwendet und mit Werbung überfrachtet - in meinen Augen -, äußere ich mich hier zum Artikel:

Endlich werden so einige Sprüche obsolet: "Wir haben damals noch dieses und jenes auswendig gelernt", "Sie haben hier gar nichts zu sagen", "Rechtsverkehr!" - und gelangen endlich in die ihnen zustehende Rumpelkammer.

Das Internet bietet die besten Chancen selbständig denken zu lernen, Schlüsse zu ziehen - und nicht in engen und starren persönlichen Grenzen zu verharren.

Kommentarfunktion zu restriktiv

Da "Focus Online" die Kommentarfunktion zu restriktiv verwendet und mit Werbung überfrachtet - in meinen Augen -, äußere ich mich hier zum Artikel:

Nicht dass durch @alex der Eindruck entstünde, es gebe keine mafiösen Strukturen. Es gibt sie!

Und nur weil extrem viel Geld und Wirtschaftsbeziehungen dabei eine vorherrschende Rolle spielen, wird es nicht moralisch hochstehender - eher im Gegenteil. Stichworte: Menschenleben; Geldwäsche.

Die Ehrenwerte Gesellschaft existiert! Herr Assange wird nicht aus Jux und Dollerei mit dem Tode bedroht.

Anna Torv

Anna Torv

via markuswelt

Rauchverbot ist in Ordnung

Spät, sehr spät, habe ich diesen Artikel gefunden

Rauchverbot: Kurze Widerlegung der diversen falschen Argumente

Also:

- Verbote sind generell Scheiße

Natürlich sind sie das nicht. Ich finde es z.B. durchaus praktisch
das es z.B. Verkehrsregeln gibt und es nicht erlaubt ist, Menschen
z.B. mal so aus Jux anzuzünden.

Die Grenze ist da, wo Menschen anfangen andere Menschen zu schädigen.
Bei Rauchen ist das aber leider klar der Fall. Soll die
Zigarettenindustrie halt die rauchfreie Zigarette erfinden (oder
sonstwas, was Passivrauchen unterbindet). Und würden Raucher nur brav
in ihren eigenen vier Wänden rauchen, ohne Nichtraucher zu verletzen,
würde auch niemand ein Verbot brauchen.

Leider klappte das nicht. Und so haben wir halt das Verbot. Gut so!
Und selbst Schuld, ihr Raucher! Und ihr wenigen nachsichtigen Raucher
könnt euch bei euren rücksichtslosen 'Kollegen' bedanken. Denn davon
gibt es viel zu viele und DIE waren es, die letztlich das Verbot
durch ihre Rücksichtslosigkeit verursacht haben.

- Autos erzeugen auch giftige Abgase

Stimmt. Und daher gibt es seit längerem auch die Katalysatorpflicht.
Haben die Autofahrer auch nicht freiwillig gemacht. Also kamen halt
Verbote. Auch gut so.

Nebenbei: Nur weil X schlecht ist und Y schlecht ist, folgt nicht,
das man, wenn man X verbietet auch Y verbieten muß. Sonst könnte ich
z.B. auch folgern: Rauchen verletzt Menschen, Menschen mit dem Messer
niederstechen auch. Da Rauchen nicht verboten ist, warum soll es dann
also verboten sein, Menschen mit dem Messer niederzustechen? Also
Freiheit für Messerstecher! Klingt bescheuert? Ist es auch. Genauso
wie die Argumentation "solange Autos nicht verboten sind, darf man
auch Rauchen nicht verbieten"

Wer aber wirklich meint, das er durch KFZ körperlich geschädigt wird
und diese daher verbieten will: Von mir aus! Warum auch nicht, ist
das gute Recht eines jeden, gegen Mißstände anzugehen. Und wenn er
eine Mehrheit findet, dann kann er das halt durchsetzen.

- Was ist mit den ganzen Dicken. Das ist auch ungesund!

Wer Fett ist, schädigt sich selbst. Schlimm genug, aber trotzdem
nicht dasselbe wie andere mit giftigen Gasen vollzuqualmen. Allein zu
rauchen ist nicht verboten, es ist nur verboten in Bereichen zu
rauchen, wo andere geschädigt würden. Von mir aus kann sich jeder
freiwillig von der Zigarettenmafia abhängig machen, aber ich möchte
selbst entscheiden können, ob mir jemand seinen stinkenden Qualm ins
Gesicht bläst oder nicht.

Und selbst wenn: Wie sollte man Übergewicht verbieten? Indem man
essen verbietet? Oder bestimmte Nahrungsmittel? Das geht schlicht
nicht. Selbst von gesunden Nahrungsmitteln kann man sich ja eine
dicke Wampe anfressen, es kommt ja vor allem auf die Menge an. Wie
soll man das bitte regulieren? Oder kommt dann die
'Zwangsfettabsaugung' (die im übrigen nicht mal was bringen würde -
aber das ist ein anderes Thema).

- Nichtraucher sind intolerant

Toleranz hört da auf, wo man verletzt wird. Raucher mögen das zwar
anders sehen aber für viele Nichtraucher ist es eine Qual,
Zigarettenrauch einzuatmen. Ist halt so. Und es ist das gute Recht
eines jeden, sich das zu verbitten. Da die Raucher sich bisher darum
aber einen Dreck gekümmert haben, hat jetzt glücklicherweise der
Gesetzgeber eingegriffen. Wie bei vielen anderen Dingen des täglichen
Lebens ebenso.

Andere Leute anhaltend mit lauter Musik zuzudröhnen ist z.B. auch
verboten. Oder beim schlendern durch die Fußgängerzone mal die eine
oder andere Ohrfeige an zufällige Passanten zu verteilen. Letzteres
bringt Menschen nicht mal um - aber verboten ist es
(glücklicherweise) trotzdem. Finden die ganzen Raucher solch ein
Verbot auch überflüssig? Was würdet ihr sagen, wenn euch mal jemand
so aus Jux eine runterhaut und wenn ihr dann sauer werdet, dann seit
ihr plötzlich intolerante Spaßbremsen.

- Dann sollen die Nichtraucher halt woanders hingehen

Das funktioniert nur, solange es auch möglich ist. Ist es aber leider
nicht. Früher war in JEDER Kneipe, Disko, Bar usw. die Luft
verqualmt. Wenn man nicht auf sein Sozialleben verzichten wollte,
hatte man als Nichtraucher schlicht keine Wahl als den Rauch zu
ertragen. Und für die Angestellten dieser Läden galt das selbe, diese
hatten die Wahl zwischen permanenten Passivrauchen oder einem de
facto Berufsverbot. Gut, das dieses Unrecht endlich beseitigt wurde.

Ich kann mich auch nicht auf die Straße stellen und mir ein Schild
umhängen: "Wer mir näher kommt als 10m, den erschieße ich. Also
bleibt weg!". Ok, kann ich schon, aber wenn ich dann wirklich jemand
erschieße, kriege ich trotzdem lebenslänglich, selbst wenn ich vor
Gericht zigmal sage, das die Erschossenen ja selbst Schuld sind, sie
hätten mir halt nicht näher als 10m kommen brauchen.

