Dienstag, 30. November 2010

Noch mehr Fortschritte

Nun habe ich ja endgültig, nach Jahren, meinen Zwillings-Blog auf WordPress punkt com deaktiviert.

Jetzt gilt es nur noch, noch mehr Fortschritte zu machen. Ich habe ja mal angedacht und angekündigt und als nützlich und vernünftig anerkannt, weniger Posts für meinen Blog zu schreiben. Ja, ich würde mich sogar soweit aus meinem Blog-Fenster hängen und behaupten: Weniger Blog-Artikel schreiben ist lebensfreundlicher - da Lebenszeit sparender.

Diese Überlegung hält mich nicht davon ab, in mehreren Blogs zu posten - auch da jeweils weniger. Einfaches Abwägen
  • Blog KopfZwinkern: 20 Posts/Monat
  • versus
  • KopfZwinkern + 4-5 andere Blogs: 10-15 Posts/Monat (oder weniger)
Hypothese: Je geringer das eigene Post-Aufkommen, desto größer das eigene Kreativitäts-Aufkommen.

Jetzt muss (und will) ich das Ganze umsetzen. Das wird wieder einiges an Zeit dauern, aber ich bin mir sicher: am Ende werde ich dieses Ziel meiner ganz persönlichen Post-Veröffentlichungs-Ökonomie erreicht haben.

Hermine sagt: Mach´ wie Du denkst.


(Übrigens, ich kriege die Krise bei diesem en vogue-, pseudo-souveränen-, Politiker-, Wirtschaftler-, auf-irgendeiner-Klipp-Schule-gelernter Spruch: "Am Ende des Tages...".)

Montag, 29. November 2010

Ich habe beschlossen

Ich habe beschlossen nicht mehr zu streiten. Ich habe sogar beschlossen jedem erdenklichen Streit aus dem Wege zu gehen! Einfach aus dem Grunde: Ich bin, im Vergleich zu jenen, die häufiger streiten, schlecht dafür ausgerüstet, sowohl argumentativ als auch emotional.

Ich bin während eines Streites sprachlos, in dem Sinne, dass ich auf die Schnelle - in der direkten Begegnung - keine geeigneten Argumente finde. Ich bin zu schnell - vorschnell - in der Position des Sich-selbst-Verteidigenden, selbst wenn ich von der Ausgangssituation her betrachtet - sozusagen neutral betrachtet - eigentlich im recht gewesen sein sollte - mir fehlen die Worte und ich gerate in die Verteidigungsposition. Nein, das gefällt mir partout nicht.

Ich habe sogar den Eindruck, dass die Beteiligten - eben die gut Gerüsteten, weil Streit-Erfahrenen - nach einem Streit gar nicht weiter beeindruckt sind. Der Tag geht für sie weiter, als wäre nichts gewesen. Ich hingegen habe an so etwas immer sehr lange, außerordentlich lange zu kauen! ("Der Streit war so ungerecht. Ich hätte doch dieses und jenes sagen können; nein, ich hätte dieses sowie jenes sagen sollen." - Selbstvorwürfe en masse gesellen sich hinzu.) Durchaus zwei bis drei Tage lang (oder noch länger) bin ich aus dem Gleichgewicht. Am Ende muss ich meistens putzen. Das ist dann für mich das Signal, so jetzt, eben, ich komme wieder zu mir.

Wie es auch sein mag: Ich habe immer die Möglichkeit jedwedem Ungemach dieser Art aus dem Wege zu gehen, nach Alternativen zu schauen, es auszusitzen - mir ist meine Gesundheit, speziell mein Blutdruck (mitsamt Triglyceriden) am wichtigsten!

Hermine sagt: Ob es dieses Jahr wohl Weiße Weihnachten geben wird?!

