Gürtel kürzen

Es ist ja kein Geheimnis mehr: ich nehme immer mehr und mehr ab, an Körpergewicht. Im Zuge dessen tut sich naturgemäß auch so einiges in Bezug auf die Kleidung. Hosen fangen an zu rutschen; das nutzbare Repertoire des Kleiderschranks rück-vergrößert sich nach und nach...

Bezüglich meiner Gürtel kam ich auf die Idee mir zwei neue Löcher vom Schuhmacher stanzen zu lassen; ich will die Gürtel nicht wegwerfen, dafür sind sie von zu guter Qualität.

Heute war ich es dann leid, mich nervte es schon seit geraumer Zeit, dass meine Gürtel immer so rumschlackerten. Das Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits ließ mich gleich ans Werk gehen.

Das muss doch auch ohne Lochzange gehen?

Hier die benötigten Utensilien:

  • Cutter(-messer)
  • Korkenzieher
  • Schraubenzieher (für die ganz Genauen: Schraubendreher)
  • kleines Messer
  • Fleischspieß aus Metall
Mit diesem Werkzeug lässt sich auch ein schwerer Ledergürtel ohne Lochzange kürzen. Dauert, aber es funktioniert.

Man messe aus um wie viel der Gürtel gekürzt werden soll. Man schnappe den Gürtel bei der Schnalle, werfe ihn auf den Rücken und drehe die beiden Schrauben heraus (Schraubenzieher bzw. -dreher). Man schneide soviel wie vorher abgemessen mittels Cutter vom Gürtel ab. - Man kürzt den Gürtel immer vom Schnallen-Ende her! -  Man schiebe das so gewonnene neue Ende des Gürtels wieder zurück in das immer noch bewegungslos daliegende Schnallengerüst und markiere mittels Korkenzieher oder Fleischspieß die Position der nun neu zu stechenden Löcher (durch das Schnallengerüst hindurch eben). Man nehme den Gürtel-Körper wieder an sich und versuche nun nach und nach mittels Fleischspieß aus Metall, kleinem Messer und Korkenzieher Löcher für die Schrauben des Schnallengerüsts herzustellen.

Tipp: Zuerst den Fleischspieß mit Nachdruck einseitig einsetzen, dann, wenn es nicht mehr weitergeht, der Fleischspieß also einfach nicht bis auf die andere Seite des Gürtels gelangen will, etwas mit dem kleinen Messer nachhelfen, ausschaben, dann mit dem Fleischspieß den Gürtel durchstechen; zum Schluss mit dem Korkenzieher das bereits vorhandene Fleischspießloch weiter aufbohren, ganz einfach, ohne Kraftaufwand. Zu guter Letzt kann der Gürtel-Körper wieder - so wie es von Anfang an unser Ansinnen war - ganz einfach mit dem (bewegungslos daliegenden) Schnallengerüst verschraubt werden. Fertig. Geld gespart. Passt.
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