Die ursprüngliche Quelle scheint mir diese hier zu sein.

mittlerweile kälteintolerant

Gestern abend, bei Minustemperaturen und Schneebelag, sind mir zwei Jogger - nicht Joggerinnen - entgegengekommen. So weit so gut. Ihre Bekleidung
  • der eine Jogger: normale Jogging-Schuhe, eine Gore-Tex Sport-Mütze, eine Funktions-Jacke für den Winter (und die berühmte Zwiebelschalen-Montur darunter, vermute, nein, hoffe ich) und so eine sieben Achtel Lauf-Hose
  • der zweite Jogger - Läufer sollte ich wohl sagen: war nahezu identisch wie der erste bekleidet, nur hatte er - Steigerung! - eine einfache, kurze und weit geschnittene Laufhose an

Wenn ich bedenke, zu früheren Zeiten - nein, ewig ist das noch nicht her - bin ich jeden Tag mindestens zwanzig Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Diese Strecke kam zustande alleine schon mit den  Hin- und Rück-Fahrten zur Uni. - Das war noch zu Studentenzeiten und zu Zeiten als ich noch wissenschaftlicher Mitarbeiter war - ein bettelarmer, weil völlig unterbezahlter, um nicht zu sagen ausgebeuteter wissenschaftlicher Mitarbeiter. Aber das nur am Rande, von wegen Investitionen in Bildung in Deutschland und so.

However, auch bei Minustemperaturen und Schneebelag war ich mit dem Fahrrad nahezu täglich unterwegs. Auf Schneebelag sogar besonders gerne. Auch wenn es mich diverse Male hingelegt hat. Diese früheren Zeiten auf dem Fahrrad im Winter bestritt ich - egal wie kalt - mit meiner Hauskleidung (Indoor-Bekleidung), plus einer zwar winterfesten, aber doch wohl eher lächerlichen Jacke, was das Winterfeste angeht. Keine Mütze. Keine Handschuhe. Und was war? Ich stieg vom Fahrrad und hatte mollig-warme Hände - und so gut wie nie eine Erkältung. Und wenn ich mal eine Erkältung gehabt haben sollte, habe ich weitergemacht als wenn nichts wäre.

Und heutzutage? Älter. Im Wohlstand. Ich liebe die Kälte im Vergleich zur Hitze immer noch! Ich denke aber manchmal, erstens, dass ich gegenüber Witterungen intoleranter geworden bin; ich fühle es auch manchmal. Welches Wetter liebe ich dann eigentlich noch wirklich? So könnte man jetzt fragen. - Schon noch die klare Kälte, liebe ich. - Zweitens frage ich mich manchmal, wie hast Du das damals nur gemacht, um Gottes Willen? Wie überstanden?! Würde ich das heutzutage nochmals so hinkriegen, jeden Tag, eben auch bei diesen harten Witterungsbedingungen, Fahrrad fahren? - Ich denke schon, aber ich müsste mich - nicht was die Kondition angeht - üben. Jedoch, ohne ausreichenden Schutz, ohne Mütze und Handschuhe, nur eine eher rudimentär zu nennende Winterjacke, auf dem Fahrrad, bei Wind und Wetter? Es ginge, aber wie lange würde das dauern, mich darin zu üben! Ich müsste wieder flexibler, geschmeidiger, entsagungsfreudiger, mithin entsagungsfähiger und einfach Kälte gegenüber toleranter werden - so wie ich mal war.

Hermine sagt: Du musst nicht. Unfassable (sprich un-fasse-bill) but true.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

WikiLeaks Infos

Der Fall WikiLeaks beleuchtet.

via Maingold

EU und Deutschland machen sich lächerlich

EU und Deutschland machen sich lächerlich.

via buzzmachine

Weshalb der Jeff Jarvis nicht bei Blogger punkt com blogged verstehe wer will.

Relaxing und Reframing

Relaxing und Reframing.


Chrome und Blogger

Wie der hauseigene Browser, nämlich Chrome, so einige Details unter Blogger punkt com, sprich dem hauseigenen Bloghoster, nicht anzeigen kann, ist mir ein Rätsel.

Ich sollte meinen können, dass Google alle seine Produkte zu einhundert Prozent aufeinander abstimmt, aber: Chrome zeigt das Blogger-Feature "Gadget hinzufügen" nicht an, genau so als würde diese Möglichkeit gar nicht erst existieren.

Für die Praxis wirkt sich das so aus: Ich wechsle zu Firefox als Standardbrowser, was ich nicht unbedingt wollte. Ich wechsle zu Firefox für den Fall, dass ich am Design meines Blogs herummachen will - wer weiß, was Chrome außer "Gadget hinzufügen" noch alles versteckt!

Was schon klar ist, Chrome tut hinsichtlich meines Blogs KopfZwinkern so, als seien einige Gadgets gar nicht erst vorhanden, will heißen: Chrome zeigt so ein paar Gadgets an, die so gerade eben auf die Bildschirmseite passen - an den Rest komme ich mit keinem Trick der Welt heran. - Nicht gut.

Wahrscheinlich könnte der User etwas von Hand ändern, indem er die Darstellungsoptionen von Chrome irgendwie ändert. Aber, bitte, so ein Umweg sollte doch nun wirklich nicht nötig sein müssen, vor allem, wenn eben bedacht wird, dass Chrome und Blogger punkt com aus einem Hause, dem Hause Google, sind.

Hermine sagt: Unhaltbare Zustände dies sind.

Updates:
03.12.2010 Neuestes Chrome Update installiert - immer noch dasselbe Problem.
24.01.2011 Alles wunderbar mit Chrome und Blogger punkt com!!
Es ist höchstwahrscheinlich schon länger so, aber durch die - oben ausgeführte - Praxis, dass ich für einige Zeit Firefox mehr oder weniger als Standardbrowser hatte, ist es mir erst jetzt aufgefallen - shame on me.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Social kneiping

Social kneiping

via Maingold

Wenn Freundlichkeit nicht weiterhilft


Wenn Freundlichkeit nicht weiterhilft eine Anleitung wie man sich im Streitfall verhalten kann - und sollte.

via Focus

Charlie Chaplin ´s Modern Times und Tron

Von mir umhergezwinkert um 15:52.


Gefunden bei Kottke.org (Nov., 30), der via migurski (Nov., 27) und wiederum via vimeo

Noch mehr Fortschritte I

Gestern habe ich - zusätzlich zu meiner anderen Grundsatzentscheidung - meinen Twitter-Account gelöscht, so wie Twitter es nennt: deaktiviert.

Nein, ich bin nicht böse auf Twitter. Das geht ja auch gar nicht. Twitter ist gut. Mir persönlich bringt es nur nichts:

  • Ob ich nun meine Posts direkt nach Erstellen an Twitter übermittle oder peng, an meiner Blog-Statistik ändert sich somit für mich nichts. Hingegen, gemütlicher ist es für mich allemal, wenn ich mich auf Blogger punkt com konzentrieren kann. (Buzz habe ich ja schon länger wieder deaktiviert - und hier nicht erwähnt, weil das ganze Unterfangen von Anfang nicht so recht sinnvoll gedieh.)
  • Gelesen habe ich von den zumeist sinnentleerten und äußerst flüchtigen Tweets so gut wie nichts - also Twitter: wozu?
  • Ich habe mehr damit zu tun gehabt meine Follower (oder waren es die Followings?) von diesen Vertriebs-Coach-MLM-Heinis, diesen Schmeißfliegen des Lebens, sauber zu halten.


Hermine sagt: Besser ist das.

Dienstag, 30. November 2010

Noch mehr Fortschritte

Nun habe ich ja endgültig, nach Jahren, meinen Zwillings-Blog auf WordPress punkt com deaktiviert.

Jetzt gilt es nur noch, noch mehr Fortschritte zu machen. Ich habe ja mal angedacht und angekündigt und als nützlich und vernünftig anerkannt, weniger Posts für meinen Blog zu schreiben. Ja, ich würde mich sogar soweit aus meinem Blog-Fenster hängen und behaupten: Weniger Blog-Artikel schreiben ist lebensfreundlicher - da Lebenszeit sparender.