Freitag, 26. November 2010

Echolot-Zitat II

Ein Eintrag vom Mittwoch, 10.Dezember 1941
Sophie Scholl 1921-1943 Blumberg
An Otl Aicher
Du hast doch einmal in dem 1.(oder letzten) Windlicht geschrieben, die Natur sei ein Schemel für den Menschen, um zu Gott zu gelangen, und würde, wenn sie ihren Zweck erfüllt hätte, wieder ins Nichts versinken. Das fällt mir gerade ein, wie mein Blick durchs Fenster auf den gegenüberliegenden Berg fällt mit den leicht verschneiten Feldern und dem winterlichen Himmel hinter dem kahlen Wald. Ich finde es traurig, daß dieses alles einmal nicht mehr sein soll, ich finde es unvorstellbar. Wenn es doch schön und gut ist, warum soll es dann einmal nicht mehr sein? Ich freue mich jeden Morgen an der reinen Luft und dem Himmel, in dem noch Mond und Sterne schwimmen, und wenn es anfänglich auch eine ungerechte Freude ist, weil ich mich vielleicht manchmal berauschen kann, so wird sie doch gut, da sie mir wieder einen richtigen Maßstab gibt (das ist dann wieder traurig für mich, aber ich bin doch froh, denn sonst würde ich doch leicht das Wesentliche übersehen). - Ich finde es fürchterlich, wenn man etwas schafft und es nachher dem Nichts wieder gibt. Und Bäume und Blumen und Tiere sind doch auch geschaffen und haben einen Hauch von Geist.
Findest Du eigentlich den Satz in dem Büchlein «Der verborgene Gott» logisch: «Das Nichts ist von Gott erschaffen.» Dann ist es doch schon etwas, wenn es Sein hat und geschaffen wurde. Ich glaube, man darf sich das Nichts nicht vorstellen wollen. Das ist ja auf Grund seines Namens und Sinnes unmöglich. Das ist sehr schwierig für mich, weil ich mir alles gerne vorstelle. Aber das nur nebenbei. Wer ist eigentlich Nikolaus von Kues?
Ich merke, daß man mit dem Geiste (oder dem Verstand) wuchern kann, und daß die Seele dabei verhungern kann. Daran habe ich früher nicht gedacht.
(a.a.O., S.382)

Lit.:
Kempowski, W.: Das Echolot. Barbarossa ´41. Ein kollektives Tagebuch. München 20024.

Hermine sagt: Bitte sehr.

Donnerstag, 25. November 2010

Komplimente mit Jack Johnson

Das letzte Kompliment, das meine Frau mir gemacht hat, gestern, war, dass das zu mir passt - meine Frau kennt mich sehr gut.

Die Musik von Jack Johnson passt zu mir, sagt meine Frau. Die Musik von Jack Johnson passt zu mir, ich bin so schön entspannt, sagt meine Frau - meine Frau interessiert, was mich ausmacht, was mich definieren könnte. 

Komplimente mit Jack Johnson und mit Jack Johnsons Musik gefallen mir sehr.

Hermine sagt: Du bist sehr schick.

Mittwoch, 24. November 2010

Von mir ein neues Mafia-Buch zu empfehlen

Ich habe ein neues, wenn auch nicht unbekanntes Mafia-Buch zu empfehlen.

Bisher habe ich, wenn es um Mafia oder organisierte Kriminalität ging, praktisch ausschließlich ein und dasselbe Buch empfohlen. Das bleibt weiterhin,

Lit.: Shawcross, T.: Krieg gegen die Mafia. München 19971.

Wer sich darüber hinaus speziell mit Italienischer Mafia, Duisburg August ´07 etc. fundiert befassen will, kann und braucht nur Petra Reski zu lesen!! Sie vermittelt alles Erhellende - und motiviert zu mehr.

Lit.: Reski, Petra: Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern. München 2008.

Hermine sagt: Sehr süffig.

Dienstag, 23. November 2010

Ohne Kommentar

TV-Werbung:

52weine.de ...direkt vom Winzer. Nur deshalb sind unsere unschlagbar günstigen Preise möglich...
-
im Hintergrund sieht man ganz kurz Rotweinmarke 0,75 l = 17,90 € und irgendetwas mit 107,40 € (wahrscheinlich der Preis für sechs Flaschen)

Hermine sagt: Ohne Kommentar.


(Wen es noch interessieren sollte:
Geht der so auf diese Art mörder scharf gemachte Interessent auf die Webseite - ohne Registrierung erfährt er ein rotes Nichts.)

Montag, 22. November 2010

Ein Gutes haben diese Terrordrohungen

Apropos, erhöhte Terror-Alarmstufe und so (ausgerechnet für montags). Terror-Bomben-Drohungen, die ja auch und gerade für öffentliche Plätze und Feste vermutet werden:

Vertreter dieser so genannten Motorrad-Bob-Clubs (Hells-Bob-Angels, Ban-Bob-didos) werden wir gottseidank dieses Jahr nicht auf unseren Fucking Weihnachtsmärkten sehen! Und hoffentlich in den nächsten Jahren ebenso wenig! Das nahm in den letzten Jahren Überhand. Plötzlich trieb sich dieses Gesocks doch sogar auf Weihnachtsmärkten herum! Und nicht mehr nur in ihren, bekannten, so genannten Geschäftsvierteln (mit: Drogen, Prostitution etc.)!

Solche Terror-Drohungen haben dann eben in der Folge auch ihr Gutes: nämlich garantiert weitestgehend gewaltfreie, ruhige Weihnachtsmärkte!

Hermine sagt: Freu´.

