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Es werden Posts vom März, 2012 angezeigt.

Änderung der Strafanzeigenpraxis

Wie mir gestern zu Ohren gekommen ist, das kann´s ja wohl auch nicht sein: Jeder Troll (aka Volltrottel) kann einen anderen Menschen anzeigen; die Anzeige bleibt ohne zu verjähren in der Polizeiakte des Angezeigten - egal, ob so eine Strafanzeige nun gerechtfertigt war (ein Urteil nach sich gezogen hat) oder nicht. So ist die Strafanzeigen-Praxis in Deutschland.

Jede fruchtlose, nicht gerechtfertigte Anzeige führt demgemäß beim Angezeigten zu einer lebenslänglich mit einem Makel behafteten Polizeiakte (ohne, dass so ein Eintrag gegen die betroffene Person verwendet werden darf). Während die Polizeiakte so eines wild hasardierenden, Anzeigen verteilenden Trolls makellos rein bleibt. (Naja, so wie diese Leute gestrickt sind?...)

Ich bin schon immer dafür, endlich Nachhaltiges gegen Menschen zu unternehmen, die meinen sie könnten andere - auch im Sinne des Faustrechtes - tyrannisieren. Das heißt, Täter sollen bestraft werden und Opfer sollen nachhaltig geschützt werden. (Raus aus der Opf…

In Memoriam – GM Yuri Razuvaev

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In Memoriam – GM Yuri Razuvaev:


Der russische Großmeister Yuri Razuvaev starb am 21. März im Alter von 67. Er war ein hervorragender Spieler, Trainer und Schach-Journalist.

Razuvaev war einer der weltbesten Spieler zwischen 1976, das Jahr in dem er den Großmeistertitel erhielt, und den späten 1980er Jahren. Die lange Liste gewonnener Turniere beinhaltet Dubna 1978, Polanica-Zdrój 1979, Zalaegerszeg 1981, London 1983, Dortmund 1985, Jūrmala 1987, Pula 1988, Protvino 1988, Reykjavik 1990, Leningrad 1992, Tiraspol 1994, Reggio Emilia 1996, San Sebastian 1996.

Er war auch Mitglied der UdSSR Nationalmannschaft und er nahm teil am Wettkampf UdSSR vs Rest der Welt, 1984.

Früh in seiner Spieler-Karriere fing er an andere zu trainieren und schon im Jahr 1977 wurde er der angesehene Trainer Russlands. Er arbeitete mit Anatoly Karpov und er coachte die UdSSR-Mannschaft während Schach Olympiaden und Europäischen Meisterschaften. Später war er der Trainer der Russischen Mannschaft und in den 1990…

Buddenbrooks (11)

[...]... Und Thomas Buddenbrook wandte sich enttäuscht und hoffnungslos von seinem einzigen Sohne ab, in dem er stark und verjüngt fortzuleben gehofft hatte, und fing an, in Hast und Furcht nach der Wahrheit zu suchen, die es irgendwo für ihn geben mußte...(a.a.O., S.653)
Lit.: Mann, T.: Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Frankfurt am Main 19605.
Hermine sagt: Bitte sehr.

Leiden als Lebenselixier

Da gibt´s doch so Namenstage.

Einerseits bin ich froh, dass ich mit der Katholischen Kirche nichts am Hut habe - und von daher ebenso wenig mit Namenstagen.

Andererseits müssen auch heutzutage noch viele Menschen, die in katholischen Einrichtungen arbeiten unter ebendiesen Namenstagen leiden: Josefstag (Josefi; Josephstag).

Auf einmal heißt es, drei Stunden vor der eigentlichen Zeit morgens aufzustehen - wegen eines Gottesdienstes. Der Arbeitstag hintendran bleibt natürlich derselbe.

Das Allheilmittel Leiden? Die Quintessenz des Lebens ist Leiden? So denkt zumindest die Katholische Kirche auch heute noch. - Naja, die denken ja sowieso in ganz anderen Zeiträumen.