Diese Überlegung hält mich nicht davon ab, in mehreren Blogs zu posten - auch da jeweils weniger. Einfaches Abwägen
  • Blog KopfZwinkern: 20 Posts/Monat
  • versus
  • KopfZwinkern + 4-5 andere Blogs: 10-15 Posts/Monat (oder weniger)
Hypothese: Je geringer das eigene Post-Aufkommen, desto größer das eigene Kreativitäts-Aufkommen.

Jetzt muss (und will) ich das Ganze umsetzen. Das wird wieder einiges an Zeit dauern, aber ich bin mir sicher: am Ende werde ich dieses Ziel meiner ganz persönlichen Post-Veröffentlichungs-Ökonomie erreicht haben.

Hermine sagt: Mach´ wie Du denkst.


(Übrigens, ich kriege die Krise bei diesem en vogue-, pseudo-souveränen-, Politiker-, Wirtschaftler-, auf-irgendeiner-Klipp-Schule-gelernter Spruch: "Am Ende des Tages...".)

Montag, 29. November 2010

Ich habe beschlossen

Ich habe beschlossen nicht mehr zu streiten. Ich habe sogar beschlossen jedem erdenklichen Streit aus dem Wege zu gehen! Einfach aus dem Grunde: Ich bin, im Vergleich zu jenen, die häufiger streiten, schlecht dafür ausgerüstet, sowohl argumentativ als auch emotional.

Ich bin während eines Streites sprachlos, in dem Sinne, dass ich auf die Schnelle - in der direkten Begegnung - keine geeigneten Argumente finde. Ich bin zu schnell - vorschnell - in der Position des Sich-selbst-Verteidigenden, selbst wenn ich von der Ausgangssituation her betrachtet - sozusagen neutral betrachtet - eigentlich im recht gewesen sein sollte - mir fehlen die Worte und ich gerate in die Verteidigungsposition. Nein, das gefällt mir partout nicht.

Ich habe sogar den Eindruck, dass die Beteiligten - eben die gut Gerüsteten, weil Streit-Erfahrenen - nach einem Streit gar nicht weiter beeindruckt sind. Der Tag geht für sie weiter, als wäre nichts gewesen. Ich hingegen habe an so etwas immer sehr lange, außerordentlich lange zu kauen! ("Der Streit war so ungerecht. Ich hätte doch dieses und jenes sagen können; nein, ich hätte dieses sowie jenes sagen sollen." - Selbstvorwürfe en masse gesellen sich hinzu.) Durchaus zwei bis drei Tage lang (oder noch länger) bin ich aus dem Gleichgewicht. Am Ende muss ich meistens putzen. Das ist dann für mich das Signal, so jetzt, eben, ich komme wieder zu mir.

Wie es auch sein mag: Ich habe immer die Möglichkeit jedwedem Ungemach dieser Art aus dem Wege zu gehen, nach Alternativen zu schauen, es auszusitzen - mir ist meine Gesundheit, speziell mein Blutdruck (mitsamt Triglyceriden) am wichtigsten!

Hermine sagt: Ob es dieses Jahr wohl Weiße Weihnachten geben wird?!

Freitag, 26. November 2010

Echolot-Zitat II

Ein Eintrag vom Mittwoch, 10.Dezember 1941
Sophie Scholl 1921-1943 Blumberg
An Otl Aicher
Du hast doch einmal in dem 1.(oder letzten) Windlicht geschrieben, die Natur sei ein Schemel für den Menschen, um zu Gott zu gelangen, und würde, wenn sie ihren Zweck erfüllt hätte, wieder ins Nichts versinken. Das fällt mir gerade ein, wie mein Blick durchs Fenster auf den gegenüberliegenden Berg fällt mit den leicht verschneiten Feldern und dem winterlichen Himmel hinter dem kahlen Wald. Ich finde es traurig, daß dieses alles einmal nicht mehr sein soll, ich finde es unvorstellbar. Wenn es doch schön und gut ist, warum soll es dann einmal nicht mehr sein? Ich freue mich jeden Morgen an der reinen Luft und dem Himmel, in dem noch Mond und Sterne schwimmen, und wenn es anfänglich auch eine ungerechte Freude ist, weil ich mich vielleicht manchmal berauschen kann, so wird sie doch gut, da sie mir wieder einen richtigen Maßstab gibt (das ist dann wieder traurig für mich, aber ich bin doch froh, denn sonst würde ich doch leicht das Wesentliche übersehen). - Ich finde es fürchterlich, wenn man etwas schafft und es nachher dem Nichts wieder gibt. Und Bäume und Blumen und Tiere sind doch auch geschaffen und haben einen Hauch von Geist.
Findest Du eigentlich den Satz in dem Büchlein «Der verborgene Gott» logisch: «Das Nichts ist von Gott erschaffen.» Dann ist es doch schon etwas, wenn es Sein hat und geschaffen wurde. Ich glaube, man darf sich das Nichts nicht vorstellen wollen. Das ist ja auf Grund seines Namens und Sinnes unmöglich. Das ist sehr schwierig für mich, weil ich mir alles gerne vorstelle. Aber das nur nebenbei. Wer ist eigentlich Nikolaus von Kues?
Ich merke, daß man mit dem Geiste (oder dem Verstand) wuchern kann, und daß die Seele dabei verhungern kann. Daran habe ich früher nicht gedacht.
(a.a.O., S.382)

Lit.:
Kempowski, W.: Das Echolot. Barbarossa ´41. Ein kollektives Tagebuch. München 20024.

Hermine sagt: Bitte sehr.

Donnerstag, 25. November 2010

Komplimente mit Jack Johnson

Das letzte Kompliment, das meine Frau mir gemacht hat, gestern, war, dass das zu mir passt - meine Frau kennt mich sehr gut.

Die Musik von Jack Johnson passt zu mir, sagt meine Frau. Die Musik von Jack Johnson passt zu mir, ich bin so schön entspannt, sagt meine Frau - meine Frau interessiert, was mich ausmacht, was mich definieren könnte. 

Komplimente mit Jack Johnson und mit Jack Johnsons Musik gefallen mir sehr.

Hermine sagt: Du bist sehr schick.

Mittwoch, 24. November 2010

Von mir ein neues Mafia-Buch zu empfehlen

Ich habe ein neues, wenn auch nicht unbekanntes Mafia-Buch zu empfehlen.

Bisher habe ich, wenn es um Mafia oder organisierte Kriminalität ging, praktisch ausschließlich ein und dasselbe Buch empfohlen. Das bleibt weiterhin,

Lit.: Shawcross, T.: Krieg gegen die Mafia. München 19971.

Wer sich darüber hinaus speziell mit Italienischer Mafia, Duisburg August ´07 etc. fundiert befassen will, kann und braucht nur Petra Reski zu lesen!! Sie vermittelt alles Erhellende - und motiviert zu mehr.

Lit.: Reski, Petra: Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern. München 2008.

Hermine sagt: Sehr süffig.

Dienstag, 23. November 2010

Ohne Kommentar

TV-Werbung:

52weine.de ...direkt vom Winzer. Nur deshalb sind unsere unschlagbar günstigen Preise möglich...
-
im Hintergrund sieht man ganz kurz Rotweinmarke 0,75 l = 17,90 € und irgendetwas mit 107,40 € (wahrscheinlich der Preis für sechs Flaschen)

Hermine sagt: Ohne Kommentar.


(Wen es noch interessieren sollte:
Geht der so auf diese Art mörder scharf gemachte Interessent auf die Webseite - ohne Registrierung erfährt er ein rotes Nichts.)