Freitag, 19. November 2010

Zu schöne Evolution

Es ist zu schön, ich muss es auch hier zeigen.

Sir philgeland und ich haben (leicht verschmitzt und kurz) über Evolution diskutiert. Vorerst ist es allerdings um Fundamentalismus gegangen. Anhand eines Auszuges aus einem Interview mit dem Psychiater Walter Pöldinger (im Gespräch mit Brigitte Zöller) ist es, genauer, um Religion und Evolution und Fundamentalismus gegangen: Und überhaupt ist Fundamentalismus antievolutionär.

Mir ist, im Nachhinein, dieser Evolutionsgedanke nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Wahrscheinlich auch und gerade deshalb, weil ich weiß, dass Sir philgeland gerne die bodenständige, um nicht zu sagen naturwissenschaftliche Seite in dieser Frage vertritt.

Es sei wie es sei, im Zuge dessen ist eine, wie ich meine, ansehnliche Linksammlung zustande gekommen. Diese eben will ich hier in meinem Blog festhalten; die Linksammlung ist zu schön.

Nun denn, gefangen vom Evolutionsgedanken, habe ich mich, wie üblich, weiter gehangelt zu meinem lieben Google-Reader. Und, siehe da, eine, wie ich meine, dazu passende Meldung ist mir sozusagen direkt vor die Augen gesprungen - ich brauchte sie nur noch unterzubringen.

Eine Reaktion seitens philgelands hat nicht lange auf sich warten lassen:
Nein, das kannte ich noch nicht.
Jaja, die Japaner! Roboterhunde sind da schon auf dem Markt.
Das hier scheint also nur konsequent zu sein. 
Sieht so aus, als ob der Golem Fortschritte machen würde … 

Nun, ich habe mir gedacht, so ein Golem ist doch eigentlich nur so etwas wie eine Vorstufe (in der Evolution) von Kaspar Hauser. Habe dies auch entsprechend kommentiert. Und ich habe dazu noch diesen (Kaspar Hauser als Pseudonym) und jenen (Kaspar Hauser als Eponym) Abschnitt hervorgehoben.

Jetzt habe ich schon gedacht, dass es das gewesen sei. Da habe ich bei Susan Polgar (eine Schwester der Schach-Großmeisterin GM Judit Polgar) sozusagen eine weitere Evolutionsstufe entdeckt; beziehungsweise am Ende des Videos ist zu sehen, dass diese Evolutionsstufe schon gut ausgebaut ist - es gibt mehrere der gezeigten Experimente. (Sollte ich sagen: Produkte?)

Ob ich das so beschreiben kann: ich habe im Internet die Evolution im Zeitraffer gesehen?

Zum Schachspielen langt es dann übrigens, wenn man als Android so aussieht.

Wladimir Kramnik - einer der weltbesten Schach-GMs - muss sich zu der Zeit in einer ganz ähnlichen (Kognitions-)Dimension zu der meinigen befunden haben: GM Kramnik versus (Ro-)Bot.


Hermine sagt: Markant die Unterschiede von der Popwelt zur Schachwelt.

Donnerstag, 18. November 2010

Neu überdenken

Da gehen doch jetzt überall -
ich habe da gar nicht so genau hingehört: irgend so ein Terror-Bob-Kommando hat sich für Montag, ausgerechnet montags, angekündigt oder ist angekündigt worden oder wie auch immer. Ich denke vor, ich denke zurück:
  • Ob man für so einen Fall die Todesstrafe oder zumindest die Art der  zu verabreichenden Todesstrafe nochmals neu überdenken sollte?
  • Unsere Fucking Polizisten sind doch bestimmt heillos überfordert. Hallo, huhu, hier sind wir? Gaddegigag? Kommen Sie mal eben her? Alleine schon: in welcher Sprache?, das alles.
  • Und wenn unsere Fucking Polizisten dann jemanden aus diesem Terror-Bob-Kommando festnehmen, heißt es dann nicht gleich, huch, eventuell war das doch da jetzt so ein ganz und gar unbescholtener Fucking Mensch; und der ist jetzt für den Rest seines Lebens stigmatisiert?
  • Einfach machen lassen. So könnte man doch auch (endlich) mal denken. Wird schon nicht so schlimm werden. Einfach machen lassen: irgendwann haben diese Terror-Kommando-Bobs doch bestimmt keinen Bock mehr. Oder keinen Nachschub. - Dat treckt sick all na´n liev?
  • Oder mal etwas völlig Neues erfinden:
    • Gepanzerter Plexiglaskasten (unsichtbar) auf die entdeckten, georteten, wie auch immer Terroristen Bobs absenken und denn das Ganze - für die Umgebung kontrolliert und vollkommen gefahrlos - sprengen.
    • Oder ein Gel, extrem reißfest oder so etwas entwickeln, welches man dann durch Sprinkler-Anlagen (stationär) und Wasserschläuche (mobil; wie so eine Wasserkanone) einsetzt: einfach auf so einen Dynamit-Terroristen Bob drauf halten. Natürlich muss das blitzschnell gehen; mit dem notwendigen Druck; und die Wirkung des Gels muss sofort wirksam sein.
      Der Clou wäre, wenn dann noch etwas explodiert, dann gibt es nur eine einzige große Blase (vermittels des extrem reißfesten Gels); läßt sich auch sehr sauber entsorgen, schätze ich. Das wäre dann, wie gesagt, an öffentlichen Plätzen und aber auch mobil, wie so eine Wasserkanone, einzusetzen.
    • Oder so eine Fucking Bomben-Mensch Quarantäne (gepanzert). Das Problem mit Zeitzündern wäre dann  jedenfalls drastisch reduziert - jedenfalls mit mittelfristig eingestellten Zeitzündern.
  • Oder möglichst viele Fucking Menschen demonstrieren gegen diese Terror-Bob-isten. Wie wäre das denn mal, hm?