Leiden als Lebenselixier? Mir persönlich wird bei diesem Gedanken schlecht.

ACTA - saugeheimes Gift

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Da gehe ich - mittlerweile - frohen Mutes durch die Strassen, schaue so um mich, bin froh, dass ich in einer Demokratie lebe; ich entwickele keinerlei körperliche Verkrampfungen wegen irgendwelcher staatlicher Repressalien. Und sowieso, ich lebe nach dem Grundsatz: so wie es in den Wald hereinschallt, so schallt es auch heraus (völlig frei nach Kants Kategorischem Imperativ) - und da ich keinen Lärm mag...

Ein Äquivalent zu diesem Freiheitsgefühl wächst und gedeiht im Internet beziehungsweise im Web2.0, eine der großen Errungenschaften unserer Zeit,  nun schon seit über einem Jahrzehnt; meine dortigen Spaziergänge sind immer durchaus beschwingt und schon gar nicht angstbesetzt. Unter anderem hat dieses Freiheitspotenzial (pathetisch: Quelle für Freiheit) dazu beigetragen einige von diesen schwachsinnigen und eben gar nicht demokratisch gewählten Machthabern aus der Welt zu schaffen.

Und, was ist? Das, was wir beziehungsweise unsere vielzitierten Vormütter und Vorväter an Freiheit gesc…

Urheberrecht - aus gegebenem Anlass

Zum Urheberrecht - aus gegebenem Anlass:

Im Prinzip folgen die europäische und die deutsche Gesetzgebung den gleichen Prinzipien wie die amerikanische. Wer Musik widerrechtlich anbietet, wird verfolgt, die Internetzugangsanbieter  lässt man in Frieden. Belegen Anwälte der Industrie gegenüber t-online und Co., dass von einem bestimmten Computer aus widerrechtlich Musik angeboten wird, dann muss t-online den Namen und die Adresse des Kunden herausgeben. [...] Im vergangenen Jahr [2010; meine Anm.] sind allein beim Landgericht in Köln rund tausend Anträge im Monat eingegangen. [...](a.a.O., S.218)


Lit.: Fischermann,T./Hamann, G.: Zeitbombe Internet. Warum unsere vernetzte Welt immer störanfälliger und gefährlicher wird, Gütersloh 12011.

Wir kriegen noch die uns gemäßen Volksvertreter

Politiker sind Volksvertreter - im Sinne des Volkes. Nicht mehr und nicht weniger.

Das kriegen wir (das Volk) den Politikern auch noch beigebogen: Nicht sich am Volk bereichern, nicht die Ersten im Volke, mit Privilegien (wie kein Mensch), nein, Volks-vertreter.

Oder Volksrepräsentanten. Was sollen denn die anderen Völker von uns, dem Volk, denken, wenn wir reihenweise da so halbseidene Volks-Repräsentanten wählen?

Wir kriegen noch die uns gemäßen Volksvertreter; das kriegen wir auch noch gebacken. Das wäre doch gelacht?

Aus gegebenem Anlass ein Auszug aus meinem Weblog-Logbuch

Aus gegebenem Anlass ein Auszug aus meinem Weblog-Logbuch:

09.03.2012 Verdammte Scheiße, ich bin wieder da. Oder besser: Gott sei Dank. - Gleich ran ans Werk! Alles wieder in Schuss bringen! Und das mit dem Pseudonym-Gegurke seitens Goolge kriege ich auch noch irgendwie verdaut; die Zeit wird´s bringen!
Punkt.

Warum immer gleich das letzte Mal vorweg?

Warum oder weshalb sehe ich bei allem, was ich tue oder beginne immer gleich das letzte Mal mit?

Warum nehme ich immer gleich das letzte Mal vorweg? Und: Warum rührt mich das nahezu fast immer zu Tränen?