Montag, 22. November 2010

Ein Gutes haben diese Terrordrohungen

Apropos, erhöhte Terror-Alarmstufe und so (ausgerechnet für montags). Terror-Bomben-Drohungen, die ja auch und gerade für öffentliche Plätze und Feste vermutet werden:

Vertreter dieser so genannten Motorrad-Bob-Clubs (Hells-Bob-Angels, Ban-Bob-didos) werden wir gottseidank dieses Jahr nicht auf unseren Fucking Weihnachtsmärkten sehen! Und hoffentlich in den nächsten Jahren ebenso wenig! Das nahm in den letzten Jahren Überhand. Plötzlich trieb sich dieses Gesocks doch sogar auf Weihnachtsmärkten herum! Und nicht mehr nur in ihren, bekannten, so genannten Geschäftsvierteln (mit: Drogen, Prostitution etc.)!

Solche Terror-Drohungen haben dann eben in der Folge auch ihr Gutes: nämlich garantiert weitestgehend gewaltfreie, ruhige Weihnachtsmärkte!

Hermine sagt: Freu´.

Freitag, 19. November 2010

Zu schöne Evolution

Es ist zu schön, ich muss es auch hier zeigen.

Sir philgeland und ich haben (leicht verschmitzt und kurz) über Evolution diskutiert. Vorerst ist es allerdings um Fundamentalismus gegangen. Anhand eines Auszuges aus einem Interview mit dem Psychiater Walter Pöldinger (im Gespräch mit Brigitte Zöller) ist es, genauer, um Religion und Evolution und Fundamentalismus gegangen: Und überhaupt ist Fundamentalismus antievolutionär.

Mir ist, im Nachhinein, dieser Evolutionsgedanke nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Wahrscheinlich auch und gerade deshalb, weil ich weiß, dass Sir philgeland gerne die bodenständige, um nicht zu sagen naturwissenschaftliche Seite in dieser Frage vertritt.

Es sei wie es sei, im Zuge dessen ist eine, wie ich meine, ansehnliche Linksammlung zustande gekommen. Diese eben will ich hier in meinem Blog festhalten; die Linksammlung ist zu schön.

Nun denn, gefangen vom Evolutionsgedanken, habe ich mich, wie üblich, weiter gehangelt zu meinem lieben Google-Reader. Und, siehe da, eine, wie ich meine, dazu passende Meldung ist mir sozusagen direkt vor die Augen gesprungen - ich brauchte sie nur noch unterzubringen.

Eine Reaktion seitens philgelands hat nicht lange auf sich warten lassen:
Nein, das kannte ich noch nicht.
Jaja, die Japaner! Roboterhunde sind da schon auf dem Markt.
Das hier scheint also nur konsequent zu sein. 
Sieht so aus, als ob der Golem Fortschritte machen würde … 

Nun, ich habe mir gedacht, so ein Golem ist doch eigentlich nur so etwas wie eine Vorstufe (in der Evolution) von Kaspar Hauser. Habe dies auch entsprechend kommentiert. Und ich habe dazu noch diesen (Kaspar Hauser als Pseudonym) und jenen (Kaspar Hauser als Eponym) Abschnitt hervorgehoben.

Jetzt habe ich schon gedacht, dass es das gewesen sei. Da habe ich bei Susan Polgar (eine Schwester der Schach-Großmeisterin GM Judit Polgar) sozusagen eine weitere Evolutionsstufe entdeckt; beziehungsweise am Ende des Videos ist zu sehen, dass diese Evolutionsstufe schon gut ausgebaut ist - es gibt mehrere der gezeigten Experimente. (Sollte ich sagen: Produkte?)

Ob ich das so beschreiben kann: ich habe im Internet die Evolution im Zeitraffer gesehen?

Zum Schachspielen langt es dann übrigens, wenn man als Android so aussieht.

Wladimir Kramnik - einer der weltbesten Schach-GMs - muss sich zu der Zeit in einer ganz ähnlichen (Kognitions-)Dimension zu der meinigen befunden haben: GM Kramnik versus (Ro-)Bot.


Hermine sagt: Markant die Unterschiede von der Popwelt zur Schachwelt.

Donnerstag, 18. November 2010

Neu überdenken

Da gehen doch jetzt überall -
ich habe da gar nicht so genau hingehört: irgend so ein Terror-Bob-Kommando hat sich für Montag, ausgerechnet montags, angekündigt oder ist angekündigt worden oder wie auch immer. Ich denke vor, ich denke zurück:
  • Ob man für so einen Fall die Todesstrafe oder zumindest die Art der  zu verabreichenden Todesstrafe nochmals neu überdenken sollte?
  • Unsere Fucking Polizisten sind doch bestimmt heillos überfordert. Hallo, huhu, hier sind wir? Gaddegigag? Kommen Sie mal eben her? Alleine schon: in welcher Sprache?, das alles.
  • Und wenn unsere Fucking Polizisten dann jemanden aus diesem Terror-Bob-Kommando festnehmen, heißt es dann nicht gleich, huch, eventuell war das doch da jetzt so ein ganz und gar unbescholtener Fucking Mensch; und der ist jetzt für den Rest seines Lebens stigmatisiert?
  • Einfach machen lassen. So könnte man doch auch (endlich) mal denken. Wird schon nicht so schlimm werden. Einfach machen lassen: irgendwann haben diese Terror-Kommando-Bobs doch bestimmt keinen Bock mehr. Oder keinen Nachschub. - Dat treckt sick all na´n liev?
  • Oder mal etwas völlig Neues erfinden:
    • Gepanzerter Plexiglaskasten (unsichtbar) auf die entdeckten, georteten, wie auch immer Terroristen Bobs absenken und denn das Ganze - für die Umgebung kontrolliert und vollkommen gefahrlos - sprengen.
    • Oder ein Gel, extrem reißfest oder so etwas entwickeln, welches man dann durch Sprinkler-Anlagen (stationär) und Wasserschläuche (mobil; wie so eine Wasserkanone) einsetzt: einfach auf so einen Dynamit-Terroristen Bob drauf halten. Natürlich muss das blitzschnell gehen; mit dem notwendigen Druck; und die Wirkung des Gels muss sofort wirksam sein.
      Der Clou wäre, wenn dann noch etwas explodiert, dann gibt es nur eine einzige große Blase (vermittels des extrem reißfesten Gels); läßt sich auch sehr sauber entsorgen, schätze ich. Das wäre dann, wie gesagt, an öffentlichen Plätzen und aber auch mobil, wie so eine Wasserkanone, einzusetzen.
    • Oder so eine Fucking Bomben-Mensch Quarantäne (gepanzert). Das Problem mit Zeitzündern wäre dann  jedenfalls drastisch reduziert - jedenfalls mit mittelfristig eingestellten Zeitzündern.
  • Oder möglichst viele Fucking Menschen demonstrieren gegen diese Terror-Bob-isten. Wie wäre das denn mal, hm?

-, da gehen doch jetzt überall diese bewaffneten Fucking Polizeibeamten in den Städten, auf den Plätzen und was weiß ich nicht wo noch alles herum.
(Vielen Menschen ist doch noch ganz schwummerig angesichts unserer RAF-Vergangenheit. Obwohl, das ist jetzt wohl zu weit hergeholt.)

Hermine sagt: Nikolausi.