-, da gehen doch jetzt überall diese bewaffneten Fucking Polizeibeamten in den Städten, auf den Plätzen und was weiß ich nicht wo noch alles herum.
(Vielen Menschen ist doch noch ganz schwummerig angesichts unserer RAF-Vergangenheit. Obwohl, das ist jetzt wohl zu weit hergeholt.)

Hermine sagt: Nikolausi.

Mittwoch, 17. November 2010

Anglizismen und Amerikanismen

Ick liebe meine Muttersprache, det sarick euch janz cool. Die deutsche Sprache, wa, ob ickse nu live hör oda vonne single oda LP, wa, oda ob ickse uffn paperback lesen tu, also die deutsche Sprache, die is okay. Di is so´n richtja oldie, aba jrade, weilse so´n oldie is, is se echt. Die hat so´n irren touch, die machtma high!
Parodie, noch zu Zeiten einer DDR,  auf einen mit Anglizismen beziehungsweise  Amerikanismen gespickten Teenager-Jargon

Hermine sagt: Ts-ts-tssss.

Dienstag, 16. November 2010

Eine Lanze für Google brechen

Nun muss ich aber mal eine Lanze für Google brechen. Die letzten zwei Tage habe ich hier und da etwas Unmut geäußert, über Dinge, die - meines Erachtens - bei Google (GMail; Blogger) nicht funktionieren.

Das mit GMail und dem Offline-Modus, den ich für mich nicht zufriedenstellend hinbekommen habe, klappt immer noch nicht - beziehungsweise ich habe mich nicht wieder daran versucht; ist für mich jetzt auch nicht so wichtig. Also abgehakt, und wahrscheinlich - nach den Erfahrungen der letzten Tage - sowieso ganz alleine mein Fehler.

Nun zu Blogger (Ich denke, meine uneingeschränkte Affinität zu Blogger punkt com hat sich mittlerweile herumgesprochen.):
Da ging es gestern sogar so weit, dass ich mich einmal zu dem für mich schlimmen Wort "Atzend" habe hinreißen lassen. (By the way: vor kurzem hörte ich einmal den Satz "sie ist eine verdammt gute Nonne" ...; kann man das schon einen Syllogismus nennen?) Ich meinte mit diesem, von Primitivität zeugenden Ausruf, ausdrücken zu müssen, wie mir schlagartig gewahr wurde, dass ich in Blogger punkt com keine Links per html-Code einbauen könnte; in meinem geliebten Blogger punkt com (mit seinem unschlagbaren Vorlagen-Designer).

Pustekuchen! Natürlich geht das, wie Sir philgeland mir erst wieder verdeutlichen musste, qua der zuweilen ausgezeichneten Blogger-Hilfe! (Nur "target" wird wohl in Kommentaren nicht akzeptiert?! Ich garantiere allerdings für diese Aussage nicht, jedenfalls nicht in den nächsten ein bis zwei Tagen.)

Anhand von Kommentierungen bei anderen Blogs, habe ich mitbekommen, dass sich so einige Kommentatoren darüber mokieren, wenn Kommentare nachträglich nicht korrigierbar sind. Ich habe im Rahmen obiger Malheurs herausgefunden (sehr spät, aber doch): Blogger punkt com hat die wunderbar komfortable Funktion (Feature) eine Vorschau des Kommentars anzuzeigen! Ich sehe oben die Vorschau auf meinen Kommentar, farblich hervorgehoben - während ich unten die so entdeckten Fehler korrigiere. Will ich den auf diese Weise korrigierten Kommentar sehen, drücke ich einfach wieder den "Vorschau"-Schalter - erst wenn ich wirklich zufrieden bin mit meinem Kommentar, dann drücke ich schlussendlich auf den "Veröffentlichen"-Schalter!

