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Es werden Posts vom Juni, 2012 angezeigt.

Urlaub

Lange herbeigesehnt, jetzt ist er da: Urlaub!

Hermine sagt: Urlaub!

P.S.: Bis fast Mitte Juli.

Haute Cuisine - Zusammenhang

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Haute Cuisine; Sterne-Küche. Ich habe mich schon immer fürchterlich darüber echauffiert: Das Essen muss ich auf dem Teller suchen. Basteln am Essen - Motto: wenn die Zutaten das gewährleisten, okay. Und genauso schlimm: Tomaten und Himbeeren werden passiert - wegen ihrer ihnen naturgemäß innewohnenden Kerne.




Heute morgen - beim Spülen - sind mir die Zusammenhänge blitzrasch klar geworden: Wer goutiert bevorzugt diese teuren Produkte der Haute Cuisine (von denen ich nicht satt werde); wer kann sie sich leisten, Produkte wie Köche? Reiche - mehr als gesettelte - Menschen, jenseits der Sechzig. Menschen mit ausgeprägten Zahnprothesen also und naturgemäß, physiologisch abnehmendem Appetit.

Ebenfalls erklärt sich für mich auf diese Weise der Trend, Hang zur Niedrigtemperatur-Methode. Im Alter noch Heißes und gut Durchgegartes essen? - Ich persönlich kann und werde mich nicht an rosa gebratenes Schweinefleisch und glasigen Fisch gewöhnen.

Im Falle eines Flugzeugabsturzes

Im Falle eines Flugzeugabsturzes


Was macht eigentlich ein Paar bei einem Flugzeugabsturz?

Die Verfallen doch nicht in Panik.
Die machen sich doch keine Vorwürfe.

Die halten sich (im besten Falle)
bis ganz zum Schluss lieb,
so lieb es nur irgend geht!


©Reinhardt Fischer

Muttersohn (3)

[...] Dann stach die stolze zweimastige Yacht in See. Zwölf Menschen an Bord. Von denen seien aber im Film nur neun zusehen. Gefilmt zu werden sei nicht jedem recht. Der Professor sah zu Percy herüber. Sein Mund formulierte: Eva Maria. Percy selber wartete darauf, dass Eva Maria auftauchte, auftrete, wenigstens sichtbar werde. Tatsächlich gab sich der Film neugierig, führte den fabelhaft leicht dahingleitenden Segelalltag genussvoll vor. Auch die zum Schönwettersegeln gehörende Langeweile wurde gezeigt. Aber immer wieder: An was für Naturwundern fuhr man vorbei. An was für Buchten! Da hingen Wälder ins Wasser, als träumten sie. Da starrten zerrissene Felsen ins Meer, als hätten sie Furchtbares erlebt. Dann die Handlung. [...] (a.a.O., S.157f.)
Lit.: Walser, M.: Muttersohn. Reinbek 2011.
Hermine sagt: Bitte sehr.

Muttersohn (2)

Da er, wenn er eilig aussah, überhaupt nicht hastig wirkte, bleibt nichts übrig, als seine Art zu gehen übermütig zu nennen. Wie die Fußspitzen mehr nach links und rechts als nach vorne hinausstachen, da wunderte es einen, dass er vorwärtskam. Dieser Engel ohne Flügel. Dieser - Harry Strawinski mög´ es verzeihen - Tänzer der Gewichtigkeit. Er war nämlich nicht schwer, sondern gewichtig. [...]
(a.a.O., S.129)

Lit.:
Walser, M.: Muttersohn. Reinbek 2011.
Hermine sagt: Bitte sehr.

Morozevich gewinnt Tal Memorial Blitz im Tiebreak, vor Carlsen

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Vor allen Dingen die Photos gefallen mir an diesem dokumentarischen Bericht:

Morozevich wins Tal Memorial blitz on tiebreak, ahead of Carlsen:
Alexander Morozevich won the Tal Memorial blitz tournament on Thursday afternoon in Moscow. The Russian grandmaster edged out Magnus Carlsen on tiebreak (more games with black) after both players finished on 6.5/9. The tournament was held instead of a drawing of lots, and determined the draw numbers for the players at the Tal Memorial which starts on Friday.
Morozevich vs Carlsen (1-0) today in Moscow | All photos by Eteri Kublashvil & Vladimir Barsky courtesy of the Russian Chess Federation

EventTal Memorial 2012 | Blitz PGN via TWICDatesJune 7-18, 2012LocationMoscow, RussiaSystem10-player round robinPlayersCarlsen, Aronian, Kramnik, Radjabov, Nakamura, Caruana, Morozevich, Grischuk, Tomashevsky, McShaneRate of play100 minutes for the first 40 moves followed by 50 minutes for the next 20 moves followed by 15 minutes for the rest of the game …

Nachlese Anand-Gelfand 2/2

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Boris Gelfand: "Kasparov bot mir sein Hilfe an, ich sagte nein" Interview, 2/2

Ein sympathischer und weiser Vize-Weltmeister!

Boris Gelfand: "Kasparov offered his help, but I said no" | Interview, part 2 of 2:
One week after the end of the World Championship match in Moscow, challenger Boris Gelfand of Israel speaks out. In the second and last part of this interview, the Israeli tells about the second half of the match, about his favorite player Akiba Rubinstein, about his coaches whom he invited to Moscow, about chess in Israel and... about saying no to Garry Kasparov, who offered to help preparing for the match.
Photos by Alexey Yushenkov & Anastasia Karlovich
Part 2 of 2Read the first part of this interview here.
Then, you win game 7. Everyone quoted the same statistic: that you didn't beat Vishy since '93. Were you extra relieved because of this?
Not at all. First of all I don't believe in statistics. I think it's very often misleading. It'…

Nachlese Anand-Gelfand 1/2

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Mir gefielen schon immer Gelfands Sizilianisch- (Najdorf) und seine Königsindisch-Partien.