Mittwoch, 17. November 2010

Anglizismen und Amerikanismen

Ick liebe meine Muttersprache, det sarick euch janz cool. Die deutsche Sprache, wa, ob ickse nu live hör oda vonne single oda LP, wa, oda ob ickse uffn paperback lesen tu, also die deutsche Sprache, die is okay. Di is so´n richtja oldie, aba jrade, weilse so´n oldie is, is se echt. Die hat so´n irren touch, die machtma high!
Parodie, noch zu Zeiten einer DDR,  auf einen mit Anglizismen beziehungsweise  Amerikanismen gespickten Teenager-Jargon

Hermine sagt: Ts-ts-tssss.

Dienstag, 16. November 2010

Eine Lanze für Google brechen

Nun muss ich aber mal eine Lanze für Google brechen. Die letzten zwei Tage habe ich hier und da etwas Unmut geäußert, über Dinge, die - meines Erachtens - bei Google (GMail; Blogger) nicht funktionieren.

Das mit GMail und dem Offline-Modus, den ich für mich nicht zufriedenstellend hinbekommen habe, klappt immer noch nicht - beziehungsweise ich habe mich nicht wieder daran versucht; ist für mich jetzt auch nicht so wichtig. Also abgehakt, und wahrscheinlich - nach den Erfahrungen der letzten Tage - sowieso ganz alleine mein Fehler.

Nun zu Blogger (Ich denke, meine uneingeschränkte Affinität zu Blogger punkt com hat sich mittlerweile herumgesprochen.):
Da ging es gestern sogar so weit, dass ich mich einmal zu dem für mich schlimmen Wort "Atzend" habe hinreißen lassen. (By the way: vor kurzem hörte ich einmal den Satz "sie ist eine verdammt gute Nonne" ...; kann man das schon einen Syllogismus nennen?) Ich meinte mit diesem, von Primitivität zeugenden Ausruf, ausdrücken zu müssen, wie mir schlagartig gewahr wurde, dass ich in Blogger punkt com keine Links per html-Code einbauen könnte; in meinem geliebten Blogger punkt com (mit seinem unschlagbaren Vorlagen-Designer).

Pustekuchen! Natürlich geht das, wie Sir philgeland mir erst wieder verdeutlichen musste, qua der zuweilen ausgezeichneten Blogger-Hilfe! (Nur "target" wird wohl in Kommentaren nicht akzeptiert?! Ich garantiere allerdings für diese Aussage nicht, jedenfalls nicht in den nächsten ein bis zwei Tagen.)

Anhand von Kommentierungen bei anderen Blogs, habe ich mitbekommen, dass sich so einige Kommentatoren darüber mokieren, wenn Kommentare nachträglich nicht korrigierbar sind. Ich habe im Rahmen obiger Malheurs herausgefunden (sehr spät, aber doch): Blogger punkt com hat die wunderbar komfortable Funktion (Feature) eine Vorschau des Kommentars anzuzeigen! Ich sehe oben die Vorschau auf meinen Kommentar, farblich hervorgehoben - während ich unten die so entdeckten Fehler korrigiere. Will ich den auf diese Weise korrigierten Kommentar sehen, drücke ich einfach wieder den "Vorschau"-Schalter - erst wenn ich wirklich zufrieden bin mit meinem Kommentar, dann drücke ich schlussendlich auf den "Veröffentlichen"-Schalter!

Was ja schon immer klar war auf Blogger punkt com: Man kann seinen eigenen Kommentar jederzeit (kommentarlos) löschen - ohne erst irgendeinen beziehungsweise den Administrator darum bitten zu müssen. Das muss dem Blogger punkt com erst einmal jemand nachmachen!

Das Peinliche ist ja, dies zum Schluss, ich hatte doch tatsächlich schon wieder gedacht zu wechseln beziehungsweise wieder zweigleisig zu fahren: Ich dachte schon wieder, oh, das ist ein Zeichen! Oh, ich soll wohl wechseln. Oh, mein WordPress punkt com - oder sogar kulando? (Schon wieder das Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits?)

Hermine sagt: Mir geht´s gut. Bald ist Nikolaus.

Montag, 15. November 2010

stinkig

Mein Gott, war ich stinkig: Ich wollte den Offline-Modus meines Google-Mail Accounts unter dem Google Chrome Browser aktivieren, was noch ansatzlos geklappt hat (man denkt noch, schöne neue Welt, hallo Google-Chrome usf.). Nur funktionierte dann die Online-Hilfe in Google-Mail Online nicht mehr, wäre aber noch zu verschmerzen gewesen und hätte sich bestimmt nach einiger Zeit von selbst wieder eingerenkt.

Aber dann: Ich wollte meine E-Mails oder wenigstens ein paar davon lokal auf Festplatte zur Weiterverarbeitung sichern, was angeblich (irgendwie) per Google Gears im Zuge der Aktivierung von Google-Mail-Offline automatisch geschehen ist, ... wie auch immer; ich habe weder den Pfad der angeblich lokal bereits hinterlegten Mails gefunden, noch eine Möglichkeit per Knopf-klicken oder so eine markierte E-Mail aus dem so genannten GMail Client herunterzuladen. Shit!

Was habe ich gemacht? Achtung, das stürmische Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits hat sich wieder einmal durchgesetzt: Ich habe so einige Erweiterungen im Google-Chrome deinstalliert sowie Google-Mail-Offline deaktiviert - Pah! Ich habe Thunderbird 3.1.6 installiert und mein neuer Standardbrowser ist Firefox (3.6.12) - So!

Hermine sagt: Was soll ich sagen, mein Schmunzelhas´.

Update:
19.11.10 Google Chrome ist wieder mein Standardbrowser.

Freitag, 12. November 2010

passiv aktiv sein

Ich muss einmal lernen, mit der heutigen Zeit zu gehen: mich den Gepflogenheiten anpassen. Und persönlich akzeptieren, ergo umsetzen, dass ich älter (etwas) geworden bin.

Nicht immer gleich aktiv werden, wenn mir etwas nicht passt oder eine Lage zu klären ist. So, bitte, hier geht´s lang; Rechtsverkehr!; erst rauslassen, dann geht alles viel einfacher; hinten anstellen, wie alle anderen auch ...; usf. aus diesem Schatz der Banalitäten, die heutzutage gleich zu Provokationen und zu Relikten aus einer völlig anderen Zeit umgedeutet werden. Dieses Verbal-die-Lage-klären-wollen passiert (mir) regelmäßig zu schnell, übereilt. (Das Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits bricht sich da Bahn.) Ich setze mich damit beständig ins unrecht. Oder ich werde postwendend qua beschriebenem Mechanismus ins unrecht gesetzt. Mit Diskutieren kommt man da, d.h. im Zusammentreffen mit solchen Leuten, nicht weiter.

Nein, nichts sagen. Abwarten. Einfach stehen bleiben!

Das bedeutet, für mich ganz persönlich, meine Körperlichkeit zu akzeptieren. Wie meine Frau sagt, meine imposante Körperlichkeit. - Ich denke von mir nur allzu gerne: Ich bin eher ein schmaler Hering. So dachte ich zum Beispiel früher schon gerne über mich: Trotz meiner schmalen Ärmchen(!), habe ich eine enorme Kraft. (Ich muss, ergo, zu der Zeit schon stattlich gewesen sein). - Warten. Passiv sein und somit aktiv werden (Schach-Stichwort: Zugzwang). Einen Versuch ist es mir wohl allemal wert.

Hermine sagt: Jepp.

Donnerstag, 11. November 2010

Imperative

Der ästhetische Imperativ: Willst du erkennen, lerne zu handeln.

Der ethische Imperativ: Handle stets so, dass weitere Möglichkeiten entstehen.

- Beruhigend.

Hermine sagt: Ich mag den Ethischen.