Was ja schon immer klar war auf Blogger punkt com: Man kann seinen eigenen Kommentar jederzeit (kommentarlos) löschen - ohne erst irgendeinen beziehungsweise den Administrator darum bitten zu müssen. Das muss dem Blogger punkt com erst einmal jemand nachmachen!

Das Peinliche ist ja, dies zum Schluss, ich hatte doch tatsächlich schon wieder gedacht zu wechseln beziehungsweise wieder zweigleisig zu fahren: Ich dachte schon wieder, oh, das ist ein Zeichen! Oh, ich soll wohl wechseln. Oh, mein WordPress punkt com - oder sogar kulando? (Schon wieder das Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits?)

Hermine sagt: Mir geht´s gut. Bald ist Nikolaus.

Montag, 15. November 2010

stinkig

Mein Gott, war ich stinkig: Ich wollte den Offline-Modus meines Google-Mail Accounts unter dem Google Chrome Browser aktivieren, was noch ansatzlos geklappt hat (man denkt noch, schöne neue Welt, hallo Google-Chrome usf.). Nur funktionierte dann die Online-Hilfe in Google-Mail Online nicht mehr, wäre aber noch zu verschmerzen gewesen und hätte sich bestimmt nach einiger Zeit von selbst wieder eingerenkt.

Aber dann: Ich wollte meine E-Mails oder wenigstens ein paar davon lokal auf Festplatte zur Weiterverarbeitung sichern, was angeblich (irgendwie) per Google Gears im Zuge der Aktivierung von Google-Mail-Offline automatisch geschehen ist, ... wie auch immer; ich habe weder den Pfad der angeblich lokal bereits hinterlegten Mails gefunden, noch eine Möglichkeit per Knopf-klicken oder so eine markierte E-Mail aus dem so genannten GMail Client herunterzuladen. Shit!

Was habe ich gemacht? Achtung, das stürmische Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits hat sich wieder einmal durchgesetzt: Ich habe so einige Erweiterungen im Google-Chrome deinstalliert sowie Google-Mail-Offline deaktiviert - Pah! Ich habe Thunderbird 3.1.6 installiert und mein neuer Standardbrowser ist Firefox (3.6.12) - So!

Hermine sagt: Was soll ich sagen, mein Schmunzelhas´.

Update:
19.11.10 Google Chrome ist wieder mein Standardbrowser.

Freitag, 12. November 2010

passiv aktiv sein

Ich muss einmal lernen, mit der heutigen Zeit zu gehen: mich den Gepflogenheiten anpassen. Und persönlich akzeptieren, ergo umsetzen, dass ich älter (etwas) geworden bin.

Nicht immer gleich aktiv werden, wenn mir etwas nicht passt oder eine Lage zu klären ist. So, bitte, hier geht´s lang; Rechtsverkehr!; erst rauslassen, dann geht alles viel einfacher; hinten anstellen, wie alle anderen auch ...; usf. aus diesem Schatz der Banalitäten, die heutzutage gleich zu Provokationen und zu Relikten aus einer völlig anderen Zeit umgedeutet werden. Dieses Verbal-die-Lage-klären-wollen passiert (mir) regelmäßig zu schnell, übereilt. (Das Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits bricht sich da Bahn.) Ich setze mich damit beständig ins unrecht. Oder ich werde postwendend qua beschriebenem Mechanismus ins unrecht gesetzt. Mit Diskutieren kommt man da, d.h. im Zusammentreffen mit solchen Leuten, nicht weiter.

Nein, nichts sagen. Abwarten. Einfach stehen bleiben!

Das bedeutet, für mich ganz persönlich, meine Körperlichkeit zu akzeptieren. Wie meine Frau sagt, meine imposante Körperlichkeit. - Ich denke von mir nur allzu gerne: Ich bin eher ein schmaler Hering. So dachte ich zum Beispiel früher schon gerne über mich: Trotz meiner schmalen Ärmchen(!), habe ich eine enorme Kraft. (Ich muss, ergo, zu der Zeit schon stattlich gewesen sein). - Warten. Passiv sein und somit aktiv werden (Schach-Stichwort: Zugzwang). Einen Versuch ist es mir wohl allemal wert.

Hermine sagt: Jepp.

Donnerstag, 11. November 2010

Imperative

Der ästhetische Imperativ: Willst du erkennen, lerne zu handeln.

