Buddenbrooks (10)

[...]...Nein, sein Leben war nicht arm gewesen, auch innerlich nicht so ganz. Verdammt, er hatte Kräfte verspürt, und wie die Kraft, so das Ideal - sagt Feuerbach. Und auch jetzt noch, auch jetzt...seine Seele war nicht verarmt, sein Herz war jung geblieben, es hatte nie aufgehört, würde nie aufhören, grandioser Erlebnisse fähig zu sein, seine Ideale warm und treu zu umschließen... Es würde sie mit ins Grab nehmen, gewiß! Aber waren Ideale dazu da, erreicht und verwirklicht zu werden? Keineswegs! Die Sterne, die begehrt man nicht, aber die Hoffnung...oh, die Hoffnung, nicht die Erfüllung, die Hoffnung war das Beste im Leben. L´espérance toute trompeuse qu´elle est, sert au moins à nous mener à la fin de la vie par un chemin agréable. Das hatte La Rochefoucauld gesagt, und es war schön, nicht wahr?...[...]
(a.a.O., S.595)

Lit.:
Mann, T.: Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Frankfurt am Main 19605.

Hermine sagt: Bitte sehr.
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