Mittwoch, 10. November 2010

Wir können auch anders

Analyse ist etwas für Einsiedler.

Psychoanalyse sowie Verhaltenstherapie (VT) sind etwas für von oben herab.

Hermine sagt: Hä? - Naja, büdde?

Dienstag, 9. November 2010

ver-rückt ist manchmal so

(Gedächtnisprotokoll)
Das ist eine schöne Stadt.
- Jaaa, seit die hier...
Ich komme ja eigentlich aus Berlin.
- Na, das ist aber...
Ich bin Christ.
- ...
Ihr auch? Seid ihr auch Christen?
- Jaaa...?
In Berlin kannte ich ja jeden. Da bin ich immer in die Bars und ... da kenn´ ich die Strassen... Hier geh´ ich nur noch in Sportwetten-Bars.
- Aha.
Ich bin ja Christ. Ich gehe auch immer in die Kirche. Geht ihr auch immer in die Kirche?
- Sehr selten.
Ich war vorhin in der Kirche. Wart ihr heute schon?
- Neiiin?!
Ich bin Schauspieler. Ich bin Diplom-Schauspieler.
- Jaahaha, dein ganzes Leben ist ein Schauspiel!?...
Sokrates...Ich bin wie Sokrates...ich lebe in keiner Tonne...das waren doch schon damals keine Analphabeten
- Nein.
die konnten schon alle lesen...das kann mir doch niemand erzählen..
- ...eben...
Ich bin ja auch Moslem. Ich gehe mal in die Moschee und mal in die Kirche. Gestern war ich in der Moschee. Mal hierhin und mal dahin, ist ja egal...
- ...
Ich bin der L.. Und wer bist du?
- Ich bin der HarryHIII.
Eigentlich sind ja alle Christen. Der Mohammed wusste das auch... Das ist denen egal. Mich fragt keiner...
- ...
Ihr seid Protestanten?!
- Ja.
Das sieht man. So auf Luther und so...!?
- Hmhm...
Was seid ihr von Beruf? Wenn ich mal so fragen darf?
- Psychologen.
Ja?... Beide?!
- Ja. Wir sind beides Psychologen.
Ich komme ja aus Berlin. Ich bin ja Schauspieler. Schiller und so. Faust. Haha...
- ....
Ich kannte mal einen Fremdenlegionär. Der hatte H-a-s-s, da vorne [auf seinen ersten Fingergliedern] tätowiert...
- Jaja, das gibt´s bei denen...
Ich bin Erzieher.
- Ja?...
Ich habe mal in so einem Obdachlosenheim gelebt und gearbeitet. Habt ihr mal einen Fremdenlegionär therapiert?
- Nein.
Wenn du so in einem Obdachlosenheim gearbeitet hast, dann brauchst du dieses Anerkennungsjahr nicht mehr. Dann verkürzt sich die Erzieherausbildung.
- Ja, das stimmt; das ...
Ist doch egal in welches Gebäude man geht. Der Mohammed hat das damals nur nicht...
- ...
Ich bin Heimleiter; ich war mal Heimleiter; hmhm. Ich habe da in so einem Obdachlosenheim mal einen gekannt, das war ein Fremdenlegionär.
- Ach, der mit dem Hass?!
Der war schwul. Der stand so vor mir. Ich mein´, ich hätt´ die Polizei rufen können...
- Ja, die bringen sogar...
Hab´ ich aber nicht gemacht. Ich hätte die holen können. Das habe ich dann aber anders gemacht.
- In Berlin...
- ...
Ich bin Viele. Ich lege mich nicht fest.
- Das ist ja gut; wenn du dazu stehst.
Der S., unter dem habe ich im Obdachlosenheim gearbeitet. Kennt ihr den?
- Neiin?
Anträge reihenweise gestellt. Noch alles nebenbei gemacht...
- Oh ja, das ist oft...
Wie lange seid ihr schon verheiratet?
- Schon lange.
- c...
Mit Kirche und so. Ihr seid Protestanten?
- Jaaa...
Nietzsche. Habt ihr, hast du mal Nietzsche gelesen?
- Nein...
Musst du...
- Ich meine ich habe mir vier Mal Sachen von dem angelesen und dann wieder weggelegt...
Du musst dir den mal...
- ..., weil ich nie kapiert habe, was der da überhaupt sagen will...
Der Nietzsche hat viele gute Dinge geschrieben, das ist heute noch...
- Für mich ist das nichts. Wie gesagt, den habe ich zig Mal angef...
Ich bin ja Haremsbesitzer...
- Ach so...
Die vom Westerwelle, die S., die hatte ich auch mal ...
- Äh, ...
Da war mal ein Fremdenlegionär...
- Der mit dem Hass...
Ja. Ich muss jetzt pissen.
- Gut, dann...
Ich bin Musiker...
- Aha, ...
Ich bin Kroate...
- Äh, ...
Also gut, ich komme aus Berlin, aber ich habe kroatisches und ungarisches Blut in mir... Ihr seid Psychologen?
- Ah, ja ...?
Ich bin Schauspieler und Erzieher und habe nichts auf der Naht...
- Jahaha, ...
Ihr seid Psychologen, beide?
- Ja.
Dann kennt ihr bestimmt auch H..., drüben in...
- Neiin?
Ich kenne die alle, da drüben. Ich war mal bei denen; so ein Seminar. Manche werden da fixiert...[zeigt so]
- Ja...
Das ist eine schöne Stadt ...
- Ja, das ist...
Und ich bin Kettenraucher, hahaha...
- Ja, das sieht man...
Die vom Westerwelle... Ich meine ich hatte da mal so eine, das war dann aber nichts mehr, ... vielleicht wird das jetzt ja wieder was; ... ich hab da so eine im Auge.
- ...
So, ich will dann mal...
- Jahaa, tsch...
Da im Obdachlosenheim, habe ich ja neben meinem normalen Job noch alle möglichen Sachen gemacht. Wir haben da Anträge die Menge gestellt...
- Ja, das ist so...
Da in ... da die Passionsspiele, die mit dem Jesus.
- Äh, tsch...
Habt ihr die mal gesehen?
- Nein?
Den kreuzigen die; zuerst hier oben [zeigt Handinnenflächen und streckt die Arme] und dann da [greift sich zwischen die Beine] [schüttelt den Kopf]
- ...
...
- Wir wollen...
Ich bin Kung Fu Kämpfer. Habt ihr das gewusst? Ich bin ja ein richtiger Kung Fu Kämpfer [macht die Kranich-Stellung oder whatever]...
- Neiiin...
Ich hatte 362 Frauen..., wie so ein Gott...
- ....
Ich bin viele Götter...
....
- Na, wir wollen dann mal..
Ja, gut tsch...
- ....
- ...
Der Freud war ein Genie...
...
[Meine Frau und ich ohne uns umzudrehen losgegangen und auf der anderen Straßenseite angekommen - alleine!]
Freud war genial
...
Ich komme mal ...
[Wen es interessiert: (vermutlich in Richtung) schizo-affektive Störung.]

(Meine Frau und ich hatten noch den längstens ersehnten schönen Tag.)

Hermine sagt: Mei Droppe!

P.S.:
So etwas passiert mir regelmäßig. Re-gel-mä-ßigst. Da können tausend Menschen um mich herum stehen, wer wird angesprochen, und wem wird im Notfall noch die ganze Lebensgeschichte in null Komma nichts erzählt? Mir!

Oder wie hat es mal ein Freund von mir formuliert, in seiner pragmatischen und herzlichen Art:
Tausend Mann auf´m Platz. - Und wer kriegt´n Ball an Kopp?...