Der ethische Imperativ: Handle stets so, dass weitere Möglichkeiten entstehen.

- Beruhigend.

Hermine sagt: Ich mag den Ethischen.

Mittwoch, 10. November 2010

Wir können auch anders

Analyse ist etwas für Einsiedler.

Psychoanalyse sowie Verhaltenstherapie (VT) sind etwas für von oben herab.

Hermine sagt: Hä? - Naja, büdde?

Dienstag, 9. November 2010

ver-rückt ist manchmal so

(Gedächtnisprotokoll)
Das ist eine schöne Stadt.
- Jaaa, seit die hier...
Ich komme ja eigentlich aus Berlin.
- Na, das ist aber...
Ich bin Christ.
- ...
Ihr auch? Seid ihr auch Christen?
- Jaaa...?
In Berlin kannte ich ja jeden. Da bin ich immer in die Bars und ... da kenn´ ich die Strassen... Hier geh´ ich nur noch in Sportwetten-Bars.
- Aha.
Ich bin ja Christ. Ich gehe auch immer in die Kirche. Geht ihr auch immer in die Kirche?
- Sehr selten.
Ich war vorhin in der Kirche. Wart ihr heute schon?
- Neiiin?!
Ich bin Schauspieler. Ich bin Diplom-Schauspieler.
- Jaahaha, dein ganzes Leben ist ein Schauspiel!?...
Sokrates...Ich bin wie Sokrates...ich lebe in keiner Tonne...das waren doch schon damals keine Analphabeten
- Nein.
die konnten schon alle lesen...das kann mir doch niemand erzählen..
- ...eben...
Ich bin ja auch Moslem. Ich gehe mal in die Moschee und mal in die Kirche. Gestern war ich in der Moschee. Mal hierhin und mal dahin, ist ja egal...
- ...
Ich bin der L.. Und wer bist du?
- Ich bin der HarryHIII.
Eigentlich sind ja alle Christen. Der Mohammed wusste das auch... Das ist denen egal. Mich fragt keiner...
- ...
Ihr seid Protestanten?!
- Ja.
Das sieht man. So auf Luther und so...!?
- Hmhm...
Was seid ihr von Beruf? Wenn ich mal so fragen darf?
- Psychologen.
Ja?... Beide?!
- Ja. Wir sind beides Psychologen.
Ich komme ja aus Berlin. Ich bin ja Schauspieler. Schiller und so. Faust. Haha...
- ....
Ich kannte mal einen Fremdenlegionär. Der hatte H-a-s-s, da vorne [auf seinen ersten Fingergliedern] tätowiert...
- Jaja, das gibt´s bei denen...
Ich bin Erzieher.
- Ja?...
Ich habe mal in so einem Obdachlosenheim gelebt und gearbeitet. Habt ihr mal einen Fremdenlegionär therapiert?
- Nein.
Wenn du so in einem Obdachlosenheim gearbeitet hast, dann brauchst du dieses Anerkennungsjahr nicht mehr. Dann verkürzt sich die Erzieherausbildung.
- Ja, das stimmt; das ...
Ist doch egal in welches Gebäude man geht. Der Mohammed hat das damals nur nicht...
- ...
Ich bin Heimleiter; ich war mal Heimleiter; hmhm. Ich habe da in so einem Obdachlosenheim mal einen gekannt, das war ein Fremdenlegionär.
- Ach, der mit dem Hass?!
Der war schwul. Der stand so vor mir. Ich mein´, ich hätt´ die Polizei rufen können...
- Ja, die bringen sogar...
Hab´ ich aber nicht gemacht. Ich hätte die holen können. Das habe ich dann aber anders gemacht.
- In Berlin...
- ...
Ich bin Viele. Ich lege mich nicht fest.
- Das ist ja gut; wenn du dazu stehst.
Der S., unter dem habe ich im Obdachlosenheim gearbeitet. Kennt ihr den?
- Neiin?
Anträge reihenweise gestellt. Noch alles nebenbei gemacht...
- Oh ja, das ist oft...
Wie lange seid ihr schon verheiratet?
- Schon lange.
- c...
Mit Kirche und so. Ihr seid Protestanten?
- Jaaa...
Nietzsche. Habt ihr, hast du mal Nietzsche gelesen?
- Nein...
Musst du...
- Ich meine ich habe mir vier Mal Sachen von dem angelesen und dann wieder weggelegt...
Du musst dir den mal...
- ..., weil ich nie kapiert habe, was der da überhaupt sagen will...
Der Nietzsche hat viele gute Dinge geschrieben, das ist heute noch...
- Für mich ist das nichts. Wie gesagt, den habe ich zig Mal angef...
Ich bin ja Haremsbesitzer...
- Ach so...
Die vom Westerwelle, die S., die hatte ich auch mal ...
- Äh, ...
Da war mal ein Fremdenlegionär...
- Der mit dem Hass...
Ja. Ich muss jetzt pissen.
- Gut, dann...
Ich bin Musiker...
- Aha, ...
Ich bin Kroate...
- Äh, ...
Also gut, ich komme aus Berlin, aber ich habe kroatisches und ungarisches Blut in mir... Ihr seid Psychologen?
- Ah, ja ...?
Ich bin Schauspieler und Erzieher und habe nichts auf der Naht...
- Jahaha, ...
Ihr seid Psychologen, beide?
- Ja.
Dann kennt ihr bestimmt auch H..., drüben in...
- Neiin?
Ich kenne die alle, da drüben. Ich war mal bei denen; so ein Seminar. Manche werden da fixiert...[zeigt so]
- Ja...
Das ist eine schöne Stadt ...
- Ja, das ist...
Und ich bin Kettenraucher, hahaha...
- Ja, das sieht man...
Die vom Westerwelle... Ich meine ich hatte da mal so eine, das war dann aber nichts mehr, ... vielleicht wird das jetzt ja wieder was; ... ich hab da so eine im Auge.
- ...
So, ich will dann mal...
- Jahaa, tsch...
Da im Obdachlosenheim, habe ich ja neben meinem normalen Job noch alle möglichen Sachen gemacht. Wir haben da Anträge die Menge gestellt...
- Ja, das ist so...
Da in ... da die Passionsspiele, die mit dem Jesus.
- Äh, tsch...
Habt ihr die mal gesehen?
- Nein?
Den kreuzigen die; zuerst hier oben [zeigt Handinnenflächen und streckt die Arme] und dann da [greift sich zwischen die Beine] [schüttelt den Kopf]
- ...
...
- Wir wollen...
Ich bin Kung Fu Kämpfer. Habt ihr das gewusst? Ich bin ja ein richtiger Kung Fu Kämpfer [macht die Kranich-Stellung oder whatever]...
- Neiiin...
Ich hatte 362 Frauen..., wie so ein Gott...
- ....
Ich bin viele Götter...
....
- Na, wir wollen dann mal..
Ja, gut tsch...
- ....
- ...
Der Freud war ein Genie...
...
[Meine Frau und ich ohne uns umzudrehen losgegangen und auf der anderen Straßenseite angekommen - alleine!]
Freud war genial
...
Ich komme mal ...
[Wen es interessiert: (vermutlich in Richtung) schizo-affektive Störung.]