War ich zu viel mit dem Tod in Berührung? Ist das nicht jeder von uns (gewesen)? Zu intensiv? Viele Menschen doch wohl noch viel intensiver als ich.

Ist es das, bin ich zu selbstverliebt?

Schon als ich Kind war, sagten meine Eltern und andere Verwandte zu mir - und über mich, wenn ich sie belauschte (um zu erfahren, ob sie etwa über mich sprechen) -, ich sei zu sensibel und zu sentimental; was jedesmal nahezu gleichzeitig zu einer Diskussion über die Unterschiede der Begriffsinhalte veranlasste. Auch heutzutage noch, bekomme ich noch (allzuoft) zu hören, ich sei zu sensibel - und zu sentimental.

Warum oder weshalb sehe ich in allem immer gleich auch das letzte Mal mit? Und werde immer ganz traurig (melancholisch) darüber?

Genau weiß ich es nicht.

Es ist meine Art der Verarbeitung mein…

Einige der besten TV-Serien ever

Nicht dass ich´s nicht schon anderswo (und irgendwann) verkündet hätte, zu den besten TV-Serien ever gehören in meinen Augen:
Hör´ mal, wer da hämmert!Malcolm mittendrinScrubs - Die AnfängerSeinfeld ("the show about nothing") The Big Bang TheoryTwo and a Half Men

Ich habe ein Recht auf Verdrängung

Ich habe ein Recht auf Verdrängung.

Ich habe ein Recht auf Schönes. Ich habe ein Recht auf Liebe. Ich habe ein Recht auf Anspruchsvolles. Ich habe ein Recht auf Hoch-Geistiges; auf Schön-Geistiges. Ich habe ein recht auf Happy Ends. Ich habe ein Recht auf Triviales. Ich habe ein Recht auf Humor. Ich habe ein Recht auf Gerechtigkeit.

Ich weiß nicht, ob das in einen Antrag für neue, menschengerechte Menschenrechte gehören kann. Das ist mir egal.

Mir geht es darum: Ich muss mir nicht von jeder noch so miesen, ganz frisch reingekommenen Nachricht meine Tages-Stimmung und letztlich meine Gesundheit beeinträchtigen lassen.

Mich interessieren die meisten Nachrichten (ca. 99,41 Prozent) einfach nicht. Punkt.

Sehr viele Menschen - der Mensch von heute? - setzen sich mit Zeugs auseinander, das sie erst betrifft, nachdem sie sich damit auseinandergesetzt haben. Heraufbeschwören von Phantomschmerz oder, zutreffender noch, von Placeboschmerz nenne ich diese Art der Perzeption von "Realität".

N…

Mein Lese-Stoff

Heutzutage fühlen sich (allzu) viele Menschen unter Gruppendruck: sie wollen alle Facebook beitreten, alle wollen ein Smartphone besitzen. Die Wenigsten wissen warum und wozu. Sie wollen einfach nur dazugehören, dabei sein, mitreden können. - Nicht auffallen.

Mir erging es letztens ähnlich. Ich habe immer proklamiert, dass ich keine Horrorgeschichten vertrage. Ich mag nahezu alles andere. Keine Lyrik, die habe ich noch nie verstanden und wenn ich danach etwas anderes lese, übernehme ich diesen (unnatürlichen) Rhythmus, das mag ich nicht. Ich mag Happy Ends. Ich mag Sachbücher (inkl. Fachliteratur).

Nun, wie dem auch sei, ich fühlte mich unter Druck: ich soll doch ruhig Mal Stephen King versuchen; der wurde doch schließlich und endlich sogar verfilmt, das kann doch nur Horror mit Anspruch sein? Als der Druck, der tatsächlich mehr selbst gemacht denn oktroyiert war, nicht länger auszuhalten war, lieh ich mir zwei Bücher von Stephen King.
King, S.: Wahn, München 2008 King, S.: Die Arena Mün…