(Übrigens: die alte Schreibweise von null Komma nichts war Null Komma nichts)

Donnerstag, 4. November 2010

es ist ein neuer Friseur-Kunde in der Stadt

So, jetzt ist es soweit. Man macht und tut, ... (dass einem das Blut unter den Fingernägeln hervors-prützt.) Man denkt noch und sagt auch noch immer, alles andere wechsle und tausche ich nach Lust und Laune, aber so manche Dinge, denke und sage ich, bleiben konstant, zum Beispiel der Friseur; so kleine Geschäfte, die werden, von mir, nicht nach Lust und Laune gewechselt, so dachte ich immer. Ich bin ja auch noch immer schön hingegangen; ich habe ja auch noch immer schön in meinem Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis vermeldet: Meinen Friseur, den wechsle ich nicht. Großer Salon - mit Namen womöglich -, was soll ich damit, ich gehe zu meinem kleinen Friseur um die Ecke, das langt mir; da kenne ich mich aus und die kennen sich aus, an mir - das langt mir; ich brauche keine Anmeldung (Ich gehe doch da schließlich nicht zum Arzt!). Und die Preise sind auch ganz passabel.

Und, wie wird es einem gedankt? - Verschnitten! Die eine Kotelette um eine Fingerdicke kürzer als die andere. Und die Kürzere nach vorne oben wech. ´ne Welle hinten unten, rechts normal, links als wäre irgendwo ´n Stück Teppichfliese übrig gewesen. Ich hatte noch geschaut und geprüft (und mich erneut über mein altes Gesicht in diesem großen, mich alt machenden Friseurspiegel geärgert) und dachte noch, da stimmt doch was nicht (wie schon einmal, vor Monaten, wo nichts war). Dann dachte ich mir aber, komm, Du wirst Dich verguckt haben, der macht das schon richtig, das liegt an Deinen (alten und im Moment - durch den Spiegel - irritierten) Augen.

Ich gehe da seit wie vielen Jahren, seit über einem Jahrzehnt regelmäßig(-st) hin (vgl.o.) und dann das! Ich gehe zwei Tage später, ganz früh morgens, der Friseur kann kaum aus den Augen gucken, gleich nach Öffnung hin und reklamiere: Ja, ich korrigier´s. Da hinten rechts haben Sie aber auch gerade so einen Wirbel, da sieht das dann so aus als ob die Haare richtig schön anliegen - und links liegen die Haare normal. Ach, Sie wollten die Koteletten so ein bisschen stehen lassen (ja, so ähnlich wie bei Brad Pitt, dachte ich mir), dann müssen Sie beim Rasieren auch ein bisschen tiefer ansetzen. (Ich: Das ist vor zwei Tagen passiert.) Ja, da dürfen Sie aber beim Rasieren nicht so hoch rangehen, wie hier links... Keine Entschuldigung seinerseits, kein gar nichts. Das hat mich gleich geärgert. Das ist für mich so - im Nachhinein -, ich gehe da regelmäßig hin und irgendwann schleicht sich dann (anscheinend) so ein Gefühl von Selbstverständlichkeit (mir gegenüber) ein; ich werde, nach so langer Zeit, irgendwo nicht mehr für Voll genommen; mangelnde Aufmerksamkeit mir gegenüber beziehungsweise mangelnde Aufmerksamkeit meinem Haarschnitt, dem Produkt gegenüber, erwachsen aus Gewohnheit, aus Selbstverständlichkeit. - Da gehe ich nicht mehr hin.

Es gibt einen neuen Friseur-Kunden in der Stadt! Ich weiß auch schon ganz genau wo ich hingehen werde; da werde ich dann vielleicht ein Bild von Brad Pitt hin mitnehmen, als Vorlage, oder so ein Bild - ich weiß noch nicht wie ich´s mir beschaffen werde - von dem einen, der den Ted bei "How I met Your Mother" spielt. - Na, das wird ein Spaß! Le-gen-där! (Le-gen- und Achtung! jetzt kommt´s där!)

Hermine sagt: Das will ich sehen, ob Du Dich da entscheiden kannst!?

Mittwoch, 3. November 2010

Trauerklops < Trauerkloß

Dass jemand trauert, für eine gewisse Zeit, ist ja in Ordnung, finde ich; auch nach Jahren (und Jahrzehnten) werden viele unter uns noch, gleichsam, von Trauerattacken heimgesucht werden. Das subsumiere ich einer ausgeglichenen Trauerarbeit angehörig (so wie wohl jemand, aus ähnlichem Grund, ein ausgeglichener Mensch genannt wird).

Dass der trauernde Mensch die Krankheit(en) übernimmt, der oder des Verstorbenen, wenn voraussichtlich oder vermutlich auch nur für eine gewisse Zeit, muss nicht sein, finde ich. - Wie so ein Trauerklops, ein eigentlicher: fängt an, auf einmal, an irgendeiner Stelle der Trauerarbeit, außer Petersilie alles Mögliche an sich zu ziehen, alles mögliche aus der Umgebung. Und so wir aus einem Trauerkloß ein Trauerklops. Weshalb zerfällt so ein Klops wohl schneller als, vielleicht, seine Kloß-Kumpel? Ein Kloß ist ´ne runde Sache. Ein Kloß ist wendig. Hingegen, ein Klops ist so etwas wie ein nicht ganz gelungener Kloß, vielleicht ein unreiner Kloß; vielleicht ist ein Klops ein Kloß mit nicht gerade eben sinnvollen Füllungszusätzen, was die Wendigkeit angeht.

Wendig-Sein: dieses Wendig-Sein und Wendig-Bleiben, das ist, so denke ich, eine der Indikatoren für eine gelungene Trauerarbeit - wie für ein gelungenes Leben. Bloß nicht starr werden, bloß nicht in Trauer erstarren! (Und am Ende gar auseinanderfallen wie ein Klops?)

Hermine sagt: Würfel und Klotz, geht das auch?

Dienstag, 2. November 2010

value

saying that cultural objects have value
is like saying that telephones have conversations.


gefunden bei Heinz Rudolf Kunze: "alter ego" CD-Cover

Hermine sagt: Nee, von mir.

Freitag, 29. Oktober 2010

ei

Ich finde ja das geschriebene Wort eingeigelt schick. Das Wort kreieren hat auch was, für mich.

Kann der Mensch vorzugsweise dann etwas Gutes kreieren, wenn er sich zuvor eingeigelt hat? - Und: hat das Ei des Kolumbus etwas damit zu tun? Wurde es erst entdeckt, nachdem jemand sich zuvor eingeigelt hatte?

Heutzutage, unter der Eierschale der neuen Rechtschreibreform, kann es ja leider gleichwertig Spontanität heißen, nicht mehr nur Spontaneität.

Hermine sagt: Ey.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

kleiner Einkauf

Ich habe heute einen Autoschlüssel-Anhänger und einen Müllsackständer gekauft.

Hermine sagt: Die Erlaubnis dazu kam von mir.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

die perfekte Lebenseinstellung, für einen Stand-up Comedian

Ich bin zu dem Schluss gekommen: Eigentlich müsste doch, für einen Stand-up Comedian, die ideale Lebenseinstellung sein, keine Lebenssituation zur (Auf)Lösung zu führen.