(Meine Frau und ich hatten noch den längstens ersehnten schönen Tag.)

Hermine sagt: Mei Droppe!

P.S.:
So etwas passiert mir regelmäßig. Re-gel-mä-ßigst. Da können tausend Menschen um mich herum stehen, wer wird angesprochen, und wem wird im Notfall noch die ganze Lebensgeschichte in null Komma nichts erzählt? Mir!

Oder wie hat es mal ein Freund von mir formuliert, in seiner pragmatischen und herzlichen Art:
Tausend Mann auf´m Platz. - Und wer kriegt´n Ball an Kopp?...

(Übrigens: die alte Schreibweise von null Komma nichts war Null Komma nichts)

Donnerstag, 4. November 2010

es ist ein neuer Friseur-Kunde in der Stadt

So, jetzt ist es soweit. Man macht und tut, ... (dass einem das Blut unter den Fingernägeln hervors-prützt.) Man denkt noch und sagt auch noch immer, alles andere wechsle und tausche ich nach Lust und Laune, aber so manche Dinge, denke und sage ich, bleiben konstant, zum Beispiel der Friseur; so kleine Geschäfte, die werden, von mir, nicht nach Lust und Laune gewechselt, so dachte ich immer. Ich bin ja auch noch immer schön hingegangen; ich habe ja auch noch immer schön in meinem Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis vermeldet: Meinen Friseur, den wechsle ich nicht. Großer Salon - mit Namen womöglich -, was soll ich damit, ich gehe zu meinem kleinen Friseur um die Ecke, das langt mir; da kenne ich mich aus und die kennen sich aus, an mir - das langt mir; ich brauche keine Anmeldung (Ich gehe doch da schließlich nicht zum Arzt!). Und die Preise sind auch ganz passabel.

