Dienstag, 24. April 2012

Der neue Größte aller Zeiten - Magnus Carlsen

Das ist der neue größte Schachspieler aller Zeiten (nach Garri Kasparov)


Montag, 23. April 2012

Gemeinschaft

Zählt der Begriff Gemeinschaft heutzutage eigentlich noch etwas; taugt der noch etwas, um Lebenswelten westlicher Industrienationen zu beschreiben?

Bedarf, eher, der Begriff Gemeinschaft in nahezu allen Gesellschaftsbereichen eines Überdenkens?

Gibt es das noch - und ist das nicht vielmehr obsolet und ineffektiv sowieso:
  • die deutsche Vereinsmeierei
  • die Familie am Arbeitsplatz
    • von der Wiege bis zur Bahre
    • ich habe 40 Jahre lang bei der Firma "Umgedreht und Aufgewacht" gearbeitet - und die Betonung lautet doch so gerne: Mir kann keiner was (nach-)sagen.
  • die lebenslange deutsche Einehe
  • Vaddern, Onkel und, hier, Oppa haben schon VW gefahren
  • (wenigstens) zu Weihnachten in die Kirche
  • Sex hat so und in dieser Form abzulaufen und das geht niemanden etwas an
  • zwei bis drei Fernseh-Programme - (und überhaupt: Fernsehen?!)
  • der Strom kommt aus den Steckdosen, die die Stadtwerke befüllen
  • Telefonieren für Wichtiges, von zuhause (oder von der Arbeit) und in Ruhe
  • usf.
Heutzutage scheinen ganz andere Begriffe angebracht die Realität (einigermaßen) abzubilden:
Das sieht dann für obige Skizzierungen folgendermaßen aus:
  • Fitnessstudios mit InhaberInnen, Mitgliedern und zeitlich begrenzten Kursangeboten sind die neuen  Vereinsvorstände, Vereinsheime und Turnhallen
  • Arbeitsstätten sind Durchgangsstationen und dienen der weiteren Qualifikation - wer das nicht so sieht und betreibt, unterliegt bei der nächsten Umdrehung aka Umstrukturierung aka Umorientierung aka Outsourcing den ubiquitären Zentrifugalkräften des Personalwesens
  • Ehepartner/innen wechseln mit den Phasen den Selbstverwirklichung
  • Automarken ebenso
  • Kirche?
  • Sex verliert mehr und mehr Tabus und gewinnt mehr und mehr Aufmerksamkeit
  • Fernsehprogramme in zunehmender Menge
  • Wer kauft seinen Strom eigentlich noch bei den völlig überteuerten Stadtwerken??
  • Telefon über alles und jedes, mit jedem, überall und nirgends
  • usf.
Ebenso scheinen sich gewisse Vor- und Nachteile einer solchen Entwicklung von Gesellschaft abzuzeichnen. Dabei befinden wir uns naturgemäß in einer Übergangsphase, aber die Tendenzen sind eindeutig und höchstvermutlich unumkehrbar.

Von mir vermutete Vorteile:
  • Abhängigkeiten spielen eine untergeordnete Rolle
  • Ressourcen zur Selbstverwirklichung nehmen zu
  • Ressourcen für eine Bewältigung kritischer Lebensereignisse nehmen - auch für melancholisch veranlagte Menschen - zu
  • Das Element/das Druckmittel der (Nächsten-)Kontrolle verliert an Bedeutung
  • Das Leben an sich blüht
  • Das Leben an sich wird mehr und mehr dem Leben gemäß, lebensgemäß gestaltbar
  • Gesetze, die eine Gleichschaltung von Verhalten und Moral (über-)betonen, müssen auf den Prüfstand!?
  • usf.

Von mir vermutete Nachteile:
  • Es könnte eine Welle von Depressionen aufziehen
  • Es könnte eine Welt gegen die wenig beisswilligen beziehungsweise schusssicheren Menschen entstehen
  • Sinnsuche?!

Donnerstag, 19. April 2012

Benzinpreisbremse und Kartellamt

Ohne mich genauer mit dem Thema Benzinpreisbremse auseinandergesetzt zu haben, frage ich mich immer:

Ist dies nun die endgültige und die offizielle Bankrotterklärung des Bundeskartellamtes oder gar des Kartellrechts??

Ich behaupte: Ja.

Ich behaupte dies aber eben auch schon seit dem unbeteiligten Zusehen seitens des Bundeskartellamtes bei den Mega-Konzernen Rewe Group und Metro AG.

seinen Frieden mit sich machen

Eine Lösung für eine persönliche Problemstellung finden, eine Antwort auf eine eigene Lebens-Frage finden heißt vielschichtig aussagekräftig
seinen Frieden mit sich machen

Zum Beispiel:

Wie reagiere ich auf einen persönlichen Angriff:

  1. verbaler (psychischer) persönlicher Angriff
  2. körperlicher (physischer) persönlicher Angriff
Wie scharf reagiere ich auf die jeweilige Form eines Angriffs? Wann ist mein Gegenangriff (vorerst) beendet - so dass der Weg frei für meine Flucht ist (Flucht gehört zu meinem persönlichen Konzept in solch einer Situation)?

Habe ich diese Fragen für mich persönlich in hinreichender Weise beantwortet, habe ich meinen Frieden mit mir gemacht.

Mittwoch, 18. April 2012

Werbung

Warum? (Werbung)

Aus welchem Grund scheinen deutsche Produkte nahezu ausnahmslos so beworben zu werden, dass sie den (End-)Verbraucher veräppeln, nachgerade beleidigen oder gar erniedrigen?