Boris Gelfand: "I was by no means inferior in this match" | Interview, part 1 of 2:
Exactly one week after the end of the World Championship match in Moscow, challenger Boris Gelfand of Israel speaks out. In the first part of this interview, the Israeli tells us about his preparation, his choice of openings, and his view on chess and its the different types of audiences.
Photos by Alexey Yushenkov & Anastasia Karlovich
The interview was conducted via Skype, on Tuesday morning, June 5th, 2012. Gelfand was at this home in Rishon-le-Zion, sitting behind his computer, and many mouse clicks could be heard during the talk. Afterwards he would explain that during the interview he was also looking at some of the tiebreak games, the openings, middlegames, endings, the missed chances... It must have been difficult to get these games off his mind.
Part 1 of 2Vishy said he felt 'relieved&#…

Eigenwille

Eigenwille


Der Eigenwille
Ist nicht billig.

Der Eigenwille
Geboren aus dem Leben

Macht das Leben
Teils nicht
Teils eben
Angenehm.

Dauer

Dauer

Ich liebe Dich
So heißt´s:
Für immer

Doch Du
Was sagst Du
Du meine
Liebe Du

Du bist schlauer:
Nichts ist von Dauer


©Reinhardt Fischer

Was ist wichtig?! - Was zählt?!

Wo? Wo wird einst des Wandermüden
Letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein? Werd ich wo in einer Wüste
Eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh ich an der Küste
Eines Meeres in dem Sand? Immerhin! Mich wird umgeben
Gotteshimmel, dort wie hier,
Und als Totenlampen schweben
Nachts die Sterne über mir. Heinrich (Harry) Heine
Was ist wichtig?! - Was zählt?!

Der Tag des Runterfallens

Ich nenne meinen heutigen Tag den Tag des Runterfallens.

Ein komischer Tag war dieser Tag heute allemal - vor allem wohl für meine (verehrten) Zuschauer.

Ich mache mich fertig zum Losgehen, der Schirm fällt runter, einer meiner Schuhe fällt runter. (Eine Sonnenbrille, die ich immer in meiner Laptop-Tasche bei mir führe, musste ich heute nicht extra unterwegs gegen meine Brille austauschen, eine von beiden (oder beide) wäre mir sonst auch noch heruntergefallen. Nicht auszudenken. Blind wie ein Maulwurf. Woher so schnell Ersatz beschaffen, demnächst geht´s doch in den Urlaub.)

Ich erreiche meine erste Station. Machen Sie es sich noch für eine Minute bequem. Ich mache mich bereit zum Setzen, Schirm fällt. Beim Bezahlen: Schirm fällt, Wechselgeld ebenso ("Sie haben wohl zuviel davon.").

Dann noch so Schnellhefter besorgen: Schirm und Portemonnaie - fallen.

Weiter, Handwasch-Seife am Stück bei Yves Rocher kaufen. Eine Kundenkarte mit den und den Vorteilen gefällig? Logisch, klar,…

Muttersohn (1)

[...] Der Wichtigste Mensch sammelt, was ihm vom Dichter geschickt wird. Er muss sich alles, was ihm geschrieben wird, gefallen lassen, weil es ihm bessergeht als dem Schreibenden. Verstehst du, Percy! Das ist seine Schuld, dass es ihm bessergeht. Das ist das, was der Dichter will, den Wichtigsten Menschen davon überzeugen, dass es ihm bessergehe als denen, die ihm schreiben. Das gelingt dem Dichter. [...] (a.a.O., S.106)

Lit.:
Walser, M.: Muttersohn. Reinbek 2011.
Hermine sagt: Bitte sehr.

#1

#1

Gibt es einen Gott
Gibt es einen Ober-Motz

Ich weiß es nicht
Ich will es nicht


©Reinhardt Fischer

widersprüchliches Leben

unvollendet

Leben beinhaltet
mit Widersprüchen zu leben;

Leben beinhaltet
mit Kampf zu leben;

Leben beinhaltet
mit Überlebenskampf zu leben;

Leben meint
mit Lieben zu leben;

Leben meint
mit Geliebtwerden zu leben.

Leben bedeutet
unvollendet sein...


©Reinhardt Fischer

Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod - kann ich nicht sagen

Porträt: „Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod“: (kann ich partout nicht sagen; Anm. v. Reinhardt Fischer)  Friedegard Ziegler kommt zu Menschen nach Hause, denen nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie hilft ihnen, den Alltag in Todesnähe zu bewältigen

Bei Friedegard Ziegler kommt der Tod mit Milka-Herzen. Dass es nicht mehr lange geht, dass es nur noch Tage dauert, merkt sie, wenn der Patient nicht mehr schlucken kann. Warum auch? Wer stirbt, braucht kein Essen mehr, am Ende nicht mal mehr Wasser – weshalb das Letzte, was ein Sterbender von dieser Welt hat, in vielen Fällen ein trockener Mund ist. Verhindern kann man das mit Milka-Herzen. Nicht mit der Schokolade, sondern mit den Schablonen, in welche sie eingefasst ist: In ihnen kann man Wasser einfrieren, Wein oder Bier, und später damit die Lippen des Sterbenden benetzen. Bevor es losgeht, rät Ziegler deshalb den Angehörigen, eine Schachtel zu besorgen. „Es geht nicht darum, F...

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