Und, wie wird es einem gedankt? - Verschnitten! Die eine Kotelette um eine Fingerdicke kürzer als die andere. Und die Kürzere nach vorne oben wech. ´ne Welle hinten unten, rechts normal, links als wäre irgendwo ´n Stück Teppichfliese übrig gewesen. Ich hatte noch geschaut und geprüft (und mich erneut über mein altes Gesicht in diesem großen, mich alt machenden Friseurspiegel geärgert) und dachte noch, da stimmt doch was nicht (wie schon einmal, vor Monaten, wo nichts war). Dann dachte ich mir aber, komm, Du wirst Dich verguckt haben, der macht das schon richtig, das liegt an Deinen (alten und im Moment - durch den Spiegel - irritierten) Augen.

Ich gehe da seit wie vielen Jahren, seit über einem Jahrzehnt regelmäßig(-st) hin (vgl.o.) und dann das! Ich gehe zwei Tage später, ganz früh morgens, der Friseur kann kaum aus den Augen gucken, gleich nach Öffnung hin und reklamiere: Ja, ich korrigier´s. Da hinten rechts haben Sie aber auch gerade so einen Wirbel, da sieht das dann so aus als ob die Haare richtig schön anliegen - und links liegen die Haare normal. Ach, Sie wollten die Koteletten so ein bisschen stehen lassen (ja, so ähnlich wie bei Brad Pitt, dachte ich mir), dann müssen Sie beim Rasieren auch ein bisschen tiefer ansetzen. (Ich: Das ist vor zwei Tagen passiert.) Ja, da dürfen Sie aber beim Rasieren nicht so hoch rangehen, wie hier links... Keine Entschuldigung seinerseits, kein gar nichts. Das hat mich gleich geärgert. Das ist für mich so - im Nachhinein -, ich gehe da regelmäßig hin und irgendwann schleicht sich dann (anscheinend) so ein Gefühl von Selbstverständlichkeit (mir gegenüber) ein; ich werde, nach so langer Zeit, irgendwo nicht mehr für Voll genommen; mangelnde Aufmerksamkeit mir gegenüber beziehungsweise mangelnde Aufmerksamkeit meinem Haarschnitt, dem Produkt gegenüber, erwachsen aus Gewohnheit, aus Selbstverständlichkeit. - Da gehe ich nicht mehr hin.

Es gibt einen neuen Friseur-Kunden in der Stadt! Ich weiß auch schon ganz genau wo ich hingehen werde; da werde ich dann vielleicht ein Bild von Brad Pitt hin mitnehmen, als Vorlage, oder so ein Bild - ich weiß noch nicht wie ich´s mir beschaffen werde - von dem einen, der den Ted bei "How I met Your Mother" spielt. - Na, das wird ein Spaß! Le-gen-där! (Le-gen- und Achtung! jetzt kommt´s där!)

Hermine sagt: Das will ich sehen, ob Du Dich da entscheiden kannst!?

Mittwoch, 3. November 2010

Trauerklops < Trauerkloß

Dass jemand trauert, für eine gewisse Zeit, ist ja in Ordnung, finde ich; auch nach Jahren (und Jahrzehnten) werden viele unter uns noch, gleichsam, von Trauerattacken heimgesucht werden. Das subsumiere ich einer ausgeglichenen Trauerarbeit angehörig (so wie wohl jemand, aus ähnlichem Grund, ein ausgeglichener Mensch genannt wird).

Dass der trauernde Mensch die Krankheit(en) übernimmt, der oder des Verstorbenen, wenn voraussichtlich oder vermutlich auch nur für eine gewisse Zeit, muss nicht sein, finde ich. - Wie so ein Trauerklops, ein eigentlicher: fängt an, auf einmal, an irgendeiner Stelle der Trauerarbeit, außer Petersilie alles Mögliche an sich zu ziehen, alles mögliche aus der Umgebung. Und so wir aus einem Trauerkloß ein Trauerklops. Weshalb zerfällt so ein Klops wohl schneller als, vielleicht, seine Kloß-Kumpel? Ein Kloß ist ´ne runde Sache. Ein Kloß ist wendig. Hingegen, ein Klops ist so etwas wie ein nicht ganz gelungener Kloß, vielleicht ein unreiner Kloß; vielleicht ist ein Klops ein Kloß mit nicht gerade eben sinnvollen Füllungszusätzen, was die Wendigkeit angeht.

Wendig-Sein: dieses Wendig-Sein und Wendig-Bleiben, das ist, so denke ich, eine der Indikatoren für eine gelungene Trauerarbeit - wie für ein gelungenes Leben. Bloß nicht starr werden, bloß nicht in Trauer erstarren! (Und am Ende gar auseinanderfallen wie ein Klops?)

Hermine sagt: Würfel und Klotz, geht das auch?

Dienstag, 2. November 2010

value

saying that cultural objects have value
is like saying that telephones have conversations.


gefunden bei Heinz Rudolf Kunze: "alter ego" CD-Cover

Hermine sagt: Nee, von mir.

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