Ein Hoch auf die Beobachtung

Die korrekte Weise, über diese Sachverhalte zu sprechen, ist wieder die von Niels Bohr gezeigte. Wir dürfen eben nicht über den Weg eines Teilchens reden, ehe wir das Experiment durchgeführt haben. Sich vorzustellen, dass das einzelne Photon rechts oder links an der Galaxie vorbeigegangen ist (nur ein Beispiel; Anm. v. mir), ehe das gesamte Experiment beendet ist, ehe das Photon also nachgewiesen wurde, ist absolut unzulässig. Es macht eben keinen Sinn, über Dinge zu sprechen, für die keine unmittelbare Evidenz vorhanden ist. Niels Bohr hat dies zum Ausdruck gebracht, indem er sagte: «Kein Phänomen ist ein Phänomen, außer es ist ein beobachtetes Phänomen.» Also, ohne die Beobachtung gibt es keine Phänomene.
(a.a.O., S.205)

Lit.:
Zeilinger, A.: Einsteins Schleier. Die neue Welt der Quantenphysik. München 20033.
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