Liegt das daran, dass wir - gemäß der vielzitierten Bedürfnispyramide nach Maslow - satt sind? Steht für uns nicht mehr das Auto als Transportmittel (und Regenschutz) sondern als Hingucker im Vordergrund?

Brauchen "die Deutschen" die Eins-A-Verarschung, damit sie kaufen?

Wir sind doch nicht mehr in den fünfziger Jahren. Oder in den 60ern.... Wir sind emanzipiert, sollte man meinen. Ist beim Konsumenten die Emanzipation angekommen? Und bei den deutschen Unternehmen immer noch nicht?

Wie ließen sich sonst manche Werbekampagnen in Radio und Fernsehen erklären, gerade im Bereich der Autobranche? Unerträglich.

Sagen die von solchen deutschen Unternehmen installierten Marktforschungsinstitute: Nehmt die Leute auf die Schippe; macht den Verbrauchern klar, dass ihr sie nicht ernst nehmt. Das ist euer Marktsegment. Diese potenziellen Kunden fressen euch dann aus der Hand, die kaufen dann. - Dass es viel bessere Anbieter und Produkte und Konditionen aus zum Beispiel Asien gibt, das merken die (sic!) doch gar nicht. Eure potenziellen Kunden registrieren bessere Anbieter und Produkte und Konditionen aus, zum Beispiel, Asien gar nicht, dazu sind die gar nicht in der Lage.

Gottseidank haben wir nicht mehr die Zeit der Monopole. Für mich sind Produkte, die in dieser für dumm verkaufenden, erniedrigenden Art und Weise beworben werden, nicht kaufbar!

Dienstag, 17. April 2012

Schach und Demy singt Fallin

Im Rahmen des Games Festival in Poro Carras, Griechenland git es ebenfalls zwei Schachturniere: The Fide World Amateur Chess Championship 2012 und The 4th International Open Chess Tournament “Alexander the Great”.

Nach den (leider) unumgänglichen Eröffnungsreden wurden die Spieler doch tatsächlich mit einem sehens- und hörenswerten Video begrüßt.



Die griechische Pop Sängerin Demy: "Fallin". Eine Schachpartie wird vorgeführt, inklusive Notation! Sehenswert in jedem Fall.


via chessblog.com - Alexandra Kosteniuk's Chess Blog

Donnerstag, 12. April 2012

zurzeit

Zurzeit?

Harte Schale. Weicher Keks.

Auf deutsch: Ich fühle mich nicht so richtig. Zurzeit.

Donnerstag, 5. April 2012

Demokratie ist so

Der Graf (Unheilig) ist gefragt worden - auf dem Roten Teppich bei einer Bambi-Verleihung -, ob er es okay findet, dass da draußen die Leute (sic!) gegen "Dieses oder Jenes" demonstrieren.

Diese und ähnliche Fragen erübrigen sich in einer Demokratie. Diese oder ähnliche Fragen sind in einer Demokratie obsolet - wie auch die Frage nach einer etwaigen Religionszugehörigkeit.

Nun ja, Journalisten sind so.

Mittwoch, 4. April 2012

Ich als Kunde

Ich als Kunde:


  • Habe ich irgendein Interesse an den privaten Sorgen und Nöten des Verkaufspersonals?
  • Interessiert es mich, ob ich ein Gruppengespräch von Verkäufern  - über das vergangene Wochenende - störe?
  • Möchte ich wissen - geschweige denn auf den alten Trick hereinfallen - dass ein/e Verkäufer/in "ebendieses Produkt ebenfalls hat"?
  • Will ich Phantasiepreise bezahlen?
  • Will ich Zeit vertrödeln auf der Suche nach dem, was ich will?
  • Will ich Zeit vertrödeln mit irgendwelchem Verkaufs-Geschwafel, mit irgendeiner Verkaufs-Masche?
  • Mag ich freundliche Konversation?
  • Will ich hören, dafür bin ich nicht zuständig?
  • Interessiert es mich, wie und wie lange schon das Kassenpersonal genervt ist, von der Fragerei nach der Postleitzahl?

Garry Kasparov Simultan

Und ich kann sagen, das ist für einen Schachspieler noch wenig Zeitaufwand, erst recht für den größten Schachspieler aller Zeiten, den 13.Weltmeister Garri Kasparow:


Montag, 2. April 2012

Buddenbrooks (12)


[...] Hanno Buddenbrook war beinahe der einzige, den Herr Modersohn (Lehrer im Range eines Kandidaten; Anm. v. mir) schon mit Namen kannte, und das benutzte er dazu, ihn beständig zur Ordnung zu rufen, ihm Strafarbeiten zu diktieren und ihn zu tyrannisieren. Er kannte den Schüler Buddenbrook nur deshalb, weil er sich durch stilles Verhalten von den anderen unterschieden hatte, und diese Sanftmut nützte er dazu aus, ihn unaufhörlich die Autorität fühlen zu lassen, die er den Lauten und Frechen gegenüber nicht geltend zu machen wagte. »Selbst das Mitleid wird einem auf Erden durch die Gemeinheit unmöglich gemacht«, dachte Hanno. »Ich nehme nicht daran teil, Sie zu quälen und auszubeuten, Kandidat Modersohn, weil ich das brutal, häßlich und gewöhnlich finde, und wie antworten Sie mir? Aber so ist es, so ist es, so wird es immer und überall sich verhalten«, dachte er, und Furcht und Übelkeit stiegen wieder in ihm auf. »Und daß ich Sie obendrein so widerlich deutlich durchschauen muß!...«
(a.a.O., S.738)

Lit.:
Mann, T.: Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Frankfurt am Main 19605.

Hermine sagt: Bitte sehr.

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