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Es werden Posts vom Mai, 2014 angezeigt.

Schach wird die Geborgenheit der Demokratie entzogen

Das Bundesinnenministerium hat mit sofortiger Wirkung die Leistungssportfördermittel für den Deutschen Schachbund gestrichen. Zur Begründung heisst es im typischen Beamten-Deutsch: "... es fehle dem Schachsportan der erforderlichen, sportartbestimmenden motorischen Aktivität." Es zeigen sich Mal wieder Inkompetenz und Arroganz im Bundesinnenministerium. Noch bei der Mitgliederversammlung des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) im Dezember 2013 wurde einstimmig beschlossen, dass explizit auch der Schachsport zu den förderungswürdigen Sportarten gehört. Der DOSB ist die Dachorganisation der Sportverbände. Ihm wird weitgehende Autonomie hinsichtlich der Festlegung der förderungswürdigen Sportarten zugestanden. Man sollte also meinen, dass hier die Experten sitzen, die die Förderungswürdigkeit des Schachsports richtig beurteilen können. Es ist bekannt: Schach wird immer Mal wieder - gerade auch von Politikern und von politischen Einrichtungen - zu Werbezwecken mehr oder weni…

Ein Hoch auf die Beobachtung

Die korrekte Weise, über diese Sachverhalte zu sprechen, ist wieder die von Niels Bohr gezeigte. Wir dürfen eben nicht über den Weg eines Teilchens reden, ehe wir das Experiment durchgeführt haben. Sich vorzustellen, dass das einzelne Photon rechts oder links an der Galaxie vorbeigegangen ist (nur ein Beispiel; Anm. v. mir), ehe das gesamte Experiment beendet ist, ehe das Photon also nachgewiesen wurde, ist absolut unzulässig. Es macht eben keinen Sinn, über Dinge zu sprechen, für die keine unmittelbare Evidenz vorhanden ist. Niels Bohr hat dies zum Ausdruck gebracht, indem er sagte: «Kein Phänomen ist ein Phänomen, außer es ist ein beobachtetes Phänomen.» Also, ohne die Beobachtung gibt es keine Phänomene. (a.a.O., S.205)

Lit.: Zeilinger, A.: Einsteins Schleier. Die neue Welt der Quantenphysik. München 20033.