Ganz im Gegenteil, das Interesse eines Stand-up Comedian müsste es sein, jede Lebenssituation laufen zu lassen. Es könnte sich ja immerhin eine Pointe entwickeln. - Für mich wäre diese Lebensweise ebenso ideal, eigentlich.
  • Man sieht, es brennt eine Wohnung. Jemand tritt aus derselben Wohnung heraus und schließt hinter sich ab... - Laufen lassen.
  • Jemandem fällt die Thunfisch-Dose aus der Hand, die er gerade aus dem Kühlschrank genommen hat; beim wieder Hochkommen stößt er sich den Kopf an der Kühlschranktür; er wirft die Thunfisch-Dose zurück in den Kühlschrank, zerrt ein Büschel Radieschen hervor... - Laufen lassen.
  • Eine Schachspielerin zeichnet die Buchstaben a-h der jeweils zugehörigen Brettkoordinaten auf die Filzunterlagen der Schachfiguren ihres neu erworbenen Schachspiels  ... - Laufen lassen.

Hermine sagt: Wie witzig.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Konsequent

Hier einfach ein Übertrag aus meinem Weblog-Logbuch (vgl.o. gleichnamige Seite):

25.10.10 Heute war es mir wirklich zu blöde: Auf WordPress sind mir beinahe sämtliche Formatierungen in den einzelnen Posts "versprungen", so etwas passiert mir auf Blogger punkt com nicht! Wahrscheinlich war es ein Wink mit dem Zaun, ich möge doch nun endlich dieses blödsinnige Zweigleisig-Blog-Fahren sein lassen und endlich zu meinem Ausschließlich-in-Google-Dasein voll und ganz stehen.

Hermine sagt: Schwer angesäuert, der Kleine?

Montag, 25. Oktober 2010

Def Evo

Mit anderen Worten, wir sind in eine neue Phase der Evolution eingetreten. Zunächst vollzog sie sich durch die natürliche Selektion, gestützt auf Zufallsmutationen. Diese Darwinsche Phase dauerte ungefähr dreieinhalb Milliarden Jahre und brachte uns hervor, Geschöpfe, die eine Sprache entwickelten, mit der sie seither Informationen austauschen. Doch seit etwa zehntausend Jahren befinden wir uns in einem Stadium, das man als Phase der externen Übertragung bezeichnen könnte. In diesem Zeitraum hat sich der interne Informationsbestand, der in der DNS an nachfolgende Generationen weitergegeben wird, nicht wesentlich verändert. Doch der externe Bestand - in Büchern und anderen dauerhaften Speichermedien - ist enorm angewachsen. Einige Menschen lassen den Begriff Evolution nur für das intern übertragene genetische Material gelten und kritisieren seine Ausweitung auf Informationen, die extern weitergegeben werden. Doch ich denke, diese Auffassung ist zu eng. Wir sind mehr als nur unsere Gene. Wir sind vielleicht nicht stärker oder von Natur aus intelligenter als unsere Vorfahren, die Höhlenmenschen. Doch was uns von ihnen unterscheidet, ist das Wissen, das wir in den letzten zehntausend Jahren zusammengetragen haben, vor allem in den letzten dreihundert Jahren. Ich denke, es ist legitim, den Begriff weiter zu fassen und neben der DNS auch die extern übertragene Information hzur Evolution der menschlichen Spezies zu rechnen.

Die Zeitskala der Evolution in der Phase der externen Übertragung ist die Zeitskala der Informationsakkumulation. Diese rechnete früher nach Hunderten oder Tausenden von Jahren, während sie heute auf fünfzig oder weniger Jahre geschrumpft ist. Auf der anderen Seite haben sich die Gehirne, mit denen wir heute Informationen verarbeiten, nur auf der Darwinschen Zeitskala entwickelt, die in Schritten von Hunderttausenden von Jahren mißt. Das wirft allmählich einige Probleme auf. Noch im 18. Jahrhundert soll es Menschen gegeben haben, die jedes bis dahin geschriebene Buch lasen. Doch wenn Sie heute ein Buch pro Tag läsen, bräuchten Sie ungefähr fünfzehntausend Jahre, um sich durch den Bestand einer Nationalbibliothek durchzuarbeiten.

Daraus folgt, daß niemand mehr als einen kleinen Zipfel des menschlichen Wissens beherrschen kann. Menschen müssen sich auf immer kleinere und kleinere Gebiete spezialisieren.[...]
(a.a.O., S.217)

Lit.:
Hawking, S.: Das Universum in der Nußschale. München 2003.

Hermine sagt: Bitte sehr.

Freitag, 22. Oktober 2010

Prozess Evo DNS Gene

Der biologische Evolutionsprozeß verlief zunächst sehr langsam. Zweieinhalb Milliarden Jahre brauchten die ersten Zellen, um sich zu mehrzelligen Wesen zu entwickeln, und eine weitere Milliarde Jahre, um über die Evolution von Fischen und Reptilien zu Säugetieren zu werden. Doch dann scheint sich die Evolution beschleunigt zu haben. Für den Schritt von den frühen Säugetieren bis zu uns brauchte die Entwicklungsgeschichte nur noch rund hundert Millionen Jahre. Der Grund liegt darin, daß Fische schon die meisten wichtigen Organe des Menschen besitzen und die Säugetiere im wesentlichen alle. Für die Entwicklung von frühen Säugetieren bis hin zum Menschen war nur noch ein bißchen Feinabstimmung nötig.

Doch mit dem Auftreten der menschlichen Spezies erreichte die Evolution ein kritisches Stadium, das in seiner Bedeutung der Entwicklung der DNS gleicht: die Entfaltung der Sprache, insbesondere der geschriebenen Sprache. Sie bedeutete, daß von nun an Informationen auf anderem Wege als dem genetischen - durch die DNS - weitergegeben werden konnten. In den zehntausend Jahren aufgezeichneter Geschichte hat die biologische Evolution keine erkennbare Veränderung an der menschlichen DNS hervorgerufen. Dagegen ist die Wissensmenge, die von einer Generation an die nächste weitergereicht wird, enorm angewachsen. Die DNS des Menschen enthält ungefähr drei Milliarden Nukleinsäuren. Doch ein Großteil der in dieser Sequenz codieren Informationen ist redundant oder inaktiv. Daher umfaßte die Gesamtmenge an nützlichen Informationen in unseren Genen wahrscheinlich nur ungefähr hundert Millionen Bit. Ein Bit Information entspricht der Antwort auf eine Ja-nein-Frage. Dagegen enthält ein Liebesroman vielleicht zwei Millionen Bit Information. Ein Mensch entspricht also etwa fünfzig Kitschromanzen. Eine große Nationalbibliotek kann rund fünf Millionen Bücher oder zehn Billionen Bit enthalten. Die Informationsmenge, die in Büchern weitergegeben wird, ist also hunderttausendmal so groß wie die Menge in der DNS.

Noch wichtiger ist der Umstand, daß sich die Information in Büchern rascher verändern und aktualisieren läßt. Wir haben mehrere Millionen Jahre gebraucht, um uns aus den Affen zu entwickeln. In dieser Zeit hat sich die nützliche Inforamtion in unserer DNS wahrscheinlich nur um einige Millionen Bit verändert. Damit hat die biologische Evolution im Erbgut des Menschen Veränderungen von ungefähr einem Bit pro Jahr bewirkt. Im Gegensatz dazu erscheinen jedes Jahr rund fünfzigtausend neue Bücher allein in englischer Sprache, die vielleicht hundert Milliarden Bit Information umfassen. Natürlich ist der größte Teil dieser Information Müll und ohne Nutzen für irgendeine Lebensform. Trotzdem ist das Tempo, mit dem nützliche Informationen ergänzt werden können, millionen-, wenn nicht milliardenfach höher als die DNS-Änderungsrate.

(a.a.O., S.216f.)

Lit.:
Hawking, S.: Das Universum in der Nußschale. München 2003.

Hermine sagt: Bitte sehr.

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